Yasin Mohamed bestreitet Vergewaltigung zum Prozessauftakt
Bild: KI-generiert
Strafprozess in München

Yasin Mohamed bestreitet Vergewaltigung zum Prozessauftakt

Zwei Jahre nach der Nacht in einem Hotelzimmer in Griechenland steht Reality-Star Yasin Mohamed seit dem 11. September 2026 vor dem Amtsgericht München. Er soll Sophie Imelmann vergewaltigt haben, bestreitet die Tat aber – seine Verteidigung spricht von Zärtlichkeiten im Einvernehmen.

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Seit dem 11. September 2026 steht Reality-Star Yasin Mohamed vor dem Amtsgericht München. Die Staatsanwaltschaft wirft dem früheren Profi-Basketballer vor, Sophie Imelmann vergewaltigt zu haben. Mohamed bestreitet den Vorwurf vollständig.

Laut der Anklage soll Imelmann mehrfach und unmissverständlich klargestellt haben, dass sie keinen Geschlechtsverkehr wollte – unter anderem, weil sie Mohamed noch nicht vertraute, nicht verhütet wurde und sie Angst vor Krankheiten und einer Schwangerschaft hatte. Dennoch sei er zweimal vaginal in sie eingedrungen, wie die veröffentlichten Details der Anklageschrift zeigen.

Die Verteidigung hält dagegen: Alle Zärtlichkeiten hätten im gemeinsamen Einvernehmen stattgefunden, erklärte Verteidiger Alexander Esser. Sein Mandant habe den Wunsch der Nebenklägerin respektiert, keinen Geschlechtsverkehr zu vollziehen. Mohamed selbst äußerte sich zum Prozessauftakt nicht – öffentlich beteuert er seine Unschuld.

„Ich bin unschuldig und werde weiterhin für die Wahrheit kämpfen.“
Yasin Mohamed, Angeklagter

Heimliche Aufnahme belastet das TV-Team

In das Verfahren brachte Esser eine heimlich von Imelmann erstellte Audioaufnahme ein. Der Mitschnitt eines Gruppentelefonats mit einer Verantwortlichen des TV-Teams und einem Show-Psychologen wurde verschriftlicht und im Gerichtssaal verlesen.

Als Zeugin sagte die Polizeibeamtin, die die Anzeige aufgenommen hatte, aus, Imelmann habe Mohamed „nie richtig gut“ gefunden und sei „von der Produktion unter Druck gesetzt“ worden, „sich darauf einzulassen“. Ein Grund, warum dieser Strafprozess in München besonders ist, liegt in der Rolle der Produktion.

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Von der Kuppelshow zum Gerichtssaal

Kennengelernt hatten sich Mohamed und Imelmann 2024 in der RTL2-Show „Love Island V.I.P.“. Aus den beiden wurde ein Paar; nach dem Finaldreh kam es in einem Hotelzimmer in Griechenland zu jener Nacht, die jetzt verhandelt wird.

Im Dezember 2024 erhob Imelmann die Vorwürfe erstmals öffentlich, zunächst ohne Namen, und erstattete Anzeige. Mohamed verlor seine TV-Jobs und einen bereits geplanten Platz im Dschungelcamp. Anfang 2025 erzielte er in einem zivilrechtlichen Unterlassungsverfahren einen Teilerfolg – für das Strafverfahren ohne Bedeutung.

Die Chronologie des Falls

  1. Juli 2024
    Kennenlernen bei „Love Island V.I.P.“

    Mohamed und Imelmann werden in der RTL2-Show ein Paar; nach dem Finaldreh kommt es in einem Hotelzimmer in Griechenland zu der Nacht, die Gegenstand der Anklage ist.

  2. Dezember 2024
    Imelmann erhebt Vorwürfe und erstattet Anzeige

    Sie schildert die Vorwürfe erstmals öffentlich, zunächst ohne Namen; Mohamed verliert TV-Jobs und seinen Platz im Dschungelcamp.

  3. Anfang 2025
    Teilerfolg in zivilrechtlichem Verfahren

    In einer Unterlassungsklage gegen Imelmann erzielt Mohamed einen Teilerfolg – ohne Bedeutung für das Strafverfahren.

  4. 11. September 2026
    Prozessauftakt am Amtsgericht München

    Die Verhandlung beginnt; Mohamed äußert sich nicht selbst, seine Verteidigung bestreitet den Vorwurf.

  5. 25. September 2026
    Zweiter Verhandlungstag

    Zwei weitere Termine sollen folgen.

  6. Oktober 2026
    Urteil erwartet

    Ein Urteil im Strafverfahren wird für Oktober 2026 erwartet.

Urteil wird im Oktober erwartet

Im Verfahren tritt Imelmann als Nebenklägerin auf, persönlich aussagen musste sie bislang nicht. Ihre frühere polizeiliche Videovernehmung wurde im Gerichtssaal abgespielt. Wie unterschiedlich Gerichte mit Aussagen umgehen, zeigt der Fall von Gina H. im Rostocker Mordprozess.

Als nächster Verhandlungstag ist der 25. September 2026 angesetzt, zwei weitere Termine sollen folgen. Ein Urteil im Strafverfahren wird für Oktober 2026 erwartet. Bis dahin gilt für Mohamed die Unschuldsvermutung.