Vanessa Mai schildert den Diebstahl aus ihrem Auto in Berlin
In der Nacht nach ihrem Berlin-Konzert haben Diebe Vanessa Mais Auto leergeräumt. Im Podcast schildert die Sängerin den Verlust ihrer Sachen – und Lola Weippert nennt Mais Selbstvorwürfe eine „dumme Täter-Opfer-Umkehr“.
Diebe haben in der Nacht nach dem Berlin-Konzert von Vanessa Mai (34) ihr Auto aufgebrochen und den Wagen weitgehend leergeräumt. Nach ihren Angaben verschwanden Kreditkarten, Reisepässe, Koffer, Schuhe, Schmuck und sogar ihre Antibabypille. Die Tour-Outfits blieben dagegen im Auto zurück.
Mai hatte am 3. Oktober mit ihrer „Traumfabrik Tour 2026“ in der Huxley's Neuen Welt in Berlin gespielt. Ihr Gepäck ließ sie diesmal im Wagen, um am nächsten Morgen schneller weiterfahren zu können – sonst nehme sie alles mit ins Hotel, sagte sie.
Statt die Tat den Dieben anzulasten, machte Mai sich selbst Vorwürfe. Ihre Co-Moderatorin Lola Weippert hielt dagegen – die Podcast-Folge von „Schön laut“, in der Mai den Einbruch schildert, erschien am 6. Oktober. Schuldzuweisungen an Betroffene sind bei den beiden kein neues Thema: der gemeinsame Vorstoß gegen Victim Blaming aus dem Juli zeigt, wie klar sie diese Haltung vertreten.
Kreditkarten, Pässe, In-Ears – und private Fotos
Die Liste dessen, was die Täter mitnahmen, ist lang: Kreditkarten und beide Reisepässe, Koffer, ihre Tour-Outfits und Schuhe, Schmuck im Wert von mehreren Tausend Euro sowie die Make-up-Tasche.
Auch die In-Ears für die Bühne sind weg, wie der Bericht über den ausgeraubten Tour-Wagen festhält. Ihre Bühnenoutfits blieben dagegen „Gott sei Dank“ im Auto zurück, sagte Mai.
„Ja, was soll ich sagen, das ganze Auto ist ausgeräumt.“
Vanessa Mai, Schlagersängerin
Der Satz fällt am Beginn ihrer Schilderung. Mai beschreibt darin nicht nur den Verlust von Wertsachen: In ihrer Handtasche steckten auch private Fotos und Glücksklee – als ihr das wieder einfiel, kamen ihr eigenen Worten zufolge im Podcast die Tränen.
Mai macht sich selbst Vorwürfe
„Wie dumm einfach nur, diese Sachen drin zu lassen“, sagt Mai über ihre Entscheidung, das Gepäck im Wagen zu lassen. Damit nimmt sie die Schuld bei sich selbst in Anspruch – genau das, was ihre Co-Moderatorin in derselben Folge kritisiert.
Praktisch trifft sie der Verlust auch im Alltag. Der Bericht zur gestohlenen Antibabypille hält fest, was Mai dazu sagt: „Ich habe jetzt auch keinen Bock, keine Pille zu nehmen, und dann ist der ganze Hormonhaushalt durcheinander.“
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Weippert spricht von Täter-Opfer-Umkehr
Weippert ließ die Selbstkritik ihrer Co-Moderatorin nicht stehen. Die Moderatorin wies Mais Vorwürfe an sich selbst in der Folge deutlich zurück – sie nannte sie nicht nur falsch, sondern gefährlich in der Richtung, in die sie ziele.
„Du hörst jetzt auf, dich selbst runterzumachen, wieso das passiert ist. Das ist eine dumme Täter-Opfer-Umkehr!“
Lola Weippert, Moderatorin und Podcast-Co-Host
Ihren Ärger über die Täter formulierte sie ungewöhnlich deutlich: Sie wünschte ihnen „einen ätzenden Hexenschuss und einen Pilz“. Mai selbst beschrieb das Gefühl, dass Fremde ihre Sachen durchwühlen: „Es fühlt sich so eklig an, dass so Leute so was haben und darin rumwühlen.“
Wie Mai den Verlust verarbeitet
Hilflos fühlt sich Mai nach eigenem Bekunden nicht – dafür sorgt ihr Mann und Manager Andreas Ferber. „Ich wäre auch so, wenn jetzt Andreas nicht wäre, ich wäre auch so hilflos“, sagte sie. Bekenntnis zur emotionalen Abhängigkeit von ihrem Mann hat sie im Podcast schon Anfang Oktober abgelegt.
„Ich nehme es für mich mit und werde noch ein bisschen dankbarer durchs Leben gehen“, sagte Mai über die Tat. Ob die Täter gefasst werden oder die gestohlenen Pässe und Kreditkarten wieder auftauchen, ist bislang offen.