67 Prozent der Deutschen halten Merz' Kanzlerschaft für gescheitert
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Politikmonitor

67 Prozent der Deutschen halten Merz' Kanzlerschaft für gescheitert

48 Prozent der Befragten stimmen der Aussage voll und ganz zu, 19 Prozent eher: Eine neue Erhebung sieht die Kanzlerschaft von Friedrich Merz gescheitert. 58 Prozent fordern seinen Rücktritt als Kanzler und Parteichef.

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Zwei Drittel der Deutschen sprechen Bundeskanzler Friedrich Merz die Eignung für sein Amt ab. In der neuen Erhebung des SPIEGEL-Ipsos-Politikmonitors stimmten 48 Prozent der Befragten der Aussage „Die Kanzlerschaft von Friedrich Merz ist gescheitert“ voll und ganz zu, weitere 19 Prozent stimmten ihr eher zu. Das sind zusammen 67 Prozent, wie die Umfrage zur gescheiterten Kanzlerschaft zeigt.

Noch härter fällt die Forderung nach personellen Konsequenzen aus: 58 Prozent sprechen sich dafür aus, dass Merz als Kanzler und Parteichef zurücktritt – 44 Prozent voll und ganz, 14 Prozent eher. Nur 11 Prozent der Befragten lehnen einen Rücktritt vollständig ab.

Umfrage
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Im Osten fällt das Urteil härter aus

Die Ablehnung ist regional unterschiedlich scharf. Im Osten Deutschlands stimmten 80 Prozent der Aussage voll oder eher zu, im Westen 64 Prozent. Zwischen beiden Landesteilen liegen damit 16 Prozentpunkte.

Auch nach Geschlecht unterscheiden sich die Werte: Unter Frauen ist die Ablehnung mit knapp 70 Prozent etwas größer als unter Männern mit 64 Prozent. Erhoben wurden die Daten zwischen dem 30. September und dem 4. Oktober, befragt wurden 2002 Wahlberechtigte.

Kanzlerschaft gescheitert – Zustimmung nach Gruppe

Anteil der Befragten, der der Aussage voll oder eher zustimmt

Quelle: SPIEGEL-Ipsos-Politikmonitor, Erhebung 30.09.–04.10.2026

Bei der Nachfolge liegt Söder vorn – die Mehrheit will keinen

Bei der Frage, wer Merz ablösen soll, entschieden sich 43 Prozent für „Keiner der genannten“ und knapp 14 Prozent für „Weiß nicht“. Unter den tatsächlich Genannten liegt Markus Söder mit 20 Prozent vor Hendrik Wüst (16 Prozent) und Alexander Dobrindt (5 Prozent), wie die Umfrage zur Nachfolge von Merz zeigt.

Zählt man die beiden Verweigerungsantworten zusammen, will eine Mehrheit von 57 Prozent keinen der abgefragten Namen an der Spitze. Selbst der stärkste Kandidat, Söder, erreicht nur ein Fünftel der Befragten. Für Wüst und Dobrindt liegen die Werte zusammen mit 21 Prozent knapp über der Marke, die Söder mit 20 Prozent allein erreicht.

Der Befund reiht sich in eine Serie schlechter Werte ein

Für Merz ist der Befund kein Ausreißer. Schon im August hatte das ZDF-Politbarometer einen persönlichen Negativrekord für den Kanzler gemeldet.

Auch der Ruf nach einem kompletten Neuanfang ist nicht neu. Bereits im Juni hatten sich 59 Prozent der Deutschen für Neuwahlen ausgesprochen.

Offen ist, ob Merz aus dem Befund Konsequenzen zieht. Für die Union stellt sich damit die Frage, ob sie die Debatte über seine Nachfolge vor der nächsten Wahl führt oder aussitzt – die aktuelle Erhebung liefert dafür eine klare Mehrheit von 58 Prozent.