Sky du Mont fordert rechtliche Prüfung eines AfD-Verbots
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Promi und Politik

Sky du Mont fordert rechtliche Prüfung eines AfD-Verbots

Sky du Mont (79) fordert, ein Verbot der AfD rechtlich prüfen zu lassen, und nennt die Partei „keine normale Partei“. Der Schauspieler reagiert damit auf die Hasswelle gegen Hape Kerkeling und rechnet zugleich mit FDP und SPD ab.

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Der Schauspieler und Autor Sky du Mont (79) fordert, ein Verbot der AfD rechtlich prüfen zu lassen. „Zumindest sollte geprüft werden, ob ein Verbot rechtlich möglich ist“, sagte er dem Portal t-online.

„Die AfD ist keine normale Partei. Sie hetzt nicht nur, sie mobilisiert gezielt gegen die Grundfesten unserer Demokratie.“
Sky du Mont, Schauspieler und Autor

Du Mont begründet seine Forderung mit dem Grundgesetz: „Wenn wir zulassen, dass eine Partei die Abschaffung des Rechtsstaats propagiert, dann haben wir unsere eigene Verfassung verraten.“ Das Interview bei t-online über AfD und Kerkeling erschien am 6. Oktober; am Tag darauf verbreiteten dpa und teleschau die Meldung bundesweit.

Keine Lösung für die Unzufriedenen

Du Mont nennt es „furchteinflößend“, dass die AfD in den Umfragen immer besser abschneide und bundesweit stärkste Kraft werden könnte. Zugleich zeigt er Verständnis für die Unzufriedenheit vieler Menschen: „Die Züge fahren nicht, die Autobahnen sind kaputt, das Internet lahmt.“

Beim Studium des Parteiprogramms werde aber schnell klar, dass die Partei „zurück will in eine Zeit, die es so nie gegeben hat“. „Die AfD lebt in einer Parallelwelt“, sagt er – das sei „nicht nur unmoralisch, das ist realitätsfremd“. Millionen politisch heimatlose Bürger fühlten sich verlassen und verraten, doch die Partei sei „keine Lösung“.

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Hasswelle gegen Hape Kerkeling

Du Monts Vorstoß ist eine Reaktion auf die Anfeindungen gegen seinen Kollegen Hape Kerkeling (61). Der Entertainer hatte am 30. September 2026 bei der ersten öffentlichen Anhörung über ein AfD-Verbotsverfahren im Justizausschuss des Thüringer Landtags in Erfurt gesprochen und der AfD vorgeworfen, den Boden des Grundgesetzes zu verlassen und die NS-Diktatur zu verharmlosen.

Danach wurde er nach eigenen Angaben mit Hassnachrichten und Drohungen bombardiert. Du Mont stärkte ihm öffentlich den Rücken und schrieb, er sei entsetzt über die hasserfüllten Kommentare und schäme sich, dass so etwas nach unserer Geschichte wieder möglich sei. Im Interview berichtet er, gegen Kerkeling sei gefordert worden, ihn „am Kran aufzuhängen“. Das Schlimmste sei, dass der Hass „nicht von irgendwelchen Randgruppen, sondern aus der Mitte der Gesellschaft“ komme.

„Das ist kein Kommentar mehr, das ist blanker Hass.“
Sky du Mont, Schauspieler und Autor

Abrechnung mit FDP und SPD

Du Mont kennt die Politik aus eigener Nähe: 2008 trat er im Hamburger Bürgerschaftswahlkampf gemeinsam mit dem damaligen FDP-Chef Guido Westerwelle auf. Heute wirft er den Liberalen vor, Kompromisse „um an der Macht zu bleiben“ gemacht zu haben; der SPD hält er vor, ihre Stammwählerschaft verraten zu haben.

Auf die Frage, ob er sich politisch heimatlos fühle, antwortet du Mont: „Leider ja, das ist das eigentliche Drama.“ Es fehle nicht nur an Liberalismus, sondern an führenden Politikern „mit Verve und Ausstrahlung“ – „doch die sind nirgends in Sicht“. Die „alte Bundesrepublik“ habe es nie gegeben, aber eine Zeit, in der man sich „wenigstens noch gegenseitig respektiert“ habe.

„Das ist kein Politikstil mehr, das ist ein Bürgerkrieg mit anderen Mitteln.“
Sky du Mont, Schauspieler und Autor

Was aus der Forderung wird

Kerkeling hatte seine Forderung zum Tag der Deutschen Einheit erneuert: „Es bleibt die Aufgabe des Staates, uns zu schützen. Daher fordere ich die verantwortlichen Politiker auf: Handelt jetzt!“ Kerkelings Forderung nach Prüfung eines AfD-Verbots bekommt nun Rückendeckung von du Mont. Ob die Politik die Prüfung tatsächlich einleitet, ist offen.