BMW zieht Dienstwagen-Angebot für AfD-Landtagspräsident zurück
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BMW zieht Dienstwagen-Angebot für AfD-Landtagspräsident zurück

BMW will dem neuen Landtagspräsidenten von Sachsen-Anhalt keinen Dienstwagen überlassen und zieht sein Leasingangebot zurück. Eine Begründung gibt es nicht – von Mercedes und Audi lag ohnehin keine Offerte vor. Der alte 7er läuft im November aus.

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Deutschlands erster AfD-Landtagspräsident soll keinen BMW fahren. Der Münchner Autokonzern hat sein Leasingangebot für den Dienstwagen von Tobias Rausch zurückgezogen, wie dem Bericht der Süddeutschen Zeitung über den Rückzug zu entnehmen ist. Die Landtagsverwaltung in Magdeburg bestätigt den Vorgang. Eine Begründung nennt BMW bisher nicht.

Rausch war am 6. Oktober zum Präsidenten des Landtags von Sachsen-Anhalt gewählt worden – mit 48 Ja-Stimmen, 29 Nein-Stimmen und fünf Enthaltungen. Er ist der erste AfD-Landtagspräsident in der Geschichte der Bundesrepublik. Seine Fraktion stellt nach der Landtagswahl vom 6. September 39 der 83 Abgeordneten; zum Vizepräsidenten wurde Hans-Thomas Tillschneider gewählt.

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Laut DIE ZEIT zog BMW sein Angebot eines Dienstwagens zurück, nachdem der AfD-Politiker Rausch zum Präsidenten des Landtags von Sachsen-Anhalt gewählt wurde. @elonmusk, wäre @Tesla bereit, ihm einen Dienstwagen zur Verfügung zu stellen? https://t.co/3CQ07lJNN2

X · @Beatrix_vStorch

Der Landtagspräsident fährt bislang einen 7er-BMW aus laufendem Leasingvertrag. Nach dem Bericht von n-tv über den BMW-Rückzug könnte Rausch künftig ohne Dienstwagen dastehen.

Der einzige Hersteller mit Angebot

Das BMW-Angebot war das einzige eines namhaften deutschen Herstellers. Von Mercedes und Audi lag für den Dienstwagen des Landtagspräsidenten keine Offerte vor.

Damit verliert der Landtag ausgerechnet den Hersteller, der sich als einziger auf das Geschäft eingelassen hatte. Für die deutschen Autobauer bleibt das Umfeld hart: Mercedes droht Schließung zweier deutscher Werke.

Kein Kommentar aus München

Eine Begründung für den Rückzug nennt BMW nicht. Ein Konzernsprecher sagte lediglich: „Die BMW Group äußert sich grundsätzlich nicht zu Kundenbeziehungen.“

BMW-Vorstandsvorsitzender Milan Nedeljković sagte grundsätzlich: „Rechtspopulismus und Nationalismus sind Gift für einen weltoffenen Wirtschaftsstandort, der vom Welthandel lebt.“ BMW nennt diese Aussage jedoch nicht als Grund für den Rückzug und stellt keinen Zusammenhang zu dem Vorgang in Magdeburg her.

Von Storch fragt Musk um Hilfe

Hilfe suchte die AfD zwei Tage später bei der Konkurrenz. Am 8. Oktober wandte sich Beatrix von Storch, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der AfD im Bundestag, auf X an Tesla-Chef Elon Musk. Ob der US-Hersteller reagiert, ist offen.

„@elonmusk, wäre @Tesla bereit, ihm einen Dienstwagen zu stellen?“
Beatrix von Storch, stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag

Die Frist endet im November

Bis November muss der Landtag eine Lösung finden: Dann endet der Leasingvertrag des bisherigen 7er-BMW. Offen ist, ob der Landtag selbst ein Fahrzeug anschafft oder ob ein anderer Hersteller einspringt. Eine Anschlusslösung ist bislang nicht bekannt.

Der Vorgang reicht über den Fuhrpark hinaus. Im Dezember will AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund sich zum Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt wählen lassen. Für Unternehmen im Land wird der Umgang mit der stärksten Fraktion damit zur praktischen Frage.

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