Mann täuscht Notlage vor und missbraucht Radfahrerin in Mahndorf
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Sexualdelikt

Mann täuscht Notlage vor und missbraucht Radfahrerin in Mahndorf

Ein am Boden liegender Mann wirkt hilflos – als eine Radfahrerin in Bremen-Mahndorf anhält und ihn anspricht, springt er auf und missbraucht sie. Die Polizei fahndet nach dem Tatverdächtigen und sucht eine zweite Radfahrerin als Zeugin.

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Ein Mann hat sich am Kiesweg in Bremen-Mahndorf hilflos auf den Boden gelegt – und dann eine Radfahrerin sexuell missbraucht, die ihm zu Hilfe kommen wollte. Als die 30-Jährige anhielt und den scheinbar Notleidenden ansprach, sprang er auf, schubste sie in ein Gebüsch und vergriff sich an ihr. Die Polizei Bremen sucht den Mann.

Die Tat ereignete sich am 6. Oktober zwischen 17.45 und 17.50 Uhr auf dem Weg entlang der Bahngleise. Einen Tag später veröffentlichte die Polizei Bremen den Zeugenaufruf der Polizei Bremen Nr. 0659. Darin beschreibt sie den Tatverdächtigen und bittet ausdrücklich eine zweite Radfahrerin, sich zu melden – sie war in dem Moment vor Ort, als der Mann floh.

Der Übergriff am Kiesweg entlang der Bahngleise

Nach Angaben der Polizei war die 30-Jährige gegen 17.45 Uhr mit dem Fahrrad vom Ehlersdamm gekommen und den Kiesweg entlang der Bahngleise gefahren. Hinter einem Schalthaus für den Bahnübergang sah sie einen Mann, der reglos auf dem Boden lag und hilflos wirkte. Die Stelle liegt direkt an den Gleisen.

Sie hielt an und sprach ihn an. In diesem Moment sprang der Mann auf, drängte sie in ein angrenzendes Gebüsch und nahm dort sexuelle Handlungen an ihr vor. Von einem Notfall konnte keine Rede sein – er hatte die hilflose Lage nur vorgetäuscht, um die Frau anzuhalten.

Als sich eine zweite Fahrradfahrerin näherte, ließ der Tatverdächtige von der Frau ab und flüchtete über einen Trampelpfad entlang der Bahngleise in Richtung Bahnhof Mahndorf. Die Polizei sucht diese zweite Radfahrerin ausdrücklich als Zeugin.

Polizei Bremen sucht die zweite Radfahrerin

Am 7. Oktober veröffentlichte die Polizei ihren Zeugenaufruf unter der Nummer 0659 und verbreitete ihn zusätzlich über ihre Social-Media-Kanäle. Regionalmedien griffen den Fall am selben Tag auf, darunter t-online und Radio Bremen. Bei buten un binnen musste eine erste Fassung korrigiert werden, die den Tatort fälschlich in Bremen-Nord verortet hatte.

Nur einen Tag nach der Tat ging die Polizei Bremen mit dem Zeugenaufruf und der Personenbeschreibung des Tatverdächtigen an die Öffentlichkeit. In dem Fall Friedland mit wochenlangem Behörden-Schweigen ließen die Ermittler dagegen fast vier Wochen verstreichen, bis sie die Tat öffentlich machten.

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Fahndung nach dem Flüchtigen

Der Tatverdächtige ist weiter auf der Flucht. Die Polizei Bremen bittet die Bevölkerung um Hinweise und hat im Zeugenaufruf eine Personenbeschreibung veröffentlicht. Wer den Mann am Nachmittag des 6. Oktober am Kiesweg, auf dem Trampelpfad entlang der Gleise oder in der Nähe des Bahnhofs Mahndorf gesehen hat, soll sich melden.

Am 8. Oktober griff der NDR den Fall in seinem Regionalprogramm für Niedersachsen und Oldenburg auf. Der Bericht des NDR über den Übergriff in Mahndorf schildert, wie der Mann einen Notfall vortäuschte, und beschreibt die Suche nach ihm.

Offen ist, ob sich die zweite Radfahrerin inzwischen bei der Polizei Bremen gemeldet hat. Sie ist eine wichtige Zeugin, weil sie den Tatverdächtigen sah, bevor er in Richtung Bahnhof floh. Die Polizei fahndet weiter nach dem Tatverdächtigen; ob die zweite Radfahrerin inzwischen Kontakt zu den Ermittlern aufgenommen hat, ist offen.