WDR erzielt 54,5 Millionen Euro Überschuss – Länder entscheiden über Rundfunkbeitrag
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Rundfunkbeitrag

WDR erzielt 54,5 Millionen Euro Überschuss – Länder entscheiden über Rundfunkbeitrag

Der WDR weist für 2025 einen Überschuss von 54,5 Millionen Euro aus. Ob der Rundfunkbeitrag 2027 steigt, ist noch offen: Die KEF empfiehlt 28 Cent mehr, die Länder müssen entscheiden.

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Der WDR hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Überschuss von 54,5 Millionen Euro abgeschlossen. Die Erträge lagen bei rund 1,635 Milliarden Euro, die Aufwendungen bei 1,581 Milliarden Euro — das geht aus dem Geschäftsbericht 2025 des WDR hervor. Der liquide Überschuss beträgt 139,5 Millionen Euro.

Für Personal gab der WDR 2025 gut 545 Millionen Euro aus, wie die Recherche zu den Personalkosten des WDR zeigt. Das ist rund ein Drittel seiner gesamten Aufwendungen von 1,581 Milliarden Euro.

Veröffentlicht hat der WDR die Zahlen am 8. Oktober 2026, festgestellt hatte sie der Verwaltungsrat bereits im September. Das Plus fällt in eine Debatte, in der die Länder über eine Anhebung des Rundfunkbeitrags entscheiden — und in der die KEF kleinere Schritte empfiehlt.

3.740 Planstellen in vier Bereichen

Im Jahresdurchschnitt 2025 waren beim WDR rund 3.740 Planstellen besetzt. 1.441 davon entfallen auf Produktion und Technik, 922 auf den Programmbereich NRW, Wissen und Kultur, 502 auf Information, Fiktion und Unterhaltung und 688 auf die Verwaltung.

Besetzte Planstellen des WDR 2025 nach Bereich

Jahresdurchschnitt 2025, ausgewählte Bereiche

Quelle: WDR-Geschäftsbericht 2025

Die Bilanz fällt in ein Jahr des Umbruchs: Am 1. Dezember 2025 trat der Reformstaatsvertrag in Kraft — der 7. Medienänderungsstaatsvertrag verändert die Rahmenbedingungen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

KEF empfiehlt nur noch 28 Cent

In ihrem 25. Bericht vom Februar 2026 empfiehlt die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) eine Anpassung um 28 Cent zum 1. Januar 2027. Der Monatsbeitrag stiege damit 2027 und 2028 auf 18,64 Euro.

Die Empfehlung fällt kleiner aus als im 24. Bericht: Dort hatte die KEF 58 Cent mehr ab Januar 2025 vorgeschlagen — die Länder setzten die Anhebung nicht um. Ob sie diesmal folgen, ist offen.

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76 Angebote fallen weg

Beim WDR läuft parallel ein Sparprogramm. Bis Ende 2027 fallen 76 Angebote weg, 133 Stellen bleiben unbesetzt. Intendantin Katrin Vernau hat das Ziel hinter dem Umbau benannt.

„WDR-Intendantin Katrin Vernau sagte: „Fast jeder zweite Euro soll zu diesem Zeitpunkt in unsere digitalen Angebote fließen.“ Das Ziel nannte sie „Mehr Kraft in weniger Angebote“.“
Katrin Vernau, Intendantin des WDR

Vernau setzt damit auf weniger Formate und mehr Geld für digitale Angebote. Offen ist, ob die Länder der KEF-Empfehlung folgen und den Rundfunkbeitrag zum 1. Januar 2027 tatsächlich anheben — entschieden wird das nicht beim WDR, sondern bei den Ländern.