Klitschko darf Panettieres Nachlass für Tochter Kaya verwalten
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Vormundschaft

Klitschko darf Panettieres Nachlass für Tochter Kaya verwalten

Ein Gericht in Los Angeles macht Wladimir Klitschko zum vorläufigen Verwalter des Erbes von Hayden Panettiere. Seine Anwältin wirft einer nicht zur Familie gehörenden Person vor, Schmuck über ein Pfandhaus verkauft zu haben.

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Ein Gericht in Los Angeles hat Wladimir Klitschko (50) zum vorläufigen Verwalter des Nachlasses von Hayden Panettiere gemacht. Die Begründung ist eine Warnung: Es bestehe die Gefahr, dass Vermögenswerte verloren gehen, bevor ein bestellter Vertreter sie schützen kann.

Richterin Stephanie Santoro gab am 8. Oktober Klitschkos Ernennung zum vorläufigen Verwalter statt. Er verwaltet damit das Erbe, das Kaya (11) als alleinige Erbin ihrer Mutter zusteht. Die Schauspielerin war am 16. August in Greenville im US-Bundesstaat South Carolina im Alter von 36 Jahren an einer versehentlichen Überdosis mehrerer Substanzen gestorben, darunter Fentanyl.

Streit gibt es um verschwundene Wertsachen. Nach den Vorwürfen zum verschwundenen Schmuck von Panettiere habe eine nicht zur Familie gehörende Person Gegenstände aus ihrem Besitz an sich genommen und versucht, Schmuck über ein Pfandhaus zu verkaufen. Das Pfandhaus verweigere jede Auskunft, solange sich keine Strafverfolgungsbehörde melde.

Schon Tage zuvor hatte Hayden Panettieres verschwundener Verlobungsring für Schlagzeilen gesorgt.

„Wir glauben außerdem, dass eine nicht zur Familie gehörende Person, die mit Hayden verbunden war, persönliches Eigentum veruntreut hat, das zum Nachlass der Verstorbenen gehört, und wir glauben, dass diese Person zu einem Pfandhaus gegangen ist, um zu versuchen, das zu verkaufen, was unseres Erachtens Schmuck ist.“
Diane Park, Anwältin von Wladimir Klitschko

Wie es zu dem Verfahren kam

Klitschko reichte den Eilantrag am 24. September ein, knapp fünf Wochen nach Panettieres Tod. Am 6. Oktober folgten weitere Gerichtsdokumente, in denen er die Strafverfolgungsbehörden ausdrücklich um Ermittlungen und um Hilfe bei der Wiederbeschaffung der mutmaßlich veruntreuten Vermögenswerte ersucht.

Die Vorgeschichte reicht Jahre zurück. Zwei Tage nach Panettieres Tod hatte Klitschko sich öffentlich geäußert – und dabei vor allem den Schutz seiner Tochter Kaya in den Mittelpunkt gestellt.

Schon 2018, nach der endgültigen Trennung des Paares, hatte Klitschko das alleinige Sorgerecht für Kaya erhalten. Warum Panettieres Mutter das Sorgerecht abgab, hat Lesley Vogel später selbst erklärt.

Von der Verlobung bis zum Gerichtsbeschluss

  1. 2009
    Beziehung beginnt

    Wladimir Klitschko und Hayden Panettiere werden ein Paar.

  2. 2013
    Verlobung

    Das Paar verlobt sich.

  3. Dezember 2014
    Tochter Kaya wird geboren

    Kaya kommt zur Welt.

  4. 2018
    Endgültige Trennung

    Klitschko erhält das alleinige Sorgerecht; Kaya lebt fortan überwiegend bei ihm in der Ukraine.

  5. 16. August 2026
    Panettiere stirbt mit 36 Jahren

    Sie stirbt in Greenville in South Carolina an einer versehentlichen Überdosis mehrerer Substanzen, darunter Fentanyl.

  6. 24. September und 6. Oktober 2026
    Klitschko beantragt den Schutz des Erbes

    Er reicht einen Eilantrag ein und fordert in weiteren Dokumenten Ermittlungen zum Pfandhaus-Verdacht.

  7. 8. Oktober 2026
    Gericht ernennt Klitschko

    Richterin Stephanie Santoro macht ihn zum vorläufigen Verwalter von Kayas Erbe.

Was Klitschko als Verwalter darf

Als vorläufiger Verwalter darf Klitschko die Polizei um Ermittlungen und um Hilfe bei der Wiederbeschaffung der mutmaßlich veruntreuten Vermögenswerte ersuchen. Er darf außerdem die noch offenen Steuererklärungen Panettieres unterzeichnen – ein Schritt, der ohne einen bestellten Vertreter nicht möglich wäre.

In seinem Antrag schreibt der frühere Boxweltmeister, warum er keine Zeit verlieren will.

„Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Eigentum, das zu Haydens Nachlass gehört, verloren gehen, beschädigt oder verschwendet werden kann, bevor ein ordnungsgemäß ernannter persönlicher Vertreter zu seinem Schutz eingesetzt werden kann.“
Wladimir Klitschko, Ex-Boxweltmeister und früherer Verlobter Panettieres

Kaya bestätigt ihre Identität per Videoschalte

Bei der Anhörung am 8. Oktober war die elfjährige Kaya per Videoschalte zugeschaltet. Sie bestätigte dem Gericht ihre Identität und machte einen ruhigen und gefassten Eindruck. Richterin Santoro vergewisserte sich persönlich: „Warst du das, Kaya?“ – „Ja, das war ich.“

Klitschko selbst war nur per Audio verbunden, nicht per Bild. Panettieres Mutter Lesley Vogel (70) stimmte der Ernennung Klitschkos schriftlich zu – ein Signal, weil damit auch die Großmutter die Verwaltung durch den Ex-Partner ihrer Tochter mitträgt.

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Der nächste Termin steht im Dezember an

Der nächste Gerichtstermin im Nachlassverfahren ist für den 7. Dezember angesetzt. Kaya muss daran nicht erneut teilnehmen.

Offen bleibt, ob die Polizei dem Hinweis auf das Pfandhaus nachgeht und ob der Schmuck zurückgeholt werden kann. Solange das Pfandhaus ohne Anfrage der Ermittler schweigt, fehlt Klitschko der entscheidende Nachweis, wer die Wertsachen an sich genommen hat.