Anna-Maria Ferchichi sieht Gleichberechtigung zulasten der Männer kippen
Bild: KI-generiert
Rollenbilder

Anna-Maria Ferchichi sieht Gleichberechtigung zulasten der Männer kippen

In der neuen Folge „Die Abwertung der Männer“ sagt Anna-Maria Ferchichi, die Gleichberechtigung rutschte in ein neues Ungleichgewicht – diesmal zulasten der Männer. Gleichzeitig will sie Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen nicht infrage stellen. Bushido widerspricht nur halb.

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Anna-Maria Ferchichi (44) sieht die Gleichberechtigung kippen – nur diesmal gegen die Männer. In der neuen Folge „Die Abwertung der Männer“ ihres Podcasts „Im Bett mit Anna-Maria und Anis Ferchichi“ sagt sie: „Nur jetzt habe ich das Gefühl, dass wir praktisch aus dieser Gleichberechtigung rausrutschen, wieder in ein Ungleichgewicht, aber jetzt geht's praktisch gegen Männer.“ Die Folge steht seit dem 8. Oktober bei RTL+.

Gleiche Rechte für Frauen und Männer befürwortet Ferchichi ausdrücklich: „Die Rechte sollen gleich sein.“ Zugleich stört sie, dass Unterschiede zwischen den Geschlechtern zunehmend infrage gestellt werden. „Ein Junge ist ein Junge und ein Mädchen ist ein Mädchen, was auch einfach Fakt ist [...] und das geht mir echt auf die Nerven“, sagt sie.

Instagram · @anna_maria_ferchichi

Ihr Mann Bushido (48), ihr Partner im Podcast, setzt den Akzent anders: Unterschiedlichkeit sei kein Werturteil. „Heißt es dadurch, dass Mann und Frau unterschiedlich sind, heißt es dementsprechend, dass der eine besser oder schlechter ist als der andere? Nein. Sie sind unterschiedlich.“ Die alte Vorstellung, Frauen seien für Haushalt und die Versorgung des Mannes zuständig, nennt er „Bullshit“.

Widersprüchliche Erwartungen an Männer

Als Beispiel nennt Ferchichi Frauen, die einerseits einen „Bad Boy“ wollen, andererseits aber genau gegenteiliges Verhalten einfordern. Mit Blick auf ihre acht Kinder sorgt sie sich, dass vor allem Jungen ihren Platz schwer finden. In der Debatte um Erwartungen an Männer melden sich derzeit mehrere Prominente zu Wort, etwa mit Ochsenknecht und Halmichs Klagen über Dating-Frust.

Beide Extreme lehnt sie ab. Über das alte Rollenbild und seine Umkehrung sagt sie: „Finde ich genauso scheiße, wie das wie es früher war, weil das in die gleiche Richtung geht.“ Ähnlich klingt Monika Grubers Kritik an modernen Rollenbildern: Die Kabarettistin wünscht sich echte Gentlemen und wirft Frauen vor, für andere Frauen viel kaputtzumachen.

Auch die Folgenbeschreibung bei RTL+ fragt, was die Emanzipation der Frauen mit Männern macht. Darin ist von Frauen die Rede, die ihren Wert daran bemessen, was Männer ihnen als Gegenleistung bieten – Urlaube, Autos, Uhren. Ausgestrahlt wird die Episode als Video-Folge 26 und Audio-Folge 163.

Männer in eine Ecke gedrängt

Einen Tag nach Erscheinen der Folge wirbt Ferchichi mit einem eigenen Beitrag für die Episode. Darin schreibt sie, Frauen seien heute unabhängig, selbstbewusst und stark – und das sei auch gut so. Zugleich formuliert sie die Sorge, die den Kern der Folge ausmacht.

„In unserer neuen Podcast-Folge sprechen Anis und ich über die Rollenbilder von Mann und Frau. Frauen sind heute unabhängig, selbstbewusst und stark, und das ist auch gut so. Aber ich habe manchmal das Gefühl, dass die Männer dabei immer mehr in eine Ecke gedrängt werden und gar nicht mehr wissen, welche Rolle sie eigentlich einnehmen sollen.“
Anna-Maria Ferchichi, Podcasterin, auf Instagram am 9. Oktober 2026

Streit um die Rollenbilder

RTL berichtete am 9. Oktober über dieselbe Folge und die veränderte Aufgabenverteilung im Hause Ferchichi nach der Rückkehr aus Dubai. Einen Tag später zogen BUNTE, FOCUS online und TV Spielfilm nach, am Abend Raptastisch und Yahoo Nachrichten. BUNTEs Bericht über ihren Ärger mit modernen Rollenbildern und die Einordnung der Geschlechter-Debatte bei FOCUS online fassen zusammen, worüber jetzt gestritten wird.

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Welche Rolle Männer nach Ferchichis Beschreibung noch einnehmen sollen, beantwortet die Folge nicht. Bushido sagt darin nur, unterschiedlich heiße nicht besser oder schlechter. Ob aus ihrem Vorstoß eine länger geführte Debatte wird, entscheidet sich mit der nächsten Ausgabe des Podcasts.