Lauren Graham nennt Gilmore Girls rückblickend keinen Hit
Lauren Graham (59) sagt in einem Podcast, „Gilmore Girls“ sei zu ihrer Ausstrahlung kein Erfolg gewesen. Als Gründe nennt sie den Donnerstagssendeplatz gegen „Friends“ und das Wort „Girls“ im Titel.
Lauren Graham (59) spielte sieben Staffeln lang Lorelai Gilmore. Heute sagt sie über die Serie, die Millionen als Kult kennen: Ein Erfolg war sie damals nicht. In der am 6. Oktober 2026 veröffentlichten Episode des Podcasts „Hey Dude… The '90s Called!“ sagte die Schauspielerin: „Damals war es keine Hitshow.“
Ihre Begründung liefert sie gleich mit. Zwei Dinge hätten „Gilmore Girls“ klein gehalten: der Sendeplatz und der Serientitel. Die Serie sei „klug und gut geschrieben“ gewesen – nur habe das damals kaum jemand gesehen.
Für Fans ist die Serie ein Dauerbrenner, für ihre Hauptdarstellerin war sie zu ihrer Ausstrahlung ein Nischenprogramm. Ihre Aussagen stehen in der Episode „Gilmore Girls, Parenthood & Plot Twists with Lauren Graham“, die Christine Taylor und David Lascher veröffentlichten. Auch in Deutschland greift der Bericht über Grahams Rückblick auf die Serie ihre Aussagen auf.
„Was mich auch amüsiert: Wenn Leute über die Show reden, sagen sie ‚diese Hitshow‘. Damals war es keine Hitshow.“
Lauren Graham, Schauspielerin und Darstellerin von Lorelai Gilmore
Donnerstags gegen „Friends“
Der Start war ein Kampf um jeden Zuschauer. „Gilmore Girls“ lief ab dem 5. Oktober 2000 donnerstags um 20 Uhr bei The WB – zur selben Zeit wie die Sitcom „Friends“. Im Verlauf der ersten Staffel wechselte die Serie ihren Sendeplatz.
Der neue Termin half wenig. Laut Graham lief die Serie „einen guten langen Abschnitt“ lang gegen NBCs „Must See TV“ mit „Friends“ – jenes Programmfenster, das damals den Donnerstagabend im US-Fernsehen dominierte.
Die Quittung war messbar: „Wir hatten die niedrigsten Einschaltquoten. Außerdem waren wir bei The WB, und da hieß es noch: ‚Was ist das?‘“, sagte Graham. The WB existierte von 1995 bis 2006 und erreichte deutlich weniger Haushalte als die großen Networks, 2006 wurde der Sender durch The CW ersetzt.
Der Titel bremste die Serie aus
Grahams zweite Theorie richtet sich gegen den eigenen Seriennamen. „Heiße These, aber etwas mit ‚Girls‘ im Titel schlägt einen guten Teil des Publikums aus“, sagte sie. Viele Zuschauer hätten gedacht: „Oh, das ist für junge Leute“ oder „Das ist für Frauen“.
„Gilmore Girls“ lief von 2000 bis 2007 über sieben Staffeln, zunächst bei The WB, ab 2006 bei The CW. Graham betont dabei, die Serie habe von Anfang an treue Anhänger gehabt.
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Erst Netflix machte sie groß
An die Stelle schwacher Quoten trat Jahre später eine zweite Karriere. 2014 kam die Serie zu Netflix und fand eine neue Zuschauergeneration. 2016 folgte die vierteilige Fortsetzung „Gilmore Girls: Ein neues Jahr“. Nach dem Netflix-Ausstieg 2026 lief die Serie bei Prime Video.
Graham beschreibt genau dieses späte Wachstum: „Damals war es kein Hit. Es war keine große Sache. Es hatte seine Anhänger, aber es ist auf eine Weise gewachsen, die man sich niemals hätte vorstellen können.“
„Gilmore Girls“ beginnt donnerstags um 20 Uhr – zur selben Zeit wie die Sitcom „Friends“.
2000/2001
Sendeplatzwechsel
Die Serie wechselt im Verlauf der ersten Staffel ihren Sendeplatz, läuft laut Graham aber weiter lange gegen NBCs „Must See TV“.
2006
The WB wird zu The CW
Der kleine Sender The WB wird eingestellt und durch The CW ersetzt.
2007
Ende nach sieben Staffeln
„Gilmore Girls“ endet bei The CW.
2014
Neustart auf Netflix
Die Serie kommt zu Netflix und findet eine neue Zuschauergeneration.
2016
Fortsetzung in vier Teilen
„Gilmore Girls: Ein neues Jahr“ erscheint bei Netflix.
2026
Umzug zu Prime Video
Nach dem Netflix-Ausstieg läuft die Serie bei Prime Video.
Doku und Buch sollen folgen
Graham und Serienschöpferin Amy Sherman-Palladino arbeiten an einer autorisierten Dokumentation für HBO Max, bei der Bonni Cohen Regie führt. Ein gemeinsames Buch über die Serie soll im Herbst 2027 erscheinen. 2025 hatte Graham einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame bekommen.
Ob die Dokumentation das Bild der Serie korrigiert, ist offen. Graham hat ihre Erklärung schon geliefert: Das Wort „Girls“ im Titel habe einen Teil des Publikums glauben lassen, die Serie sei nur für junge Zuschauer oder Frauen – und damit die „kluge und gut geschriebene“ Serie verdeckt.