Evelyn Burdecki schildert Panik nach Befund in der Brust
Bild: KI-generiert
HPV-Aufklärung

Evelyn Burdecki schildert Panik nach Befund in der Brust

Bei einem Frauenarzttermin wurde eine vergrößerte Drüse in ihrer Brust festgestellt – kein Krebs, aber Panik und schlaflose Nächte. Jetzt wirbt Evelyn Burdecki (37) für die HPV-Impfung und spricht über zwei Krebstote in ihrer Familie.

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Eine vergrößerte Drüse in der Brust hat Evelyn Burdecki (37) in Panik versetzt. Ihre Frauenärztin stellte den Befund bei einem Termin im vergangenen Jahr fest. Am Ende war er harmlos – kein Krebs. Doch bis zur Entwarnung dauerte es.

„Bis ich den erlösenden Befund hatte, konnte ich nachts kaum schlafen, ich hatte Panik“, sagt Burdecki. Die Phase bis zur Gewissheit nennt sie „furchtbar“.

Anlass des Gesprächs ist ihre neue Rolle als Botschafterin: In dem Stern-Interview zur HPV-Impfkampagne vom 10. Oktober 2026 wirbt sie für die Kampagne „HPV is real" der Initiative „Entschieden. Gegen Krebs." und klärt über Humane Papillomviren und die HPV-Impfung auf.

Statt zu schweigen, macht sie ihre Angst öffentlich. Ein Vorsorgetermin mit Folgen ist kein Einzelfall: Sarah Kuttners Absage nach dem Krebsvorsorgetermin zeigt, wie stark ein solcher Arztbesuch den Alltag umwerfen kann.

Ihre Angst hatte eine Vorgeschichte

In Burdeckis Familie ist Brustkrebs kein abstraktes Risiko. Zwei nahe Verwandte erkrankten und starben daran. Ihre Tante wurde 50 Jahre alt, ihre Cousine 35.

„Burdecki sagt über ihre Tante und Cousine: „Meine Tante ist mit 50 an Brustkrebs gestorben, meine Cousine mit 35.““
Evelyn Burdecki, TV-Persönlichkeit und Dschungelcamp-Siegerin

Die beiden Todesfälle erklären, warum ein auffälliger Befund bei ihr sofort Krebsbilder auslöst. Über ihre Trauer sagt sie nur einen Satz: „Man lernt, damit weiterzuleben, aber das Vermissen bleibt.“

Wie unterschiedlich Betroffene mit einer Krebserkrankung weiterleben, zeigt Uwe Herrmanns Leben mit der Krebsdiagnose.

Beim Frauenarzt fiel erstmals das Wort HPV

Der Termin hatte noch eine zweite Folge: Bei genau diesem Besuch sprach ihre Frauenärztin sie erstmals auf die HPV-Impfung an. Vorher war das Thema in ihrem Alltag nicht vorgekommen.

Mit der Kampagne „HPV is real“ will die Initiative „Entschieden. Gegen Krebs.“ über Humane Papillomviren und die Schutzimpfung informieren. Burdecki erzählt darin, wie sie selbst davon erfahren hat – und spricht auch über sexuelle Gesundheit.

Wie die Impfempfehlung einzuordnen ist, zeigt der Bericht von t-online über Burdeckis Fall. Die Düsseldorfer Regionalausgabe greift Burdeckis Fall am 12. Oktober auf und ordnet ihn in die Empfehlung der Ständigen Impfkommission ein.

Sie fragt Freunde nach dem letzten Test

Burdecki bleibt nicht bei ihrer eigenen Geschichte. Sie spricht Freundinnen und Bekannte direkt auf Vorsorgeuntersuchungen an und bietet an, den Weg gemeinsam zu gehen.

„Burdecki berichtet, wie sie Freundinnen anspricht: „Ich sage dann: ‚Wann war dein letzter Test?‘ Oder ich biete an: ‚Wir können auch zusammen zum Test gehen. Dann hast du die Sicherheit – und ich auch.‘““
Evelyn Burdecki, TV-Persönlichkeit und Dschungelcamp-Siegerin

Das Zitat zeigt, wie sie mit ihrer Angst umgeht: nicht schweigen, sondern nachfragen. Die Sicherheit, die sie anderen anbietet, will sie auch für sich selbst.

Offen bleibt, wie viele ihr folgen

Am 11. Oktober griffen BUNTE und FOCUS online das Interview auf und berichteten über den Frauenarztbefund und Burdeckis Krebsangst. Einen Tag später folgte die Düsseldorfer Regionalausgabe von t-online.

Ob ihre Offenheit mehr Menschen zu einer HPV-Impfung oder zu einem Test bewegt, lässt sich nicht messen. Genau darauf zielt die Kampagne, für die Burdecki ihren eigenen Arztbesuch öffentlich macht.

Burdecki hat ihre Angst preisgegeben. Offen ist, ob andere ihr folgen – und ob in Familien mit Krebsfällen künftig offener über Vorsorge gesprochen wird.

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