Britney Spears rechnet in gelöschtem Video mit Eltern ab
Britney Spears nennt sich in einem inzwischen gelöschten Instagram-Beitrag „bitter“ und rechnet mit ihren Eltern ab: Sie habe 15 Jahre lang sieben Tage die Woche gearbeitet, ohne über das eigene Leben bestimmen zu können. Ihr Vater Jamie Spears betont bis heute, stets in ihrem Interesse gehandelt zu haben.
„Yes, I'm bitter“ ist der Satz, mit dem Britney Spears (44) auf ihre Eltern zielt. Am Sonntag, 11. Oktober 2026, stellte die Sängerin ein Video online, in dem sie in schwarzer Spitzenunterwäsche und schwarzen Lederstiefeln durch ihr Haus läuft. Der Beitrag ist inzwischen gelöscht – die Bildunterschrift darunter war lang, wütend und richtete sich gegen ihre Eltern.
Adressaten sind ihr Vater Jamie (74) und ihre Mutter Lynne Spears (71). In der Bildunterschrift schreibt Spears, sie sei verbittert – über „all the hours, seconds, time, and secretly, subconsciously knowing my capabilities as a woman". Gemeint sind die verlorenen Jahre und die Erkenntnis, ihre Fähigkeiten als Frau immer gekannt, aber nie gelebt zu haben. Wie Page Six über die bittere Abrechnung berichtet, beschreibt sie sich rückblickend als „sweet, innocent girl", das alles glaubte, was man ihm sagte.
Automatische Übersetzung · Englisch
Also, welches Jahr ist es, meine Freunde 🤓🤓🤓 ???
Instagram · @britneyspears
Sieben Tage die Woche, 15 Jahre lang
Der Kern ihres Vorwurfs ist die Zeit. Sie habe „seven days a week for 15 years“ gearbeitet, ohne selbst über Alltagsentscheidungen verfügen zu können. Früher habe sie nicht einmal „fly somewhere just to meet a friend“ können – nur, um einen Freund zu treffen, an einen anderen Ort zu fliegen, sei nicht möglich gewesen.
Ihre Eltern hätten die Kontrolle übernommen, als ihr Name groß wurde. „When my name rises to the occasion … that's when people take over, like my mamma and daddy did for 15 years", schreibt sie. Gegen ihren Vater Jamie Spears hatte sie bereits Ende August schwere Vorwürfe erhoben – der Bericht über Zwang zu Auftritten trotz Panikattacken steht seit dem 28. August online.
Erster Dollar, 15 Reisen im Jahr
Zurückhaltend fällt ihre Bilanz nicht aus. Erst vor fünf Jahren, schreibt sie, habe sie ihren ersten Ein-Dollar-Schein in der Hand gehalten: „And just five years ago, I was able to hold my first one-dollar bill… And people sit back and honestly say I'm the crazy one.“ Dass man sie für die Verrückte hält, quittiert sie mit einem derben Fluch.
Sie zeichnet sich zugleich als Vielreisende. „I've traveled the past six years alone“, schreibt sie und rechnet nach: 15 Reisen im Jahr mit je zwei Wochen seien „a lot of alone time“. Auf den Vorwurf, verrückt zu sein, antwortet sie an anderer Stelle: „They say the crazy ones are usually the best.“ Sie sei nicht verrückt gewesen, sondern früher „literally insane“ – im Stillhalten habe ein eigener Wahnsinn gelegen, so wie ihr Herz früher funktioniert habe.
Die Vormundschaft endete 2021
Der Hintergrund ihrer Wut reicht bis 2008 zurück. Nach öffentlichen psychischen Krisen wurde im Februar 2008 eine Vormundschaft eingerichtet, ihr Vater Jamie übernahm die Kontrolle über Person und Vermögen. Im Juli 2021 sagte Spears vor Richterin Brenda Penny aus, nannte die Vormundschaft „abusive" und forderte, ihren Vater zu entmachten. Im September 2021 wurde er als Verwalter suspendiert. Die Vormundschaft endete im November 2021 – die Abrechnung mit den Eltern nach verlorener Freiheit dauert an.
Von der Vormundschaft zum gelöschten Beitrag
Februar 2008
Vormundschaft wird eingerichtet
Nach öffentlichen psychischen Krisen übernimmt Vater Jamie Spears die Kontrolle über Person und Vermögen seiner Tochter.
Juli 2021
Spears nennt die Vormundschaft „abusive“
In einer Aussage vor Richterin Brenda Penny fordert sie, ihren Vater zu entmachten.
September 2021
Jamie Spears wird suspendiert
Er verliert die Verwaltung des Vermögens seiner Tochter.
November 2021
Die Vormundschaft endet
Das Gericht hebt die Regelung offiziell auf – die Nachwirkungen begleiten Spears bis heute.
Oktober 2023
Memoiren „The Woman in Me“ erscheinen
Darin beschreibt Spears den Verlust ihrer Individualität.
4. März 2026
Verhaftung wegen Trunkenheit am Steuer
Im Mai akzeptiert ihr Anwalt einen Vergleich: ein Jahr informelle Bewährung und 30 Stunden Alkohol-Schulung.
11. Oktober 2026
Gelöschter Beitrag mit Abrechnung
In schwarzer Spitzenunterwäsche rechnet Spears in der Bildunterschrift mit ihren Eltern ab.
Die Nachwirkungen begleiten Spears bis heute: 2023 veröffentlichte sie ihre Memoiren „The Woman in Me", in denen sie den Verlust ihrer Individualität beschreibt. Jamie Spears betont bis heute, er habe stets im Interesse seiner Tochter gehandelt – die Vorwürfe aus der Vormundschaftszeit weist er damit zurück. Dass Spears sich öffentlich Luft macht, ist kein Ausrutscher: Schon im August hatte sie sich in einem Beitrag schwere Schuldgefühle gegenüber ihren Söhnen eingestanden und ihre Eltern erneut scharf kritisiert – nachzulesen in Britney Spears' Abrechnung mit Eltern und Vormundschaft.
Offen bleibt die Antwort der Familie
Öffentliche Reaktionen von Jamie und Lynne Spears auf den Beitrag sind bislang nicht bekannt. Der Streit um die Vormundschaft ist fünf Jahre nach ihrem Ende nicht beigelegt – ausgetragen wird er weiter auf Instagram, in Videos und in Bildunterschriften, die kurz darauf verschwinden.
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Offen ist auch, was Spears mit ihren Vorwürfen erreichen will. Sie selbst beschreibt die Jahre unter Vormundschaft immer wieder als Verlust; ihr Vater hat die Kritik stets zurückgewiesen. Ob die Familie diesmal öffentlich antwortet, entscheidet, ob aus einem gelöschten Beitrag ein neuer Streit wird.