Audi liefert im dritten Quartal 314.905 Autos aus – 19,7 Prozent weniger
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Quartalszahlen

Audi liefert im dritten Quartal 314.905 Autos aus – 19,7 Prozent weniger

Audi verkauft im dritten Quartal 2026 fast ein Fünftel weniger Autos und erklärt den Einbruch mit Modellwechseln. Der Mutterkonzern VW verliert zeitgleich in China 38,5 Prozent, in Deutschland läuft der Abbau von bis zu 7.500 Stellen.

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314.905 Fahrzeuge – mehr hat Audi im dritten Quartal 2026 nicht ausgeliefert. Das ist ein Minus von 19,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Zahlen der Kernmarke für das dritte Quartal 2026 hat der Hersteller am 12. Oktober veröffentlicht.

Den Rückgang erklärt Audi mit Modellwechseln und dem Auslaufen der Volumenmodelle A1 und Q2, deren Produktion 2026 endet. Der Mutterkonzern Volkswagen lieferte im dritten Quartal weltweit rund 1,89 Millionen Fahrzeuge aus, 14,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. In China brach der Konzernabsatz um 38,5 Prozent ein.

Was Audi mit A1 und Q2 verliert

Auf neun Monate gerechnet kommt Audi auf 1,04 Millionen Auslieferungen, 11,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. In Deutschland und Europa liegt die Kernmarke in diesen neun Monaten dagegen leicht im Plus. Die regionalen Entwicklungen unterscheiden sich damit deutlich.

A1 und Q2 gehören zu den Volumenmodellen der Marke, ihre Produktion läuft 2026 aus. Ersatz soll aus neuen Elektromodellen kommen, darunter Fahrzeuge, die Audi in China entwickelt – in einem Markt, in dem bereits mehr E-Autos als Verbrenner zugelassen werden. Der Vergleich mit früheren Jahren zeigt die Dimension des Einbruchs.

Audi-Auslieferungen der Kernmarke im dritten Quartal

Fahrzeuge je Quartal

Quelle: Audi / autohaus.de

China bricht weg, Europa zieht an

In China brach der Konzernabsatz im dritten Quartal um 38,5 Prozent ein. Audi-Vertriebsvorstand Martin Sander rechnet das Problem nicht allein seinem Haus zu:

„Der deutlich rückläufige Gesamtmarkt in China bleibt eine branchenweite Herausforderung. Gleichzeitig beginnen unsere neuen, lokal entwickelten Elektromodelle ihre Wirkung zu entfalten.“
Martin Sander, Audi-Vertriebsvorstand

Für den Heimatmarkt meldet Sander dagegen Rückenwind: In Deutschland beobachtet er einen beschleunigten Trend zum vollelektrischen Fahrzeug, getrieben von hohen Kraftstoffpreisen und einem größeren Angebot an Einstiegsmodellen. Konzernweit war im dritten Quartal rund jeder achte ausgelieferte Wagen ein reines Elektroauto.

Sparen, Stellen streichen, Kursziele senken

Der Sparkurs läuft seit Monaten. Bereits im März 2025 kündigte Audi an, in Deutschland bis 2029 bis zu 7.500 Arbeitsplätze abzubauen und damit mehr als eine Milliarde Euro pro Jahr einzusparen. Bei Volkswagen greift der Umbau tiefer: Der Zukunftsplan 2030 mit 50.000 weiteren Stellenstreichungen ist beschlossen.

Die Halbjahreszahlen zeigen, wie stark das Geschäft schrumpft: Der Halbjahresbericht 2026 des Audi-Konzerns weist einen Umsatzrückgang von 32,6 auf 29,2 Milliarden Euro aus; das operative Ergebnis stieg leicht auf 1,12 Milliarden Euro. An der Börse notiert die VW-Aktie knapp über 68 Euro, Analysten senken ihre Kursziele.

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Ob die Rechnung aufgeht, entscheidet sich 2027. Mit dem Produktionsende von A1 und Q2 verliert Audi zwei Volumenmodelle, die neuen Elektromodelle sollen die Lücke füllen. Der nächste Belastungstest kommt mit der Quartalsmeldung für die ersten drei Monate – und mit der Frage, ob die angekündigten 7.500 Stellen bis 2029 ausreichen.