Prinz Harry startet fünfteiligen Trauerkurs bei MasterClass
Bild: KI-generiert
Trauerkurs

Prinz Harry startet fünfteiligen Trauerkurs bei MasterClass

In einem neuen MasterClass-Kurs spricht Prinz Harry (42) offen über Trauer, Vatersein und ein Foto seiner Kinder, das er selbst aufgenommen hat. Während er von Archie und Lilibet schwärmt, bleibt das Verhältnis zu Bruder William zerrüttet – und über seine Gage wird weiter gestritten.

Veröffentlicht
JUX auf Google folgen

Ein einziges Foto hat Prinz Harry (42) in einem neuen Online-Kurs so offen über sein Leben sprechen lassen wie selten – und zeigt zugleich, wie tief der Graben zu seinem Bruder Prinz William (44) ist.

Am 8. Oktober 2026 startete bei MasterClass der fünf-teilige Kurs „Redefining Grief: Building Resilience Through Loss“, zwei Tage vor dem Welttag der seelischen Gesundheit. An Harrys Seite lehrt die Trauer-Neurowissenschaftlerin Dr. Mary-Frances O'Connor. Verfügbar ist der Kurs laut der offiziellen Ankündigung des Kursstarts bei MasterClass ausschließlich auf der Plattform. Harry selbst nennt sich einen „Studenten der Trauer“.

Ein Foto aus Archies Geburtstagswoche

Der emotionalste Moment hängt an einem Bild, das Harry eigenen Worten zufolge selbst aufgenommen hat. Zu sehen sind Archie und Lilibet, Hand in Hand in der Natur: barfuß an einem Gezeitenbecken, im Hintergrund eine Bergkulisse, der große Bruder mit einem langen Stock in der Hand. Meghan hatte das Foto am 6. Mai 2026 zu Archies siebtem Geburtstag veröffentlicht.

Für Harry ist die Aufnahme kein Beiwerk, sondern der Anlass, im Kurs über das Vatersein zu sprechen. Der Anblick der beiden Geschwister berühre ihn sehr, sagt er. Zum Start unterstützt MasterClass zwei Organisationen, die trauernde Kinder begleiten: Scotty's Little Soldiers in Großbritannien, für die Harry als globaler Botschafter tätig ist, und das Comfort Zone Camp in den USA.

„Ich liebe dieses Foto. Ich habe dieses Foto aufgenommen. Das war kurz vor Archies Geburtstag. Die beiden, Bruder und Schwester, die in der Natur so friedlich miteinander umgehen, erwärmen mir das Herz.“
Prinz Harry, Herzog von Sussex

Vatersein als emotionale Achterbahnfahrt

Harry macht im Kurs keinen Hehl daraus, dass ihn das Vatersein fordert. Er nennt es eine emotionale Achterbahnfahrt und räumt ein, er hätte gern vorher gewusst, wie schwer es werden würde.

„Ich bin stolz darauf, dass wir es so weit geschafft haben. Ich bin einfach überglücklich, dass ich zwei gesunde, wunderschöne, unterhaltsame und sehr lustige Kinder habe. Vater zu werden ist eine emotionale Achterbahnfahrt. Ich wünschte, ich hätte gewusst, wie schwer es sein würde, Vater zu sein. Aber ich würde es um nichts in der Welt ändern wollen.“
Prinz Harry, Herzog von Sussex

Seinen eigenen Rat formuliert Harry als Warnung an sich selbst: „Halt dich gut fest, denn das wird eine verdammt wilde Fahrt.“ Konkret wird er bei der Balance von Beruf und Familie: Nicht länger als zehn Tage will er von Meghan und seinen Kindern getrennt sein, wie der Bericht über Harrys eiserne Trennungsregel festhält. Sie helfe ihm, mehrere Rollen zu vereinbaren – auch mit Blick auf die Rückkehr der Familie nach Großbritannien im August 2026.

Ein Prinz ohne Ort für seine Trauer

Der Kurs verknüpft das Vatersein eng mit Harrys eigener Trauerbiografie. Als seine Mutter Prinzessin Diana 1997 starb, war Harry zwölf; jahrelang sei er emotional betäubt gewesen. „Ich habe nicht geweint, als man mir sagte, dass meine Mutter gestorben ist, nur bei ihrer Beerdigung, und dann fast zwei Jahrzehnte lang nicht mehr“, sagt er. Diese Gefühllosigkeit habe er lange für Stärke gehalten – in Wahrheit sei er „ein Zwölfjähriger ohne die Erlaubnis, auseinanderzubrechen“ gewesen.

Selbst beste Versorgung habe nicht gereicht: „Ich bin ein Prinz, um Himmels willen, aber ich trauerte immer noch und hatte keinen Ort, an dem ich diese Gefühle ablegen konnte.“ Auf die Frage „Geht es dir gut?“ habe er 15 bis 20 Jahre lang mit „Mir geht es gut“ geantwortet. Ende 2019 folgte nach dem Umzug nach Kanada ein „Adrenalin-Crash“ und rund zwei Wochen Depression. Erst die Erkenntnis, dass seine Mutter ihm vor allem Glück gewünscht hätte, sei ein „gewaltiger mentaler Umschwung“ gewesen.

Von Dianas Tod bis zum Kursstart

  1. 31. August 1997
    Prinzessin Diana stirbt in Paris

    Harry ist zwölf Jahre alt. Er weint nur bei der Beerdigung – danach nach eigener Schilderung fast zwei Jahrzehnte nicht mehr.

  2. November 2019
    Umzug nach Kanada

    Nach dem Rückzug aus dem royalen Alltag erlebt Harry laut eigener Darstellung einen „Adrenalin-Crash“ und rutscht rund zwei Wochen in eine Depression.

  3. 6. Mai 2026
    Meghan veröffentlicht das Foto

    Zum siebten Geburtstag von Archie erscheint die Aufnahme, die Harry im Kurs als sein eigenes Bild beschreibt.

  4. Juni 2026
    Aufzeichnung in Kalifornien

    MasterClass zeichnet die fünf Kursteile auf – nicht in Harrys Haus in Montecito.

  5. 8. Oktober 2026
    Kursstart bei MasterClass

    Der Kurs erscheint; die Plattform unterstützt Scotty's Little Soldiers und das Comfort Zone Camp.

  6. 12. Oktober 2026
    Breite Berichterstattung

    Medien berichten über Harrys Aussagen zum Foto, zum Vatersein und über seine Bezahlung.

Der Bruder und die Gage

Das Familienglück mit Meghan und den Kindern steht in deutlichem Kontrast zum Verhältnis zu Thronfolger Prinz William. Die Brüder gelten seit Jahren als zerstritten; Harrys Kritik am Königshaus in seinen Memoiren und in TV-Interviews erschwert eine Aussöhnung zusätzlich. Im Kurs wird William kaum erwähnt – und wenn, dann beim Besuch der Blumenberge vor dem Kensington-Palast, wo die Trauernden „mehr Emotionen zeigten, als wir konnten“, wie Harry sagt. Laut Berichten wollte er Ende August 2026 mit einem Friedensangebot an William und Kate auf seinen Bruder zugehen.

Auch das Geld ist Thema: Ein Harry nahestehender Sprecher bestätigte, dass der Herzog für den Auftritt bezahlt wurde – ohne Zahlen zu nennen. Die „Daily Mail“ berichtete von möglicherweise 100.000 US-Dollar plus Beteiligung an den Abo-Erlösen; eine MasterClass-Jahresmitgliedschaft kostet umgerechnet etwa 120 bis 228 Pfund. Der Sprecher verteidigte Harry: Er solle nicht dafür kritisiert werden, „aus dem Herzen heraus zu sprechen“. Ob sich ein Trauerkurs mit einer Gage dieser Größenordnung verträgt, bleibt offen.

Umfrage
Lädt