Beatrice Egli sieht Kritik an ihrem Körper als Gesellschaftsproblem
Bild: KI-generiert
Bodyshaming

Beatrice Egli sieht Kritik an ihrem Körper als Gesellschaftsproblem

Beatrice Egli (38) hat in der SRF-Sendung „Gredig direkt“ über Bodyshaming gesprochen und die Kritik an ihrem Aussehen als gesellschaftliches Problem bezeichnet. Zwei Tage später trat sie als erste Schweizer Solokünstlerin im Zürcher Hallenstadion auf; deutsche Medien griffen ihre Aussagen ab dem 14. Oktober auf.

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Für einen Körper verurteilt zu werden, an dem nichts falsch ist – das hat Beatrice Egli (38) nach eigener Schilderung am eigenen Leib erfahren. In der SRF-Sendung „Gredig direkt“ sprach sie am 8. Oktober über die Verurteilung eines gesunden Körpers, über Hasskommentare und ihre Privatsphäre.

Zwei Tage später stand sie im Zürcher Hallenstadion – als erste Schweizer Solokünstlerin überhaupt. Nicht ihren Körper nennt sie das Problem, sondern den Blick darauf: „Das ist ein gesellschaftliches Ding“, sagte Egli. Ähnliches schildern andere Prominente, etwa Ricarda Lang über die Scham für ihren Körper.

„Ich habe auf brutale Art und Weise am eigenen Leib erfahren, was es bedeutet, für das eigene Aussehen verurteilt zu werden – für einen Körper, der gesund ist, der mir gegeben wurde und an dem überhaupt nichts falsch ist.“
Beatrice Egli, Schlagersängerin

Ein Prozess ohne Endpunkt

Selbstliebe beschreibt sie nicht als Zustand, sondern als Arbeit. „Das ist ein Prozess, den wir alle das Leben lang lernen dürfen“, sagte Egli in der Sendung. Zugleich macht sie deutlich, wie sehr die Kommentare weiter treffen: „Klar tut es manchmal weh.“

Den Maßstab setzt sie bei dem, was sie anderen zugesteht. Es ist ihr Satz gegen die jahrelange Kritik an ihrem Aussehen:

„Die beste Freundin, die ich für andere bin, muss ich auch für mich selbst sein.“
Beatrice Egli, Schlagersängerin

Ihr Aussehen versteht sie als Momentaufnahme, nicht als festen Zustand. „Dieser Prozess dauert bis heute. Denn der Körper verändert sich weiterhin. Ich werde nie so bleiben wie jetzt“, sagte sie. Deutsche Medien berichteten anschließend darüber, wie sie den bis heute dauernden Prozess beschreibt.

Gegenwind als Antrieb

Der Gegenwind ist für Egli kein neues Phänomen. Im Mai 2013 gewann sie das Finale der zehnten DSDS-Staffel mit 70,25 Prozent der Zuschauerstimmen; aus der Castingshow wurde eine Schlagerkarriere, die von Debatten über ihr Aussehen begleitet wird. „Alles, was an Gegenwind kam, war für mich immer Antrieb“, sagte sie in der SRF-Sendung.

Anlass des Gesprächs mit Urs Gredig war ihr Konzert am 10. Oktober im Zürcher Hallenstadion. Dort trat Egli als erste Schweizer Solokünstlerin überhaupt auf; die Folge lief zwei Tage vor dem Auftritt auf SRF 1.

Von der Castingshow ins Hallenstadion

  1. Mai 2013
    Sieg bei DSDS

    Beatrice Egli gewinnt das Finale der zehnten DSDS-Staffel mit 70,25 Prozent der Zuschauerstimmen.

  2. 8. Oktober 2026
    SRF zeigt „Gredig direkt“

    Im Gespräch mit Urs Gredig spricht Egli über Bodyshaming, Hasskommentare und ihre Privatsphäre.

  3. 10. Oktober 2026
    Konzert im Zürcher Hallenstadion

    Egli tritt dort als erste Schweizer Solokünstlerin überhaupt auf.

  4. 14. Oktober 2026
    Deutsche Medien greifen die Aussagen auf

    prisma, die Schwaebische Post und BUNTE berichten über ihre Schilderung; am 15. Oktober folgen fnp.de und hna.de.

Von der SRF-Runde in die deutschen Schlagzeilen

Am 14. Oktober griffen deutsche Medien die Aussagen auf: prisma, die Schwaebische Post und BUNTE berichteten über ihre Schilderung, einen Tag später folgten fnp.de und hna.de. BUNTE stellte zudem ein Video ins Netz, das den Satz vom Bodyshaming am „eigenen Leib“ aufgreift.

In dem Gespräch mit Urs Gredig ging es neben Bodyshaming auch um Hasskommentare und den Schutz ihrer Privatsphäre. Egli verhandelt das Thema als Gesellschaftsfrage, nicht als Privatsache einer Sängerin. Ob Sender und Veranstalter daraus Konsequenzen ziehen, ist bislang nicht entschieden.

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Nach dem Hallenstadion geht die Tournee „Tanzen – Lachen – Leben“ weiter: Am 24. Oktober singt Egli in Berlin, am 14. November endet die Reise mit dem Finale in der Wiener Stadthalle. Ob die Debatte über Bodyshaming bis dahin eine Antwort der Branche findet, ist offen.