Heinz Hoenig (75) hat am Donnerstagabend in der Hamburger Kultkneipe „Zwick“ auf St. Pauli nachgefeiert, was im September ausfallen musste: seinen 75. Geburtstag. Gut vier Wochen nach dem Rettungshubschrauber-Flug in die Magdeburger Uniklinik stand der Schauspieler wieder auf einer Bühne – und griff selbst zum Mikrofon.
Der Abend war kein leises Beisammensein. Hoenig sang „Aloha heja he“ von Achim Reichel, auf Aufnahmen seiner Frau ist er beim Mitsingen und Luftgitarrespiel zu sehen, später folgte ein Duett mit Susi Salm. Die Party dauerte bis tief in die Nacht, wie BILD über die nachgeholte Geburtstagsfeier berichtet.
Mitgefeiert haben Ehefrau Annika Kärsten-Hoenig (41), zahlreiche Freunde und geladene Gäste. Für Hoenig war der Abend eine Rückkehr an einen Ort, an dem er früher regelmäßig gefeiert hat.
Absage im September, Nachfeier im Oktober
Geplant war die Party für den 24. September, Hoenigs 75. Geburtstag, als Überraschung – mit Hafenrundfahrt und anschließendem Besuch im „Zwick“. Dazu kam es nicht: Nach seinem Klinikaufenthalt musste der Schauspieler sich schonen, die Feier fiel aus.
Statt in Hamburg feierte Hoenig im kleinen Kreis zu Hause in Blankenburg im Harz. Seine Frau versprach damals, die Party nachzuholen – im September war noch offen, wann das möglich sein würde.
„Das Ganze war als Überraschung für Heinz geplant gewesen. Aber er muss sich jetzt schonen. Wir feiern im kleinen Rahmen bei uns zu Hause in Blankenburg und holen die Party zu einem späteren Zeitpunkt nach.“
Genau drei Wochen nach dem ursprünglichen Termin war es so weit. Die nachträgliche Geburtstagsfeier auf St. Pauli war der erste große Auftritt des Schauspielers seit dem Rückschlag Mitte September.
Ein Porträt von Uli und Susi Salm
Die Kneipeninhaber Uli Salm (78) und Susi Salm überreichten Hoenig im „Zwick“ ein Porträt beziehungsweise eine Karikatur von ihm. Den Rahmen für den Abend lieferte das 50-jährige Jubiläum der Hamburger Rockband „Rudolf Rock & die Schocker“.
Uli Salm hatte Hoenigs Krankengeschichte seit dessen Zusammenbruch im Jahr 2024 verfolgt. Vor der Feier sagte der Wirt, was ihm der gemeinsame Abend bedeutet.
„Ich freue mich sehr, dass Heinz beim Jubiläum dabei ist und es ihm wieder besser geht. Und dass wir alle diese Party noch einmal gemeinsam feiern können.“
Für Hoenig schließt sich mit dem Abend ein Kreis: Das „Zwick“ gehörte früher zu seinen Stammlokalen, heute ist es der Ort, an dem seine Rückkehr gefeiert wurde. Mitinhaber der Kneipe ist TV-Legende Hugo Egon Balder, der seit 2007 Schlagzeug bei „Rudolf Rock & die Schocker“ spielt.
Wilde Zeiten im Stammlokal
Uli Salm erinnert sich an wilde Zeiten in seiner Kneipe: Nach durchfeierten Nächten ging es für seine Gäste morgens direkt zum Drehort weiter. Auch Hoenig war damals oft dabei.
„Heinz hat ja damals viel bei uns im Zwick gefeiert, die sind manchmal morgens vom Lokal direkt zum Drehort gefahren. Die hatten damals unheimlich Power, es waren wilde und schöne Zeiten im Zwick.“
Das Lokal hat mit TV-Legende Hugo Egon Balder einen prominenten Mitinhaber. Balder sitzt seit 2007 bei „Rudolf Rock & die Schocker“ am Schlagzeug – derselben Band, deren 50-jähriges Bestehen den Abend mit Hoenig rahmte.
143 Tage Intensivstation
Der Weg zurück in die Öffentlichkeit war lang. Im April 2024 kam Hoenig mit Atemnot und einer Magen-Darm-Infektion ins Krankenhaus. Die Ärzte stellten eine bakterielle Infektion an Aorta und Herzstent fest – und ein lebensbedrohliches Loch in der Speiseröhre.
Es folgten mehrere schwere Operationen, zeitweise lag der Schauspieler im künstlichen Koma: unterm Strich 143 Tage auf der Intensivstation. Danach war er zu Hause auf aufwendige Pflege angewiesen.
Von der Intensivstation zurück auf die Bühne
- April 2024Atemnot führt in die Klinik
Hoenig kommt mit Atemnot und einer Magen-Darm-Infektion ins Krankenhaus. Die Ärzte finden eine bakterielle Infektion an Aorta und Herzstent sowie ein lebensbedrohliches Loch in der Speiseröhre.
- bis Ende September 2024Mehrere Operationen, 143 Tage Intensivstation
Mehrere schwere Eingriffe, zeitweise künstliches Koma. Danach folgt aufwendige Pflege zu Hause.
- Frühjahr 2026Geplante Herz-Operation zunächst nicht mehr nötig
Hoenigs Zustand stabilisiert sich so weit, dass der Eingriff verschoben werden kann.
- 13. September 2026Rettungshubschrauber nach Magdeburg
Wegen erneuter Herzprobleme wird Hoenig vom Krankenhaus in Halberstadt in die Uniklinik Magdeburg geflogen, zunächst auf die Intensivstation.
- 18. September 2026Entlassung aus der Klinik
Hoenig darf die Uniklinik wieder verlassen, es gibt Entwarnung.
- 24. September 2026Geburtstag im kleinen Kreis
Die Hamburger Überraschungsparty fällt aus. Hoenig feiert seinen 75. in Blankenburg im Harz, die Feier soll nachgeholt werden.
- 15. Oktober 2026Nachfeier im „Zwick“
Hoenig feiert auf St. Pauli nach, zugleich 50. Jubiläum von „Rudolf Rock & die Schocker“. Er singt „Aloha heja he“.
Im Frühjahr 2026 stabilisierte sich Hoenigs Zustand so weit, dass eine geplante Herz-Operation zunächst nicht mehr nötig war. Am 13. September wurde er wegen erneuter Herzprobleme vom Krankenhaus in Halberstadt aus in die Uniklinik Magdeburg geflogen; der erneute Klinikaufenthalt mit Helikopter-Transport endete am 18. September mit der Entlassung.
Wie viel Bühne verträgt der Genesene?
Für Hoenig war der Abend kein Routine-Termin. Der Mann, der 143 Tage auf der Intensivstation lag und Mitte September aus der Magdeburger Uniklinik entlassen wurde, stand wieder vor Publikum – und sang.
Nach der Entlassung aus der Klinik hieß es, Hoenig müsse sich schonen. Wie viel Raum die Bühne in seinem Alltag künftig bekommt, hängt davon ab, wie stabil seine Gesundheit bleibt.
