Jochen Schropp fürchtete ein Callcenter beim Zuschauervoting
Jochen Schropp hat im Podcast zugegeben, dass er einen Sieg von Kim Virginia und Nikola Grey bei „Promi Big Brother“ fürchtete – weil die beiden ein Callcenter für das Zuschauervoting engagiert haben könnten. Einen Tag vor dem Finale werden seine Sätze breit zitiert.
Jochen Schropp (47) hat eine Angst eingeräumt, die er während der laufenden Staffel von „Promi Big Brother“ nie ausgesprochen hatte: Er fürchtete, Kim Virginia (31) und Nikola Grey (30) könnten für das Zuschauervoting ein Callcenter engagieren.
Der Moderator sagte das in der Podcast-Folge „Highway to Lell“ seines Formats „Sendepause Fehlanzeige“. Sie erschien am 16. Oktober, ist 1:06:19 Stunden lang – und wurde erst zwei Tage später zum Thema.
„Ich hatte Angst, weil das auch immer im Raum schwebt und man das nicht kontrollieren kann, dass die im Zweifel ein Callcenter engagiert haben. Das hätte ich schlimm gefunden. Wenn die gewonnen hätten, das wäre so schlimm gewesen.“
Jochen Schropp, Moderator von „Promi Big Brother“
Einen Beleg für ein solches Callcenter nannte Schropp nicht. Er beschrieb eine Befürchtung, keine Beobachtung. Breit zitiert wurden seine Sätze am 18. Oktober, einen Tag vor dem Finale – laut dem Bericht über Schropps Callcenter-Angst.
Kim Virginia war am 13. Oktober an Tag 9 über das Zuschauervoting ausgeschieden, Nikola Grey folgte einen Tag später an Tag 10. Sat.1 wies danach Vorwürfe zurück, das Voting sei abgekartet – Kim Virginia Greys Auszug an Tag 9 blieb tagelang Gesprächsthema.
Das Telefonvoting geriet ins Stocken
Im Podcast beschreibt Schropp, wie die Erleichterung einsetzte. Als das Telefonvoting für die beiden schnell ins Stocken geriet, werteten er und Co-Moderatorin Anja Rützel das als Beleg dafür, dass das Publikum das Verhalten des Paares ablehnte.
Für Schropp war der Ausgang damit eine Abstimmung über Auftreten und Ton. Dass seine Sätze ausgerechnet einen Tag vor der letzten Live-Show die Runde machen, verschiebt den Ton der Schlussphase.
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Kein Hero-Edit, keine Absprachen
In derselben Folge tritt Schropp einem zweiten Vorwurf entgegen, der nach dem Auszug des Paares laut wurde: Die Produktion habe die beiden durch die Schnittfassung besser aussehen lassen, als sie waren.
Schropp widerspricht deutlich: „Es gab keinen Hero-Edit. Das haben wir nicht gemacht.“ Auch Absprachen zur zweiten Hochzeit, die am 11. Oktober live im Studio gefeiert wurde, habe es nicht gegeben, betont er in der Folge.
Sat.1 hatte bereits am 6. Oktober auf Kritik am Einzug des Paares reagiert und erklärt, der Sender und seine Moderatoren ließen sich den Mund nicht verbieten. Mit seiner Podcast-Folge hat Schropp diesen Anspruch eingelöst.
Ein Seitenhieb gegen Christian Lell
Die dritte Aussage der Folge richtet sich gegen einen Bewohner, der noch im Haus ist: Christian Lell. Schropp sagt, er hätte die letzten anderthalb Wochen lieber mit den Greys verbracht als mit ihm.
„Nachdem ich gesehen habe, wie die Leute so drauf sind, hätte ich die letzten anderthalb Wochen lieber mit Kim Virginia und Nikola verbracht als mit Christian. Ich hätte das nicht ausgehalten.“
Jochen Schropp im Podcast „Sendepause Fehlanzeige“
Das ist eine klare Absage an Lell, der selbst seit Tagen in der Kritik steht. Godfrey Egbon, erster Ausgeschiedener der Staffel, hatte nach seinem Auszug vor allem Lells Umgang mit Kim Virginia bemängelt – Godfrey Egbons Kritik an Christian Lell fiel deutlich aus.
Finale ohne das Paar
Am 19. Oktober entscheidet sich, wer die 100.000 Euro Preisgeld und die Siegtrophäe mitnimmt. Fünf Bewohner stehen im Finale – Kim Virginia und Nikola Grey gehören nicht dazu.
Qualifiziert haben sich unter anderem Axel Schulz, Nadja Benaissa und Gedeon Burkhard, der nach Kim Virginias Auszug vom Garten ins Haus wechseln durfte. Moderiert wird die letzte Live-Show von Schropp und Marlene Lufen.
Für den Sender bleibt die Timing-Frage heikel: Die zitierten Sätze fallen in die heiße Phase vor der Entscheidung, und Schropp muss an diesem Montag (20.15 Uhr, Sat.1) selbst vor die Kamera. Ob er dort auf seine Callcenter-Angst angesprochen wird, entscheidet, ob der Podcast das Finale überlagert.