Christian Lell wehrt sich nach Halbfinal-Aus gegen Taktik-Vorwurf
Bild: KI-generiert
Promi Big Brother

Christian Lell wehrt sich nach Halbfinal-Aus gegen Taktik-Vorwurf

Christian Lell ist bei „Promi Big Brother“ im Halbfinale gescheitert – und legt einen Tag später nach: Er hält die TV-Ausstrahlung für verzerrt, bestreitet jede Strategie und sagt, Eric Sindermann sei weder sein Manager noch sein Mentor.

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Seit seinem Halbfinal-Aus erreichen Christian Lell (42) nach eigener Schätzung zu 80 Prozent Nachrichten von Zuschauern, die „völlig schockiert“ sind, wie er im Fernsehen zusammengeschnitten wurde. Einen Tag nach seinem Ausscheiden bei „“ griff der Ex-Fußballprofi am 19. Oktober die Ausstrahlung an – und wies den Vorwurf zurück, er habe im Container eine Strategie verfolgt.

„Ich habe nicht gesehen, wie alles zusammengeschnitten wurde. Aber ich kann nur anhand der Kommentare und Nachrichten, die ich bekomme, auf meinem privaten Kanal sehen, dass die Gewichtung etwa 20 zu 80 ist. 80 Prozent von Leuten, die völlig schockiert sind, wie das zusammengeschnitten wurde und wie es im Livestream wirklich war.“
Christian Lell, Ex-Fußballprofi und Kandidat bei „Promi Big Brother“

Ein endgültiges Urteil will Lell nicht fällen. Er habe die fertig geschnittenen Folgen noch nicht gesehen, betonte er und kündigte an, sich „alles anschauen“ zu wollen. Eine Vorahnung, wie er dargestellt werden soll, habe er dennoch – Lells Zweifel an der TV-Ausstrahlung speisen sich bislang aus Zuschauerreaktionen. Ausgeschieden war er am 18. Oktober an Tag 14, bei seiner ersten Nominierung, mit den wenigsten Zuschauerstimmen.

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Lell weist den Taktik-Vorwurf zurück

Einen Plan habe er sich nicht zurechtgelegt, beteuerte Lell. „Ein Briefing und eine Strategie sind meiner Meinung nach auch noch mal zwei verschiedene Paar Schuhe“, sagte er. Ratschläge von außen habe es gegeben, eine Strategie nicht. Jeder würde ihm geraten haben, in einem solchen Format nicht die eigene Meinung zu sagen, um weit zu kommen.

„Und wie man sieht: Ich habe überall meine Meinung gesagt. Es gab einfach keine Strategie“, sagte Lell. Damit widerspricht er Eric Sindermann (38), der am 17. Oktober am Rande von „Fame Fighting 4“ in der Grugahalle Essen erklärt hatte, er habe Lell „bis zum letzten Fünkchen gebrieft“, und dort als dessen Manager auftrat.

Lells Weg zum Pressecall

  1. 5. Oktober 2026
    Start der 14. Staffel

    14 Kandidaten ziehen bei „Promi Big Brother“ in Sat.1 und auf Joyn ein, darunter Christian Lell.

  2. 17. Oktober 2026
    Sindermann spricht von Briefing

    Bei „Fame Fighting 4“ in Essen sagt Eric Sindermann, er habe Lell „bis zum letzten Fünkchen gebrieft“.

  3. 18. Oktober 2026
    Aus im Halbfinale

    An Tag 14 erhält Lell bei seiner ersten Nominierung die wenigsten Zuschauerstimmen. Auch Gedeon Burkhard scheidet aus.

  4. 19. Oktober 2026
    Pressekonferenz und Finale

    Lell erklärt seine Sicht auf Schnitt und Strategie. Am selben Tag gewinnt Maurice Dziwak das Finale.

Sindermann war nur der Vermittler

Die Verbindung zu Sindermann erklärt Lell als reines Geschäft. Für die Vermittlung zur Show gebe es einen Business Case, mehr nicht. Die Abgrenzung ist der Kern seines Auftritts: Sindermann hatte sich zuletzt öffentlich als Lells Manager präsentiert und über dessen Gage gesprochen.

„Er hat mich zu „Promi Big Brother“ vermittelt. Das war ein reines Business-Thema. Für diese Vermittlung gibt es einen Business Case, aber er ist weder ein Mentor von mir, noch ist er mein Manager.“
Christian Lell, Ex-Fußballprofi und Kandidat bei „Promi Big Brother“

Klären soll das ein offizielles Statement, das Lell für „heute oder morgen“ ankündigte – also für den 19. oder 20. Oktober. Bis dahin bleibt offen, wer künftig für ihn spricht. Sindermann selbst hatte seinen Schützling zuletzt noch gelobt: „Ich habe Christian wirklich bis zum letzten Fünkchen gebrieft und er hat das bis jetzt so gut gemacht.“

Lell fühlte sich gemobbt und wollte gehen

Hinter dem Ausscheiden steht ein schwererer Vorwurf. Lell sagte, er habe den Container fast freiwillig verlassen, weil er sich von seinen elf Mitbewohnern „gemobbt und ausgegrenzt“ gefühlt habe. Der Psychologe der Produktion habe ihn zurückgehalten – Lells fast freiwilliger Ausstieg wegen Mobbing.

Im Container war es zuvor mehrfach eskaliert. Am siebten Tag stieß Gedeon Burkhard Lell nach einem Gespräch mit Tessa Bergmeier in die Seite – Burkhard rastet wegen Lell aus. Lell berichtete von mehreren Konflikten im Container und räumte zugleich eigene Fehler ein. Fehler räumte er dennoch ein: „Ich habe auch Fehler gemacht, aber für mich war es wirklich grenzwertig an manchen Stellen.“

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Moderator Schropp wurde wütend

Öffentlich wurde Lells Haltung schon am Vorabend zum Problem. Im Exit-Interview blieb er Moderatorin Marlene Lufen die Begründung für sein Ausscheiden schuldig – seine Antwort: „Keine Ahnung“. Jochen Schropp (47) reagierte verärgert. Dass er Lell nicht mehr neutral gegenübertreten kann, hatte der Moderator selbst in einem Podcast gesagt – warum Schropp Lell nicht neutral behandeln kann.

„Einfach nur Wahnsinn! Einer Journalistin, die seit 30 Jahren im Frühstücksfernsehen Fragen stellt, zu sagen, die Frage war nicht konkret genug, obwohl es eine konkrete Frage war. Damit hat er mich jetzt noch wütender gemacht.“
Jochen Schropp, Moderator von „Promi Big Brother“

Das Finale am 19. Oktober lief ohne ihn: Maurice Dziwak gewann vor Axel Schulz und sicherte sich 100.000 Euro, im Halbfinale war neben Lell auch Gedeon Burkhard ausgeschieden. Lell selbst sagte: „Leute, ich bin auf der einen Seite traurig, raus zu sein so kurz vor dem Finale, auf der anderen Seite bin ich auch erleichtert.“ Ob er nach dem Anschauen der Folgen öffentlich nachlegt, entscheidet sich mit seinem angekündigten Statement.