Gedeon Burkhard (57) rechnet mit sich selbst ab: Sein Wutausbruch wegen fehlender Butter hat ihn nach eigener Überzeugung das Finale von „Promi Big Brother“ gekostet. Im Halbfinale am 18. Oktober unterlag der Schauspieler Ex-Boxer Axel Schulz (57) mit 28,77 zu 71,23 Prozent der Zuschauerstimmen.
Drei Tage nach seinem Auszug legte Burkhard nach. In einem Pressecall am 20. Oktober sagte der „Kommissar Rex“-Star, er sei sich „ziemlich sicher“, dass ihm der Streit die Chance aufs Finale genommen habe – wie der Bericht von Promiflash über den Pressecall festhält.
„Ich bin mir ziemlich sicher, dass mich das vielleicht auch die Chance aufs Finale gekostet hat.“
Auslöser war kein großer Eklat, sondern ein Einkauf. Am Tag 13, dem 17. Oktober, schickte die Show Maurice Dziwak (28) für 8 Euro in den Kiosk. Was der mitbrachte, brachte Burkhard in Rage.
Ein Einkauf für 8 Euro – ohne Butter
Drei Packungen Nudeln, ein Glas Pesto, Zwieback und ein Marmorkuchen: mehr brachte Dziwak nicht mit. Butter fehlte, Kartoffeln ebenfalls. Burkhard rastete noch während der Liveshow aus – und kassierte bei der Nominierung am selben Abend fünf Stimmen.
Der Weg vom Kiosk zum Halbfinal-Aus
- 5. Oktober 2026Start der 14. Staffel
„Promi Big Brother“ beginnt auf Sat.1 mit 14 Bewohnerinnen und Bewohnern, darunter Gedeon Burkhard.
- 12. Oktober 2026Nur 4,94 Prozent
Bei der Nominierung von 13 Bewohnern entfallen auf Burkhard lediglich 4,94 Prozent der Zuschauerstimmen.
- 17. Oktober 2026Tag 13: Der 8-Euro-Einkauf
Maurice Dziwak besorgt Nudeln, Pesto, Zwieback und Marmorkuchen – aber keine Butter. Burkhard rastet in der Liveshow aus, bei der Nominierung bekommt er fünf Stimmen.
- 18. Oktober 2026Halbfinal-Aus
Burkhard scheidet zusammen mit Christian Lell aus. Im Zuschauerduell gegen Axel Schulz unterliegt er mit 28,77 zu 71,23 Prozent.
- 19. Oktober 2026Finale und Interview
Dziwak gewinnt mit 59,8 Prozent gegen Schulz. Im Joyn-Interview spricht Burkhard von einer „völligen Überreaktion“.
- 20. Oktober 2026Pressecall
Burkhard sagt, der Butter-Zoff habe ihn „ziemlich sicher“ die Chance aufs Finale gekostet.
Aus Burkhards Sicht war der Streit schon kurz darauf gegenstandslos: Unmittelbar nach dem Eklat durften die Bewohner den Kiosk 90 Sekunden lang für 333 Euro leerräumen. Plötzlich war Butter im Überfluss da.
Rückendeckung aus dem Zuschauervotum hatte er ohnehin nicht. Bei der Nominierung am 12. Oktober kamen für ihn nur 4,94 Prozent der Stimmen zusammen. Nudeln beschäftigten die Bewohner in dieser Staffel mehrfach: Gedeon Burkhard holte Nudeln aus dem Müll.
„Eine völlige Überreaktion“
Inzwischen nimmt Burkhard den Auftritt zurück und entschuldigt sich ausdrücklich bei Dziwak, dessen Einkauf den Streit ausgelöst hatte.
„Natürlich war das eine völlige Überreaktion! Wie unnötig von mir, und es tut mir leid Maurice gegenüber.“
Die Entschuldigung bleibt nicht bei der Geste. Burkhard zieht daraus eine Lehre über sich selbst: In seinem Resümee nach dem Ausraster sagt er, da merke man, wo die eigenen charakterlichen Schwächen lägen – über die man reflektieren und an denen man arbeiten könne.
Sieben Tage im Garten, ein Blutzuckertief
So spontan der Ausraster wirkte, so konkret benennt Burkhard die Vorgeschichte. Die größte Belastung seien die durchgehenden Tage draußen gewesen – ohne Rückzug, ohne Pause.
„Die größte Herausforderung für mich waren effektiv die durchgehenden sieben Tage, die ich im Garten war.“
Dazu kam eine körperliche Ausnahmesituation. An Tag vier erlebte Burkhard eine starke Unterzuckerung. „Es war einfach ein Blutzuckertief, so nennt man so etwas, glaube ich“, sagte er im Joyn-Interview. Physisch und psychisch sei man damit an die Grenzen gebracht worden.
Der Schauspieler wehrt sich zugleich gegen das Etikett des Cholerikers: „Ich bin sonst nicht so nah am Wasser gebaut.“ Beides zusammen – die eingeräumte charakterliche Schwäche und der körperliche Ausnahmezustand – bildet seine Erklärung für den Abend.
Dziwak gewinnt, Burkhard sieht zu
Sportlich endete die Staffel ohne ihn. Am 19. Oktober gewann Dziwak das Finale gegen Axel Schulz und damit 100.000 Euro – Maurice Dziwak gewinnt das Finale mit 59,8 Prozent. Burkhard war tags zuvor gemeinsam mit Christian Lell im Halbfinale ausgeschieden.
Ob der Butter-Ausraster den Ausschlag gab, lässt sich nicht beweisen. Burkhard selbst spricht von einer Möglichkeit, nicht von Gewissheit. Das Zuschauervotum fiel mit 28,77 zu 71,23 Prozent jedenfalls deutlich aus.
Burkhard will an den charakterlichen Schwächen arbeiten, die er an sich erkannt hat, und hat sich bei Dziwak entschuldigt. Ob daraus mehr folgt als eine Entschuldigung im Pressecall, ist die offene Frage – beantworten kann sie nur er selbst.
