Patricia Kelly ruft nach eigener Brustamputation zur Vorsorge auf
Ihre Mutter starb mit 36 an Brustkrebs, sie selbst überlebte 2009 nur durch eine Vorsorgeuntersuchung. Jetzt sagt Patricia Kelly (56), was sie bis heute vor der Mammografie fürchtet – und warum sie trotzdem geht.
Patricia Kelly (56) ist nach eigener Überzeugung nur am Leben, weil sie eine Untersuchung machen ließ, vor der sie sich fürchtete. Am Abend des 19. Oktober 2026 veröffentlichte die Sängerin der Kelly Family auf Instagram einen mehrteiligen Beitrag zum Brustkrebsmonat – und rückte darin nicht die Krankheit in den Mittelpunkt, sondern die Angst davor.
2009 wurde bei Kelly Brustkrebs diagnostiziert, nach eigener Darstellung bei einer Vorsorgeuntersuchung und in einem frühen Stadium. Der Tumor saß in der rechten Brust. Der Bericht von t-online über ihren Beitrag beschreibt die Bilder, die sie dazu gestellt hat: Aufnahmen aus dem Krankenhausbett, bei einer Mammografie und Fotos ihrer Mutter.
Instagram · @patriciakelly.official
„Es war großes Glück, dass man den Brustkrebs in meiner rechten Brust so früh erkannt hat und dass es gut zu behandeln war.“
Patricia Kelly, Sängerin der Kelly Family
Früh erkannt hieß nicht harmlos. Kelly musste sich einer Mastektomie unterziehen: „Mir wurde die rechte Brust amputiert, eine sogenannte Mastektomie, und ich habe eine Prothese“, schreibt sie. Die Operation liegt 17 Jahre zurück, die Kontrolltermine sind geblieben.
Angst bei jedem Kontrolltermin
Ihre Anspannung verschweigt sie nicht: „Ja, ich hatte natürlich Angst bei der ersten Mammographie, ich bin ja auch nur ein Mensch. Aber ich wusste, dass es richtig und wichtig ist.“ Diese Angst begleitet sie nach eigener Darstellung bis heute, bei jedem Termin.
Brustkrebs ist in Deutschland die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Nach Zahlen des Robert Koch-Instituts erkrankt etwa jede achte Frau im Laufe ihres Lebens daran; für 2020 wurden 70.550 Neuerkrankungen registriert, jährlich sterben rund 18.500 Betroffene. In diesem Oktober ist das Thema auch bei anderen Prominenten präsent – etwa Sarah Kuttners öffentlich gemachte Brustkrebsdiagnose.
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Die Mutter starb mit 36
Für Kelly ist das Thema doppelt belastet. Ihre Mutter Barbara Kelly starb 1982 an Brustkrebs, kurz vor Patricias 13. Geburtstag; nach österreichischen Angaben wurde sie nur 36 Jahre alt. Im Beitrag zieht Kelly eine Linie zwischen damals und heute: „Wir haben heute Möglichkeiten, die unsere Mütter und Großmütter nicht hatten und es gibt Geräte und Therapien, die unsere Leben retten können.“
„Ich bin mir sicher, dass meine Mama alles getan hätte, hätte sie diese Möglichkeiten damals gehabt“, schreibt sie weiter. Für sich selbst macht sie eine andere Rechnung auf: Sie sei „so dankbar“, damals Artikel über Brustkrebs-Aufklärung gelesen und deshalb die Vorsorge wahrgenommen zu haben – „das hat mir das Leben gerettet“.
Von der Diagnose der Mutter bis zum Appell von 2026
1982
Barbara Kelly stirbt an Brustkrebs
Patricias Mutter stirbt kurz vor dem 13. Geburtstag ihrer Tochter, nach österreichischen Angaben mit 36 Jahren.
2009
Diagnose Brustkrebs bei Patricia Kelly
Der Tumor in der rechten Brust wird bei einer Vorsorgeuntersuchung früh entdeckt. Es folgt die Mastektomie, seither trägt sie eine Prothese.
Oktober 2025
Erster Vorsorge-Appell mit Krankenhausfotos
„Bitte geht zur Vorsorge, denn Vorsorge kann euer Leben retten. So wie es meins gerettet hat.“
19. Oktober 2026
Mehrteiliger Beitrag zum Brustkrebsmonat
Kelly veröffentlicht am Abend Fotos aus dem Krankenhaus, bei einer Mammografie und Bilder ihrer Mutter.
20. Oktober 2026
Medien greifen den Appell auf
Deutsche und österreichische Medien zitieren ihren Satz „Geh zur Vorsorge!“.
Dank an die Helden der Behandlung
Dank richtet Kelly ausdrücklich an die Behandelnden: Sie sei „voller Dankbarkeit für alle Ärzte, Ärztinnen und das medizinische Fachpersonal, das mich betreut hat und heute noch betreut.“ Für sie findet sie drei Worte:
„Sie sind meine Helden.“
Patricia Kelly, Sängerin der Kelly Family
Ihr Appell ist unbequem direkt: „Geh zur Vorsorge! Denn es kann dein Leben retten! Hab keine Angst, denn was früh erkannt wird, ist besser behandelbar.“ Ihre Community fordert sie auf, den Beitrag zu teilen und mit „Schwestern, Freundinnen, Müttern, Kolleginnen – und auch Männern“ über Brustkrebs zu sprechen, wie die Bunte über ihre Botschaft berichtet.
Schon 2025 bat sie zur Vorsorge
Kelly engagiert sich seit Jahren als Botschafterin für die Brustkrebs-Aufklärung; im aktuellen Beitrag markiert sie die Initiative Pink Ribbon Deutschland. Schon im Oktober 2025 hatte sie mit Krankenhausfotos geschrieben: „Bitte geht zur Vorsorge, denn Vorsorge kann euer Leben retten. So wie es meins gerettet hat.“ Ihr Schlusswort diesmal: „Together we are strong. Gemeinsam sind wir stark!“ Wie viele Frauen danach einen Termin machen, weiß niemand – Kellys Rechnung ist einfacher: Sie ging hin und lebt.