AfD fällt auf 26 Prozent – Union kommt bis auf drei Punkte heran
Die AfD verliert im ZDF-Politbarometer zwei Punkte, die Union rückt bis auf drei Prozentpunkte heran. 74 Prozent der Befragten lehnen die Abschaffung der Rente mit 63 ab.
Die AfD verliert im ZDF-„Politbarometer“ zwei Punkte und steht bei 26 Prozent. Die Union legt um zwei Punkte auf 23 Prozent zu. Der Abstand zwischen den beiden schrumpft damit auf drei Prozentpunkte.
Erhoben hat die Werte die Forschungsgruppe Wahlen zwischen dem 20. und 22. Oktober, befragt wurden 1.225 Wahlberechtigte – telefonisch und online; die ZDF-Mitteilung zum Politbarometer Oktober II führt die Einzelwerte auf. Bereits am 22. Oktober hatte eine Allensbach-Umfrage für die FAZ die AfD bei 27 und die Union bei 23 Prozent gemeldet.
Für die amtierende schwarz-rote Koalition reicht es weiterhin nicht: CDU/CSU und SPD kommen zusammen auf 37 Prozent und hätten damit keine parlamentarische Mehrheit.
FDP fällt unter die Fünf-Prozent-Hürde
Hinter den beiden Spitzenplätzen bleibt das Feld eng: Die SPD kommt auf 14 Prozent, die Grünen auf 13, die Linke auf 11 Prozent. Die FDP landet bei 3 Prozent und damit klar unter der Fünf-Prozent-Hürde, die Sonstigen kommen auf 10 Prozent.
Sonntagsfrage: AfD und Union trennen drei Punkte
ZDF-Politbarometer, Erhebung 20. bis 22. Oktober 2026
Quelle: Forschungsgruppe Wahlen, ZDF-Politbarometer vom 23. Oktober 2026
Pistorius bleibt vorn, Merz verbessert sich
Auf der Politbarometer-Skala „Was halten Sie von?“ bleibt Boris Pistorius mit 1,6 der Spitzenreiter. Friedrich Merz verbessert sich auf −1,5. Am unteren Ende der Liste stehen Tino Chrupalla und Alice Weidel mit jeweils −2,7.
Damit klaffen Parteiwert und Personalkurve bei der AfD weit auseinander: Sie liegt mit 26 Prozent deutlich vor allen anderen, ihre beiden Spitzenvertreter stehen in der Bewertungsskala aber ganz unten.
Drei Viertel lehnen das Aus der Rente mit 63 ab
Die von der Bundesregierung geplante Abschaffung der „Rente mit 63“ stößt auf Widerstand: 74 Prozent der Befragten lehnen sie ab. Das geht aus derselben Erhebung hervor, in der die Union zulegt und die AfD verliert.
Die Ablehnung trifft eine Koalition, die in derselben Erhebung zusammen nur auf 37 Prozent kommt. Für CDU/CSU und SPD heißt das: Sie müssten ein Vorhaben durchsetzen, das drei Viertel der Befragten ablehnen.
Umfrage
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Rot-Grün-Rot in Berlin stößt auf Ablehnung
Ein weiteres Ergebnis betrifft Berlin: 56 Prozent der Befragten lehnen ein rot-grün-rotes Bündnis unter Führung der Linken ab, wie die Welt-Analyse zu den beiden Umfragen vom 23. Oktober ausweist. In der Hauptstadt hatten Linke, Grüne und SPD am 17. Oktober ihre Sondierungen abgeschlossen.
Das nächste Politbarometer sendet das ZDF am 13. November 2026. Dann zeigt sich, ob die Union ihren Zuwachs hält und ob die AfD den Verlust ausgleicht – oder ob der Abstand wieder wächst.