Vegetarierin Mira wirft „First Dates“ Inszenierung vor
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Vegetarierin Mira wirft „First Dates“ Inszenierung vor

Mira (19) bekam bei „First Dates“ von Metzger Max eine Wurst in Herzform geschenkt – dabei isst sie seit Jahren vegetarisch. Jetzt sagt sie: Die Produktion wusste davon und hat den Gegensatz bewusst aufgebaut.

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Mira (19) aus Mannheim wirft der Produktion von „First Dates“ vor, sie bewusst vorgeführt zu haben. Die Kandidatin sagt, sie habe ihre vegetarische Ernährung vor der Aufnahme mehrfach genannt – und sei trotzdem mit einem Metzger verkuppelt worden.

Der Vorwurf trifft auch Gastgeber Roland Trettl. Er habe am Tisch so lange nachgefragt, bis sie ihren Fleischverzicht einräumte, schildert Mira.

Wurst in Herzform für eine Vegetarierin

In der Sendung schenkte der damals 20 Jahre alte Metzger Max Schneider aus Albstadt-Ebingen seiner Datepartnerin einen Teddybären – und eine selbst gemachte Wurst in Herzform. Mira ernährt sich seit Jahren vegetarisch. Der Gegensatz lag damit auf dem Tisch, bevor ein Wort darüber gefallen war.

RTL erklärte 2024, Max habe nichts von Miras Ernährungsweise gewusst. Was in der Folge tatsächlich passierte, hält der Bericht über die Wurst in Herzform fest. Mira glaubt diese Version nicht.

„Isst du auch Putenfleisch, oder gar kein Fleisch?“
Max Schneider, Kandidat bei „First Dates“

Der Satz zeigt, wie direkt das Thema am Tisch verhandelt wurde: Der Metzger fragt die Frau, die kein Fleisch isst, nach Putenfleisch – vor laufender Kamera. Für Mira ist genau das ein Baustein ihrer These, dass ihr Verzicht eingeplant war.

Trettl hakt nach, bis Mira antwortet

Nach Miras Darstellung kam Trettl mehrfach auf das Essen zurück. Unter anderem fragte er, ob Max die Wurst anschneiden solle. Dann habe er sie direkt gefragt, ob sie Fleisch esse; sie habe wahrheitsgemäß geantwortet.

Öffentlich gemacht hat Mira ihre Vorwürfe erst am 26. Oktober 2026, mehr als zwei Jahre nach der Ausstrahlung. Wie die Kandidatin ihre Vorwürfe gegen Roland Trettl begründet, hat sie in einem eigenen Video ausführlich dargelegt.

Ein verschobener Drehtermin

Als Indiz für eine Inszenierung nennt Mira einen verschobenen Drehtermin. Ihr ursprünglicher Datepartner sei erkrankt, heißt es; Max Schneider aber habe später gesagt, damals noch keine Anfrage der Produktion erhalten zu haben. Für Mira passt das nicht zusammen.

Von der Bewerbung bis zum Vorwurf

  1. 2024, vor dem Dreh
    Mira nennt ihren Verzicht

    Nach eigener Aussage gibt sie im Bewerbungsformular und in mehreren Vorgesprächen an, vegetarisch zu leben.

  2. 2024, Umfeld des Drehs
    Der Termin wird verschoben

    Ihr geplanter Datepartner soll erkrankt sein – Max Schneider sagt laut Mira, er habe damals noch keine Anfrage der Produktion gehabt.

  3. 30. Mai 2024
    Die Folge läuft bei Vox

    Max Schneider schenkt Mira einen Teddybären und eine Wurst in Herzform.

  4. 2024, nach der Ausstrahlung
    RTL bewirbt den Gegensatz

    Der Sender kündigt die Begegnung als „Metzger trifft Vegetarierin“ an und erklärt, Max habe nichts von Miras Ernährung gewusst.

  5. 26. Oktober 2026
    Miras Video wird publik

    Mehrere deutsche Medien greifen ihre Vorwürfe gegen die Produktion und Roland Trettl auf.

Was der Sender 2024 ankündigte

RTL hatte die Begegnung selbst mit dem Gegensatz „Metzger trifft Vegetarierin“ beworben. Der Sender erklärte damals, Max habe nichts von Miras Ernährungsweise gewusst. Mira sagt dagegen, sie habe ihren Verzicht im Formular und in mehreren Gesprächen genannt.

Der Streit um Fleisch und Fernsehen ist kein Einzelfall: Stefanie Hertels Plädoyer für weniger Fleischkonsum im „Kölner Treff“ sorgte im Juli 2026 für ähnlichen Gesprächsstoff.

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Mira bereut die Teilnahme an der Sendung nicht. Beide seien respektvoll miteinander umgegangen, sagt sie; der Konflikt, den das Format erwartet habe, habe sich nicht entladen.

Offen bleibt die Antwort des Senders

Ob die Produktion die Vorwürfe aufarbeitet oder sich dazu äußert, ist bislang nicht öffentlich geklärt. Mira hat ihre Version geliefert – und damit die Frage aufgeworfen, wie viel von dem Gegensatz am Tisch wirklich Zufall war.