Robbie Williams kann nach Steuerprüfung auf einen OBE hoffen
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Königliche Ehrung

Robbie Williams kann nach Steuerprüfung auf einen OBE hoffen

2019 kosteten ihn zwei Millionen Pfund in einem Steuermodell den OBE. Jetzt soll Robbie Williams von der britischen Steuerbehörde grünes Licht für die Neujahrsehrungen 2027 haben – im Gespräch sind ein Ritterschlag oder ein OBE.

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Zwei Millionen Pfund in einem Steuermodell haben Robbie Williams (52) 2019 den OBE gekostet. Sieben Jahre später soll ausgerechnet die Behörde, die damals dazwischenfunkte, den Weg für eine königliche Ehrung freigeräumt haben.

Nach einem Bericht der Sun über die bestandene Steuerprüfung vom 24. Oktober 2026 hat die britische Steuerbehörde HMRC die Steuerangelegenheiten des Sängers nach einer Prüfung „green-flagged“. Sein Name kann damit offiziell für eine Ehrung vorgelegt werden. Bestätigt ist bislang nichts.

Grünes Licht von der Steuerbehörde

Das Komitee für Wohltätigkeit und Philanthropie hat Williams nach Angaben eines Insiders auf seine Vorschlagsliste gesetzt. Im Gespräch sind ein Ritterschlag oder ein OBE für die Neujahrsehrungen 2027. Über die Vergabe entscheidet allein die zum Jahreswechsel veröffentlichte Neujahrsliste.

Der Weg dorthin führt über das Hauptkomitee für Ehrungen, danach über Premierminister Keir Starmer und zuletzt über König Charles III. Das Cabinet Office kommentiert Spekulationen über Auszeichnungen nicht. Ein Dementi aus London ist bis zum Jahreswechsel damit ebenso wenig zu erwarten wie eine Bestätigung.

Der Fleck von 2019

2019 war ein für Williams vorgesehener OBE in den Neujahrsehrungen nach einer Intervention der Steuerbehörde gestrichen worden. Er gilt seither als erster Prominenter auf einer inoffiziellen „Ehren-Schwarzenliste“. Hintergrund waren seine rund zwei Millionen Pfund schweren Anlagen bei Ingenious Media, die HMRC als Steuervermeidungsmodell einstufte. Die Details der geplatzten Ehrung 2019 schildert die Daily Mail.

Auch David Beckham, Wayne Rooney sowie Ant und Dec steckten in dem Filminvestmentmodell. Beckham wurde 2025 nach einer Finanzprüfung zum Ritter geschlagen. Der Vergleich liegt nahe: Auch er hatte Geld bei Ingenious Media angelegt.

Von der Steuersache zur möglichen Ehrung

  1. 2015
    Ingenious Media wird bekannt

    Williams gehört zu rund 140 Prominenten, die rund zwei Millionen Pfund in ein Filminvestmentmodell gesteckt haben. HMRC stuft solche Modelle als Steuervermeidung ein.

  2. 1. Januar 2019
    Der OBE wird gestrichen

    Nach einer Intervention der Steuerbehörde fällt Williams aus den Neujahrsehrungen 2019 heraus.

  3. Juni 2025
    Beckham wird zum Ritter geschlagen

    Der ebenfalls bei Ingenious investierte Fußballer erhält nach einer HMRC-Finanzprüfung den Ritterschlag.

  4. 31. Mai 2026
    Soccer Aid spielt 16 Millionen Pfund ein

    Die 20. Auflage im ausverkauften London Stadium bringt mehr als 16 Millionen Pfund für Unicef.

  5. 24. Oktober 2026
    Bericht über grünes Licht der HMRC

    Die Sun meldet, die Steuerangelegenheiten seien geprüft und freigegeben; das Charity-Komitee habe Williams nominiert.

Was Soccer Aid eingebracht hat

Williams gründete 2006 mit Jonathan Wilkes das Benefizspiel Soccer Aid, das bislang mehr als 137 Millionen Pfund für Unicef einspielte. Die 20. Auflage am 31. Mai 2026 im ausverkauften London Stadium brachte mehr als 16 Millionen Pfund. England XI gewann 3:2 gegen World XI, Williams sang zur Halbzeit „Feel“.

Bereits im Juli 2025 meldete die Sun in ihrer Kolumne „Bizarre“, Williams sei für einen Ritterschlag für Verdienste um Musik und Wohltätigkeit nominiert worden. Am 26. Oktober 2026 griffen Bunte, n-tv und Promiflash die mögliche königliche Ehrung auf. Der Unterschied zu 2019: Die Steuerbehörde hat diesmal offenbar nichts einzuwenden.

Entscheidung erst an Silvester

Eine offizielle Bestätigung fehlt, Williams' Sprecher lehnten eine Stellungnahme ab. Zuletzt machte der Sänger mit einem anderen Thema Schlagzeilen: Er nennt seine Autismus-Diagnose seinen Freifahrtschein.

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Offen ist auch die Stufe: Ein OBE wäre genau jene Auszeichnung, die ihm 2019 gestrichen wurde, ein Ritterschlag würde ihm das Prädikat „Sir“ eintragen. Beide Varianten nennt der Bericht aus London. Klarheit bringt erst die Veröffentlichung der Neujahrsliste 2027 in der „Gazette“ am 31. Dezember 2026.