Merkel urlaubt in Kampanien – und verteidigt „Wir schaffen das“
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Merkel urlaubt in Kampanien – und verteidigt „Wir schaffen das“

Angela Merkel verbringt ihren Herbsturlaub in Kampanien – und wird auf jeder Station fotografiert. Ein Lokal in Neapel feiert ihren Satz „Wir schaffen das“, während Kritiker sie für einen angeblichen Abstieg Deutschlands verantwortlich machen.

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In Neapel feiern sie Angela Merkel (72) als „Kanzlerin mit Herz“, in Deutschland machen Kritiker sie für den angeblichen Abstieg des Landes verantwortlich. Mitten in dieser Spannung liegt ihr Herbsturlaub in Kampanien, aus dem am 29. Oktober neue Fotos auftauchten.

Das Archäologische Nationalmuseum Neapel zeigte die frühere Kanzlerin, die seit 2021 nicht mehr im Amt ist, beim Rundgang durch die Sammlung – überschrieben mit „Un gradito ritorno!“, ein gern gesehener Gast. Schwerpunkt waren Fundstücke aus den Vesuv-Städten, wie der Bericht über Merkels Privatvisite im Museum schildert.

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Ein willkommenes Wiedersehen! Die Altkanzlerin zu Besuch beim #MANN: Schwerpunkt waren die archäologischen Fundstücke aus den vesuvianischen Städten, die sie mit ihrer unverwechselbaren Aufmerksamkeit und Neugier bewundert hat.

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Sechs Personenschützer für einen Keramikeinkauf

Am Nachmittag des 25. Oktober stand Ravello auf dem Programm. In der Villa Rufolo empfing sie Maurizio Pietrantonio, Generaldirektor der Fondazione Ravello. Anschließend ging es in den Ortskern des Städtchens an der Amalfiküste.

Dort kaufte Merkel bei Cosmolena Keramik, Bürgermeister Paolo Vuilleumier begrüßte sie, und sie traf den Franziskanerpater Enzo Fortunato. Sechs Personenschützer sicherten die Visite ab. Italiens Medien berichteten noch am selben Tag über den Besuch.

Terrassen, Promenaden, Supermarkt

Am 26. Oktober ging es nach Salerno. Im Giardino della Minerva empfing Architekt und Gartendirektor Luciano Mauro die Altkanzlerin und begleitete sie bis zur obersten Terrasse. Für Merkel war es die zweite Kulturstation binnen zwei Tagen.

Zwei Tage zuvor, am 24. Oktober, war sie in Maiori über den Corso Reginna und die Uferpromenade spaziert. Nach italienischen Angaben wohnt sie in einer Privatvilla an der Küste bei Maiori. Erste Sichtungen gab es ab dem 20. Oktober, unter anderem in einem Supermarkt in Cava de' Tirreni.

Der Satz von 2015 und seine Gegner

Rund um den 23./24. Oktober kehrte Merkel in der Bar Ba-Bar Monte Echia in Neapel ein, auf Fotos mit lilafarbenem Schal. Das Lokal veröffentlichte danach eine ausführliche Würdigung: Es feierte ihren Satz „Wir schaffen das“ von 2015 und erklärte, Menschlichkeit stehe vor jeder Grenze.

Der Bericht über Merkels Reise durch Italien fängt beides ein: In den Kommentaren wird sie als „Mutti“ und „Kanzlerin mit Herz“ gefeiert, ihr Urlaubslook („Frisur & Outfit: Kollwitzkiez!“) ausführlich besprochen. Andere machen sie für einen angeblichen Abstieg Deutschlands verantwortlich.

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Merkels Antwort auf die Kritik

Merkel selbst hat ihren Kurs von 2015 erneut verteidigt. Dass ihr die Zuneigung trotzdem zufliegt, zeigte Anfang Oktober eine Signierstunde im Bode-Museum mit 450 Fans.

Ob Merkel noch länger in Kampanien bleibt oder nach Ischia weiterreist, ist bislang nicht bestätigt.