Constantin Schreiber (47) kontert Spott über sein Alter mit Burpees
Bild: KI-generiert
Age-Shaming

Constantin Schreiber (47) kontert Spott über sein Alter mit Burpees

Ein Nutzer nennt Schreibers Selfie mit fast 50 „peinlich“, ein anderer spottet über seine Hüfte. Statt sich zu rechtfertigen, kündigt der Ex-„Tagesschau“-Sprecher 50 Burpees an – und nennt Älterwerden ein Privileg.

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Ein „ganz natürliches Selfie“ von einem „fast 50-Jährigen“ sei „peinlich“ – mit dieser Bemerkung wollte ein Nutzer Constantin Schreiber offenbar treffen. Ein anderer spottete: „In deinem Alter, hör mal auf hier. Tut dir schon die Hüfte weh?“

Schreiber, früherer Sprecher der ARD-„Tagesschau“, antwortet nicht mit einer Rechtfertigung, sondern mit einer Kampfansage. „Leute, ernsthaft? Ja, ich bin 47 und ich habe mich nie besser gefühlt“, sagt er. Er sei fitter, entspannter und interessiere sich deutlich weniger für anonyme Kommentare, wie t-online über den Alters-Spott berichtet.

Instagram · @constantinschreiber
„Muss man sich ab 40 schlecht fühlen? Ich bin 47. Und: Ich habe mich noch nie so fit, frei und wohl in meiner Haut gefühlt wie heute. Älterwerden ist kein Makel. Es ist ein Privileg. Und ich habe nicht vor, mich dafür zu entschuldigen.“
Constantin Schreiber, Journalist und Ex-„Tagesschau“-Sprecher

50 Burpees statt Rechtfertigung

In der Bildunterschrift spricht Schreiber ironisch vom „Age-Shaming“ und nennt seine Kritiker „Alterskontrolleure“. Sie dürften gern weiter sein Geburtsdatum kommentieren, schreibt er – er kümmere sich derweil um seinen Puls. Beim Sport. Konkret heißt das: 50 Burpees, 40 Minuten Spinning, danach Krafttraining.

Damit dreht er die Beweislast um. Nicht er muss erklären, warum er mit 47 noch Selfies postet – die Spötter müssten erklären, warum sie das für ein Problem halten. Der Trainingsplan ist die Pointe: Statt sich gegen den Vorwurf mangelnder Fitness zu verteidigen, liefert er gleich die Gegenprobe.

Der Ton ist Teil der Sache. Wer den Spott zitiert und dann lachend beantwortet, nimmt ihm die Wirkung. Unter dem Reel überwiegt der Zuspruch: Viele loben eine „gesunde Einstellung“ und „sehr positive Ausstrahlung“, andere sprechen von „purer Neid“, wie die BUNTE-Fassung von Schreibers Reaktion zeigt.

Zuschauer schätzen ihn jünger

Andere zeigen sich überrascht, dass Schreiber schon 47 ist. „Hätte höchstens auf 38 geschätzt“, lautet eine Reaktion. Das Alter, das als Argument gegen ihn angeführt wurde, wird damit zum Kompliment – und die Kritik verliert ihre Grundlage.

Schreiber ist seit Mai 2025 nicht mehr bei der „Tagesschau“, wechselte im September 2025 als Reporter zu Axel Springer und gab Ende Juli 2026 bekannt, dort bereits vor einigen Monaten gekündigt zu haben. Vor einer Woche wurde zudem bekannt, dass er eine eigene Islam-Talkshow im arabischen Fernsehen in Ägypten moderieren soll.

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Der Fall steht nicht allein: Danni Büchners Konter gegen Tattoo-Kritik folgt demselben Muster – Selbstbewusstsein habe kein Verfallsdatum, sagt sie. Und Jutta Speidels Abrechnung mit dem Anti-Aging-Kult endet mit einer klaren Absage an Botox.

Auffällig ist, wie einseitig die Reaktionen ausfallen. Wer Schreiber wegen seines Alters angreift, bekommt unter dem Reel kaum Rückhalt. Stattdessen sammeln sich Kommentare, die seine Haltung loben – und die Frage aufwerfen, warum ein 47-Jähriger sich für ein Selfie überhaupt rechtfertigen sollte.

Ob der Spott damit endet, entscheidet sich in den Kommentaren. Schreiber hat angekündigt, sich derweil um seinen Puls zu kümmern. Beim Sport.