Meghans Netflix-Show verliert bei Daytime Emmys – sie fehlt
Bild: KI-generiert
US-Fernsehpreis

Meghans Netflix-Show verliert bei Daytime Emmys – sie fehlt

Ihre erste Emmy-Nominierung endet mit einer Niederlage gegen eine Hunde-Doku – und Meghan erscheint gar nicht erst im Hollywood Palladium. Der Abend wird vom Missbrauchsskandal um ihren Vater Thomas Markle überschattet, die Polizeiaufsicht ermittelt.

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Meghans Netflix-Show ist bei den 53. Daytime Emmy Awards leer ausgegangen – und die Herzogin war nicht da, um es zu hören. Meghan, Herzogin von Sussex (45), blieb dem roten Teppich im Hollywood Palladium fern, der Preis in ihrer Kategorie ging an eine Hunde-Doku.

Ihre Serie „With Love, Meghan" war in der Kategorie „Outstanding Lifestyle Program" nominiert, es war ihre erste Emmy-Nominierung überhaupt. Gewonnen hat „A Different Breed", eine neunteilige Serie über den Hundesport-Wettbewerb Purina Pro Plan Incredible Dog Challenge. Laut der vollständigen Gewinnerliste der 53. Daytime Emmys holte sie an dem Abend drei Preise.

Für Meghan ist das eine Niederlage mit Ansage: Netflix hatte die Serie im Januar 2026 nach zwei Staffeln und einem Weihnachtsspecial eingestellt. Der Emmy war das letzte Argument, das noch für das Format sprach.

Drei Stunden ohne Moderator

Die Verleihung am Freitagabend lief als dreistündige Einzelzeremonie ohne Moderator, durch den Abend führte Ansager Matthew Hoffman. Am Branchenbild änderte das wenig: „General Hospital“ gewann zum sechsten Mal in Folge als beste Daytime-Dramaserie und holte insgesamt vier Trophäen.

Die „Kelly Clarkson Show“ kam auf fünf Emmys, der Sender CBS auf acht. Die neue Serie „Beyond the Gates“ gewann vier von 15 Nominierungen. „A Different Breed“ siegte neben der Lifestyle-Kategorie auch beim Schnitt und in der Regie im Non-Studio-Bereich.

Emmy-Ausbeute der erfolgreichsten Formate 2026

Anzahl der gewonnenen Daytime Emmys je Format

Quelle: 53rd Annual Daytime Emmy Awards, offizielle Gewinnerliste

Eine Nominierung, die viele nicht verstehen

Die Nominierung war von Anfang an umstritten. Staffel eins erreichte bei Rotten Tomatoes nur 38 Prozent positive Kritiken, bei Metacritic ein „generally unfavorable“-Rating. Royal-Expertin Hilary Fordwich hält den Preisvorschlag für schwer nachvollziehbar.

„Angesichts der Polarisierung um Meghan und der schwachen Sehbeteiligung der Serie ist das doch etwas verwunderlich.“
Hilary Fordwich, britische Royal-Expertin

Kinsey Schofield, Moderatorin von „Kinsey Schofield Unfiltered“, sieht in der Nominierung dagegen vor allem Verhandlungsmasse: „Die Nominierung ist hilfreich, weil sie Meghan etwas Greifbares in die Hand gibt bei Treffen mit Studios, Sendern und Werbekunden. Hollywood schätzt Bestätigung von dritter Seite.“

Der Preis ging an „A Different Breed“, eine Serie über den Hundesport-Wettbewerb Purina Pro Plan Incredible Dog Challenge. Meghan hatte ihre Nominierung im Juli öffentlich gefeiert. Für ihre Verhandlungsposition in Los Angeles ist der ausgebliebene Preis ein Rückschlag.

Der Skandal um den Vater

Überschattet wurde der Abend von den Vorwürfen gegen Meghans Vater Thomas Markle (82). Ihr Halbbruder Thomas Markle Jr. hatte am 22. Oktober gemeldet, in vier Kartons im früheren Haus des Vaters auf den Philippinen Material mit sexuellem Kindesmissbrauch gefunden zu haben. Markle Sr. bestreitet die Vorwürfe.

„Ich könnte niemals tun, was mir vorgeworfen wird. Es ist das Schlimmste, was man mir vorwerfen kann“, sagte Markle Sr. Meghan erklärte einen Tag nach dem Bericht ihres Halbbruders, sie sei „zutiefst erschüttert“, und bestätigte einen Brief aus dem Jahr 2019, der sie über Vorwürfe gegen ihren Vater informiert hatte.

Genau dieser Brief ist nun Gegenstand einer Untersuchung. Seit dem 30. Oktober prüft die britische Polizeiaufsicht IOPC, warum die Metropolitan Police die Vorwürfe daraus nur an das Büro der Sussexes weitergab – und nicht an andere Ermittlungsbehörden im In- und Ausland. Die Met hatte sich einen Tag zuvor nach interner Prüfung selbst an die Aufsicht gewandt.

Der Met-Kommandeur Adam Slonecki räumte ein: „Die Einzelheiten der Vorwürfe in dem Brief wurden anderen Strafverfolgungsbehörden nicht mitgeteilt." Die Ankündigung der Polizeiaufsicht zur Untersuchung gegen die Met fiel auf denselben Tag wie die Emmy-Gala.

Von der ersten Staffel zum Emmy-Abend

  1. 4. März 2025
    Erste Staffel startet bei Netflix

    Die Kritiken sind überwiegend negativ, Rotten Tomatoes verzeichnet 38 Prozent positive Bewertungen.

  2. 26. August 2025
    Zweite Staffel folgt

    Später kommt ein Weihnachtsspecial dazu.

  3. Januar 2026
    Netflix stellt die Serie ein

    Nach zwei Staffeln und einem Special ist Schluss.

  4. 15. Juli 2026
    Erste Emmy-Nominierung

    Meghan wird in der Kategorie „Outstanding Lifestyle Program“ nominiert und feiert das auf Instagram.

  5. 26. August 2026
    Umzug nach Großbritannien

    Die Sussexes ziehen mit Archie und Lilibet nach England, das Anwesen in Kalifornien bleibt offizieller Hauptwohnsitz.

  6. 22./23. Oktober 2026
    Vorwürfe gegen den Vater

    Thomas Markle Jr. meldet den Fund von Missbrauchsmaterial; Meghan erklärt, sie sei „zutiefst erschüttert“, ihr Vater bestreitet alles.

  7. 30. Oktober 2026
    IOPC-Untersuchung und Emmy-Gala

    Die Polizeiaufsicht kündigt ihre Prüfung an, am Abend gewinnt „A Different Breed“ – Meghan ist nicht anwesend.

Wie es für Meghan weitergeht

Meghan ist seit dem Umzug nach Großbritannien im August 2026 nicht in die USA zurückgekehrt. Die Schulferien ihrer Kinder Archie und Lilibet verbrachte die Familie einem Bericht von „HELLO!“ zufolge bei Freunden außerhalb des Königreichs; Freunde beschrieben sie als „am Boden zerstört“.

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Beruflich ist die nächste Rolle schon gebucht: 2027 wird Meghan Co-Gastgeberin von „Junior MasterChef Australia" – Aus für die Netflix-Serie.

In Großbritannien ist die Stimmung rauer. Nach der Rückkehr der Sussexes im Sommer forderte TalkTV-Moderatorin Samara Gill den Entzug der Titel – Debatte um Harry und Meghan. Britische und deutsche Medien deuten Meghans Absage in Los Angeles nun auch als Ausweichen vor Fragen zu ihrem Vater.

Offen ist, ob Meghan sich in den kommenden Tagen selbst zu den Vorwürfen äußert und ob die IOPC klärt, warum der Brief von 2019 so lange nur in ihrem Büro bekannt war. Die nächste Antwort fällt in London, nicht in Los Angeles.