Christina Hänni (36) hat drei Wochen lang ihre zweijährige Tochter weitgehend allein versorgt, während das Kind krank war. Ihr Mann, der Sänger Luca Hänni (32), war beruflich unterwegs – nach Angaben aus ihrem Umfeld unter anderem auf Ibiza und in der spanischen Hafenstadt Alicante.
In einer Instagram-Story schilderte die Profitänzerin und Moderatorin die Lage ungewöhnlich offen. Sie sprach von Wochen ohne Schlaf, von Terminen, die weiterliefen, und von dem Versuch, alles gleichzeitig am Laufen zu halten.
„Ich bin komplett allein. Die letzten drei Wochen killen mich.“
Die Tochter erkrankt zum zweiten Mal
Auslöser der Eskalation war eine Erkrankung. Die Zweijährige litt innerhalb kürzester Zeit zum zweiten Mal an einer Mittelohrentzündung, bekam hohes Fieber und musste erneut mit Antibiotika behandelt werden, wie 20 Minuten über die erneute Mittelohrentzündung berichtet.
Besonders schwierig waren die Nächte: In den vier Tagen vor ihrer Schilderung habe die Kleine kaum geschlafen, ihr Tag-Nacht-Rhythmus sei völlig durcheinandergeraten.
Normalerweise wird die Tochter an zwei Tagen pro Woche in der Kita betreut – Zeit, die Hänni für ihre beruflichen Aufgaben nutzt. Fielen diese Tage weg, musste sie Arbeit nachholen. „Alleine sein, wenig Schlaf, viel Arbeit und ein krankes Kind sind einfach keine gute Kombi“, sagte sie.
Von der Trotzphase zum Ausnahmezustand
- August 2026Erste Warnzeichen
Christina Hänni berichtet auf Instagram über die „Trotzphase“ ihrer Tochter und sagt: „Ich bin am Arsch, ich bin am Ende.“
- Anfang Oktober 2026Luca Hänni reist ab
Der Sänger ist beruflich unterwegs, unter anderem auf Ibiza und in Alicante. Seine Frau betreut die Tochter weitgehend allein, ihre eigenen Termine laufen weiter.
- Oktober 2026Zweite Mittelohrentzündung
Das Kind bekommt hohes Fieber, muss erneut Antibiotika nehmen, die Kita-Tage fallen weg.
- 28. Oktober 2026Rückkehr am späten Abend
Luca Hänni kommt von seiner Reise zurück und übernimmt am Folgetag erste Aufgaben.
- 29. Oktober 2026Die Story wird öffentlich
Christina Hänni schildert ihre Erschöpfung; Blick greift die Schilderung als erstes Medium auf.
Krankheit, Job und keine zweite Person vor Ort
Der eigentliche Konflikt entstand aus dem Zusammentreffen von Krankheit, Beruf und dem Fehlen einer zweiten Betreuungsperson. Hänni beschrieb ihre Rolle mit einem Satz, der die Anspannung trägt: „Ich halte ja hier alleine die Stellung, versuche alles irgendwie parallel am Laufen zu halten.“
Sie musste Arbeit nachholen, während das Kind Fieber hatte. „Weil ich ja wirklich komplett alleine bin und mein Mann einfach wegfährt zum Arbeiten“, sagte sie über die Wochen, in denen Beruf und Pflege gleichzeitig auf ihr lasteten.
„Ich bin am Rande des Nervenzusammenbruchs gewesen.“
Die Bilanz dieser Wochen: zu wenig Schlaf, weiterlaufende Termine, wachsender Zeitdruck und ein Kleinkind, das vor allem seine Mutter brauchte.
Luca Hänni übernimmt wieder Alltag
Entspannung kam erst, als Luca Hänni am Vorabend der Story spätabends nach Hause zurückkehrte. Während seine Frau das Video aufnahm, war er bereits mit der gemeinsamen Tochter einkaufen – die erste Alltagsaufgabe seit Wochen.
Auch gesundheitlich gab es Entwarnung: „Es geht ihr jetzt schon ein bisschen besser, sie hat kein Fieber mehr“, sagte Hänni.
Schon ein bis zwei Stunden für sich selbst hätten gereicht, um ihre Batterien wieder aufzuladen und ihre geistige Gesundheit wiederherzustellen, sagte sie – Zeit, die sie nach eigenen Worten seit Tagen nicht gehabt hatte. Die Termine und der Zeitdruck gehen aus ihrer Sicht dennoch weiter.
Chapeau vor Alleinerziehenden
Aus den drei Wochen zog Hänni eine Schlussfolgerung, die über den Promi-Alltag hinausreicht. Immer wieder habe sie an Eltern denken müssen, die diese Situation dauerhaft und ohne Partner bewältigen, wie Blick über den Respekt für Alleinerziehende berichtet.
Bemerkenswert ist, dass die 36-Jährige ihre eigene Belastung als privilegiert einordnet: Sie hat einen Mann, der grundsätzlich unterstützt, zwei Kita-Tage pro Woche und berufliche Flexibilität. Genau dieser Vergleich macht ihren Beitrag aus – wenn eine zeitlich begrenzte Alleinzuständigkeit mit einem kranken Kind an die Substanz geht, wie bewältigen Menschen das dauerhaft?
Was von der Tochter öffentlich bleibt
Trotz der offenen Einblicke bleibt die Privatsphäre des Kindes weitgehend gewahrt. Christina und Luca Hänni zeigen das Gesicht ihrer Tochter auf Social Media kaum bis gar nicht; die 2024 geborene Tochter wird auch in der Berichterstattung nicht namentlich genannt.
Offen über den Spagat zwischen Kind und Beruf spricht Hänni seit Monaten. Schon im August 2026 berichtete sie über die „Trotzphase“ ihrer Tochter und sagte: „Ich bin am Arsch, ich bin am Ende.“ Wie unterschiedlich andere Mütter mit dieser Doppelbelastung umgehen, zeigte zuletzt Franca Lehfeldts frühe Rückkehr in den Job.
Christina und Luca Hänni sind seit 2023 verheiratet. Kennengelernt haben sie sich über die RTL-Tanzshow „Let's Dance“ – sie als Profitänzerin, er als Kandidat. Im August feierten die beiden ihren dritten Hochzeitstag, den sie mit ihrer Tochter in den Bergen verbrachten.
Für Hänni gehen die Termine weiter, der Zeitdruck bleibt. Ob sie künftig früher eine Grenze zieht, Aufgaben entzerrt oder ob die Familie die Betreuung anders aufstellt – dazu gibt es bislang keine Aussage.
