Jenke von Wilmsdorff erlebt nach Ketamin-Überdosis Todesangst
Bild: KI-generiert
Selbstversuch

Jenke von Wilmsdorff erlebt nach Ketamin-Überdosis Todesangst

Eine Mitarbeiterin der Produktion vertut sich mit der Dosis: Statt 30 bis 75 Milligramm bekommt Jenke von Wilmsdorff rund 200 Milligramm Ketamin und glaubt in der ausgestrahlten Szene, er sterbe. Der Moderator warnt davor, es ihm nachzutun.

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Rund 200 Milligramm statt der üblichen 30 bis 75: Diese Verwechslung bei der Dosis hat Jenke von Wilmsdorff (61) bei den Dreharbeiten zu „Gute Laune“ in Todesangst gestürzt. Am 29. Oktober zeigte ProSieben die Szene um 20:15 Uhr, parallel bei Joyn – und der Moderator sagt darin, er habe geglaubt, nicht zurückzukommen.

Der Fehler liegt nach seinen Angaben in der eigenen Produktion. Eine Mitarbeiterin der Sendung habe sich bei der Dosis vertan, sagte von Wilmsdorff: „Das war definitiv zu viel, eine echte Überdosis.“ Statt 30 bis 75 Milligramm soll sein Nasenspray rund 200 Milligramm enthalten haben. Medizinisches Personal war während des Experiments anwesend.

Raum, Zeit und Körpergefühl verschwinden

Im Rausch verliert von Wilmsdorff die Orientierung. Raum-, Zeit- und Körpergefühl gehen ihm verloren, die Angst zu sterben wird übermächtig. In der Folge ist genau der Moment zu sehen, in dem er den eigenen Tod für unmittelbar hält – der Satz, der die Sendung seither begleitet.

„So stelle ich mir den Tod vor. Ich glaube, ich sterbe jetzt“
Jenke von Wilmsdorff, TV-Journalist und Moderator

Nach dem Abklingen bleibt Fassungslosigkeit. „So etwas habe ich noch nie erlebt. Was war denn das bitte?“, sagt er über den Trip. Rückblickend schildert er auch das Gefühl, in einer Schleife festzustecken: „Ich habe wirklich gedacht, ich habe den Verstand verloren und bin in einer Schleife und komme da nicht mehr raus.“

Tod, Wiedergeburt – und eine Warnung

Von Wilmsdorff deutet die Erfahrung als Tod und Wiedergeburt. „Das klingt pathetisch. Aber ich bin auf dieser Reise wirklich gestorben, aber gleichzeitig auch wiedergeboren“, sagt er – und betont, er habe wirklich gedacht, dass er nicht wiederkomme. ProSieben zeigte den Trip in der 20:15-Uhr-Folge mit den vollständigen Szenen.

Der zweite Teil seiner Bilanz ist eine Warnung. „Ich kann das nicht zum Nachmachen empfehlen, vor allem nicht ohne ärztliche Begleitung“, sagt er. Die medizinische Betreuung an diesem Tag nennt er „wahrscheinlich meine Rettung“. Wer Ketamin ohne Begleitung nehme, gehe ein Risiko ein, das er selbst nur mit Ärzten überstanden habe.

Öffentlich wurde der Vorfall schon im Juli

Neu ist der Fall nicht. Mitte Juli 2026 schilderte von Wilmsdorff den Zwischenfall erstmals auf der Joyn-Programmpräsentation in Hamburg und sprach von einer „ersten Nahtoderfahrung“. Die „Bild“ machte die Aussagen publik; am 18. Juli griff der Bericht über die versehentliche Ketamin-Überdosis sie auf.

Kurz vor der Ausstrahlung kam der Dosierungsfehler erneut ans Licht: Eine teleschau-Meldung vom 27. Oktober verbreitete den Satz von der Todesangst, t-online schilderte die Nahtoderfahrung beim Selbstversuch am selben Tag. Zwei Tage später lief die Folge mit den vollständigen Szenen.

Von der Überdosis bis zur Ausstrahlung

  1. Juli 2026
    Dreharbeiten zur Folge „Gute Laune“

    Von Wilmsdorff verabreicht sich versehentlich rund 200 Milligramm Ketamin statt der üblichen 30 bis 75 Milligramm. Medizinisches Personal ist anwesend.

  2. 18. Juli 2026
    Erste öffentliche Schilderung in Hamburg

    Auf der Joyn-Programmpräsentation spricht er von einer „ersten Nahtoderfahrung“; tvspielfilm.de greift die Aussagen nach dem Bericht der „Bild“ auf.

  3. 27. Oktober 2026
    Dosierungsfehler wird kurz vor der Ausstrahlung erneut publik

    Eine teleschau-Meldung zitiert den Satz „So stelle ich mir den Tod vor. Ich glaube, ich sterbe jetzt“.

  4. 29. Oktober 2026
    Ausstrahlung bei ProSieben und Joyn

    Die Folge läuft um 20:15 Uhr und enthält die vollständigen Szenen des Ketamin-Trips.

  5. 31. Oktober 2026
    Joyn veröffentlicht ausführlichen Beitrag

    Der Beitrag versammelt die Zitate aus der Folge, darunter „So etwas habe ich noch nie erlebt“.

Die Psychologin widerspricht dem Rezept

In der Folge kommt auch Judith Mangelsdorf zu Wort, Professorin für Positive Psychologie: „Kurzfristig sind Drogen sehr hilfreich. Langfristig ist es das Schlimmste, was ich tun kann.“ Ketamin beschäftigt längst auch andere Prominente – Matthew Perrys Schwester nennt eine Gott-Erfahrung als Ketamin-Grund für den Konsum ihres Bruders.

Ob die Produktion ihre Dosierungsabläufe nach dem Vorfall ändert, ist bislang offen. Die Sendung will Wege aus dem Dauerfrust zeigen – an dieser Stelle zeigt sie, wie ein einziger Dosierungsfehler in Todesangst führt. Die Ansage des Moderators an alle, die es ihm nachtun wollen, bleibt eindeutig.

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