Eike Immel lebt nach eigener Aussage von 563 Euro Bürgergeld
Bild: KI-generiert
Bürgergeld

Eike Immel lebt nach eigener Aussage von 563 Euro Bürgergeld

Eike Immel schilderte in verschiedenen Sendungen unterschiedliche monatliche Beträge: 2024 nannte er 1.138 Euro, in einer späteren Reportage 563 Euro. Nach seiner nicht rechtskräftigen Verurteilung 2025 wurde die Strafe im Berufungsverfahren 2026 auf Bewährung geändert; Immel bestreitet, jemanden betrogen zu haben.

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Eike Immel nannte in verschiedenen Sendungen unterschiedliche monatliche Beträge, die ihm zur Verfügung stünden. In einem Steckbrief, den BILD am Montag über ihn veröffentlichte, rechnet der frühere Nationaltorwart mit seiner zweiten Karriere ab – und mit dem Bild, das die Öffentlichkeit von ihm hat.

Der Anlass ist ein Porträt, die Bilanz ist ein Absturz: Vom Millionen-Verdiener im Tor von Borussia Dortmund, VfB Stuttgart und Manchester City ist Immel bei der staatlichen Grundsicherung angekommen. Er selbst sagt, was ihn daran am meisten schmerzt: nicht der Kontostand, sondern der Ruf.

Der Ruf ist teurer als das Geld

Wer heute seinen Namen hört, denkt nicht an das Torwartspiel, sondern an Dschungelcamp und Schlagzeilen. Immel hat für diese Verschiebung einen Satz gefunden, der im Steckbrief steht:

„Keiner sagt: „Mein Gott, war das ein geiler Torwart“, sondern: „Das ist doch der Idiot, der im Dschungelcamp war oder der Schulden hat.“ Das tut mir schon manchmal ein bisschen weh.“
Eike Immel, Ex-Nationaltorwart und Reality-Star

Dabei war Immel einer der Besten seiner Zunft: Mit 17 debütierte er 1978 für Dortmund in der Bundesliga, 1980 gehörte er mit 19 als jüngster Torhüter zum EM-Kader, 1992 wurde er mit dem VfB Stuttgart Deutscher Meister. Nach dem Karriereende 1997 trainierte er Beşiktaş Istanbul, Austria Wien und Fenerbahçe Istanbul, zuletzt bis 2023 Eintracht Stadtallendorf.

Was von den Millionen übrig blieb

Der finanzielle Absturz lässt sich datieren: 2008 meldete Immel Privatinsolvenz an, nachdem das Finanzamt 900.000 Euro von ihm verlangte. Im selben Jahr ging er ins Dschungelcamp und wurde Fünfter.

Zu den monatlichen Beträgen machte Immel unterschiedliche Angaben: In der Sat.1-Sendung „Über Geld spricht man doch“ sprach er 2024 von 1.138 Euro, in der RTLzwei-Reportage „Armes Deutschland“ von 563 Euro. Laut Rentenbescheid stehen ihm 1.078,15 Euro Rente monatlich zu.

Immels eigene Angaben zu seinen monatlichen Bezügen

Was der Ex-Torwart in Interviews und TV-Berichten nannte

Quelle: Sat.1, RTLzwei, BILD

Für die Schulden macht Immel niemanden sonst verantwortlich. Über die Jahre, in denen das Geld reichlich floss, sagt er: „Das Geld hätte reichen können für das ganze Leben.“ Und über sich selbst: „Es ist nicht meine Stärke, mit Geld umzugehen.“

Dazu kommt eine Justizsache. 2025 wurde Immel wegen Betrugs in 107 Fällen zu zwei Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt, das Urteil ist nicht rechtskräftig. Im Immels Berufungsverfahren nach 107 Betrugsfällen vor dem Landgericht Marburg änderte sich die Strafe im September 2026 auf zwei Jahre Haft auf Bewährung und 200 Stunden gemeinnützige Arbeit. Immel gestand dabei einen Schaden von 34.340 Euro.

Der Eklat, der alles überlagerte

Überlagert wird all das von einem Auftritt im Oktober 2026. In der Joyn-Show „Das große Promi-Büßen“ musste Immel nach zwei Drehtagen das Camp verlassen. Auslöser waren laut dem Focus-Bericht über den Eklat im Camp das N-Wort für einen Schokokuss, die erste Strophe des Deutschlandliedes und wiederholte Beleidigungen gegen eine Frau.

Für Moderatorin Olivia Jones (56) war damit Schluss. Sie schickte ihn mit dem Satz hinaus, man hätte gern mehr von ihm gesehen, „aber eben nicht so was“, und verlangte, dass er das Camp sofort verlässt. Ihren Eindruck von seinen Beteuerungen fasst sie so zusammen:

„Das ist das klassische Verhalten eines Trickbetrügers.“
Olivia Jones, Moderatorin „Das große Promi-Büßen“

Immel weist das zurück. „Ich habe niemanden betrogen“, sagt er – und gegen die Vorwürfe aus der Show setzt er: „Ich bin weder Nazi noch frauenfeindlich noch sonst was.“ Der Ex-Nationaltorwart entschuldigte sich für den Auftritt; Immels Rauswurf und seine Entschuldigung im Camp sind seit Ende Oktober dokumentiert.

Was 2027 passiert

Im Steckbrief steht auch ein Datum: 2027. Bis dahin will Immel nach eigener Aussage arbeiten, um überhaupt einen Rentenanspruch zu erfüllen. Folge drei der Show, in der er rausflog, ist seit Montag kostenlos auf Joyn abrufbar.

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Offen ist, wie es nach 2027 weitergeht und ob Immel die Voraussetzungen für seine Rente bis dahin erfüllt. Fest steht nur, dass das Publikum ihn derzeit zuerst als den Mann aus dem Camp erkennt – und nicht als den Torwart, der mit 17 in der Bundesliga debütierte.