Fremde werfen Briefe in Sandra Safiulovs Briefkasten, stellen Geschenke vor ihre Haustür und halten sich an ihrer Garage auf. Jetzt will die Influencerin ihr Grundstück in Bielefeld einzäunen lassen – obwohl sie einen Zaun beim Hauskauf ausdrücklich abgelehnt hatte.
Zu Wort meldet sich die 27-Jährige in der neuen Folge des RTL+-Podcasts „4 Schwestern“: Die Ausgabe heißt „HOUSEWIFE ERA“, ist Folge 56 und erschien am 1. November. Der RTL-Bericht über die übergriffigen Fans griff ihre Aussagen am Morgen des 2. November auf.
Briefe, Geschenke, Klingeln an der Tür
In dem Gespräch schildert Safiulov eine ganze Reihe von Grenzüberschreitungen: unbekannte Absender, die Briefe einwerfen, abgestellte Geschenke, Klingeln an der Haustür – und zuletzt Menschen, die sich an ihrer Garage aufhielten. „Bitte hört auf, mir Briefe in den Briefkasten zu werfen“, sagt sie in der Folge.
„Leute, lasst es einfach sein. Ich lebe hier.“
Sie geht von keiner bösen Absicht aus, will ihre offene Haltung aber nicht aufgeben. „Ich glaube, die Leute haben erstmal keine schlechte Absicht. Davon gehe ich erstmal aus“, sagt sie. Wie leicht Nähe kippt, zeigt ein Blick auf andere Fälle: Hella von Sinnen und die Selfie-Anfragen am Grab.
Ein Zaun, den es nie geben sollte
Die Konsequenz ist handfest. Im kommenden Jahr, also 2027, will Safiulov ihr Grundstück einzäunen lassen, damit niemand mehr ungehindert darauf gelangen kann. Beim Kauf ihres Hauses in Bielefeld im Frühling 2026 hatte sie das noch ausgeschlossen – in einem Video stellte sie damals die große Eingangstreppe als Teil ihres „Für-immer-Hauses“ vor.
„Ich wollte eigentlich vor meinem Haus keinen Zaun haben“, sagt sie jetzt. „Ich will mich selber gar nicht so eingrenzen und abgrenzen.“ Wie unmittelbar Fremde in ihren Alltag reichen, beschreibt sie mit einem Satz, der die Angst hinter der Offenheit zeigt:
„Es kann sein, dass ich nackt die Treppe runtergehe – und dann stehen da Leute.“
Die Schwester benennt den Kern
Ihre Schwester Alex macht in derselben Folge den Kern des Konflikts deutlich: Die Fans verfolgten Sandra seit Jahren, Sandra kenne diese Menschen aber nicht. Es ist eine Bekanntschaft mit einer Seite – die Zuschauer wissen viel über sie, sie weiß nichts über die Leute vor ihrer Garage.
Dass Fremde sich so weit hineinwagen, hat auch mit ihrer Offenheit zu tun: Safiulov erzählt in Podcasts von ihren Trainingszielen, nach 50 Kilo Abnahme ein Sixpack ist nur eines davon.
Öffentlich wurde der Fall am 2. November: RTL stellte am Morgen seinen Beitrag online, im Tagesverlauf folgten prisma.de, express.de, tz.de und die Schwäbische Post mit einem Text des teleschau-Dienstes. Promiflash fasste SelfieSandras Konsequenzen aus den Fans-Übergriffen am selben Tag zusammen.
Der Zaun löst nur die halbe Aufgabe. Er hält Menschen von der Garage fern, nicht aber aus dem Podcast – und Safiulov selbst zweifelt, ob sie sich wirklich abschotten will. Offen bleibt bis 2027 eine Frage, die sie selbst nicht beantwortet: Wie oft es in Bielefeld noch klingelt, bevor die erste Latte steht.
