Robert Pattinson (40) hat seine eigenen Kolleginnen und Kollegen als filmscheu bloßgestellt – und damit eine Debatte über seinen Beruf ausgelöst. In der Letterboxd-Videoserie „In the Screening Room“ sagte der Weltstar, er hasse es, dass so viele Schauspieler keine Filme anschauen.
Die Episode mit dem Titel „In the Screening Room with Zendaya and Robert Pattinson (The Drama)“ erschien am 29. März 2026 und entstand zur Promotion des A24-Films „Das Drama“ (Regie: Kristoffer Borgli), der am 3. April 2026 in den US-Kinos startete. Zendaya (30) saß direkt neben ihm.
Der Snob-Vorwurf an filmscheue Kollegen
Pattinsons Ausgangspunkt ist das gewachsene cinephile Bewertungsverhalten in Hollywood, das er als „Letterboxd-ifizierung“ des Schauspielberufs beschreibt. Seine Abrechnung formuliert er ohne Umschweife:
„Ich glaube, ich bin da ein totaler Snob. Ich hasse das, denn lange Zeit traf man irgendwelche Schauspieler, und niemand von ihnen hatte irgendetwas gesehen. Da dachte ich: ‚Warum schaut ihr euch keine Filme an?‘ Das ist so seltsam. Es gibt so viele Schauspieler, die keine Filme schauen und sich auch nicht dafür interessieren.“
Die Entwicklung begrüßt er ausdrücklich: „Das ist gut, man sollte sich Filme ansehen." Für Pattinson gehört die Auseinandersetzung mit dem Medium damit zum Berufsbild, nicht zum Privatvergnügen – wie Filmstarts Pattinsons Abrechnung mit Hollywood einordnet. Der Satz trifft das Selbstverständnis einer Branche.
Zendaya sitzt daneben und räumt ein
Der Reiz der Szene liegt in der Sitzordnung: Zendaya reagierte unmittelbar auf die Kritik an ihrer Seite – und nahm sie auf sich. Von einer Gegenrede keine Spur:
„Ich glaube, ich könnte mich da verbessern. Manchmal bin ich so beschäftigt, dass ich denke: ‚Verdammt, ich bin gar nicht auf dem neuesten Stand‘ und Dinge nicht gesehen habe, die ich eigentlich hätte sehen sollen.“
Den Grund nennt sie selbst: ihr voller Terminkalender. Beide standen 2026 für drei Filme gemeinsam vor der Kamera – „Das Drama", Christopher Nolans „Die Odyssee" (Kinostart 17. Juli 2026) und „Dune: Part Three" unter Denis Villeneuve. Zu Pattinsons Pensum passt seine eigene Erklärung, wie ihm sein Baby vier Filme ermöglichte.
Der Seitenhieb auf die Lieblingsfilme
Letterboxd fragt Stars auf roten Teppichen und in Formaten wie „Four Favorites“ regelmäßig nach ihren vier Lieblingsfilmen – eine Frage, die Zendaya sichtlich in Verlegenheit bringt. Sie vertut sich dabei selbst, weil das Format vier und nicht fünf Titel verlangt:
„Letterboxd setzt einen mit seinen Top 5 ganz schön unter Druck. Da denkt man: ‚Verurteilt mich nicht! Ich weiß es nicht! Nehmt einfach, was Rob gesagt hat!‘“
Auf vier Favoriten festgelegt haben sich bislang weder Zendaya noch Pattinson. Pattinson nannte bei anderen Gelegenheiten „Einer flog über das Kuckucksnest“, „Der Exorzist“, „Die Teufel“ und „White Material“ sowie mehrere Filme von Jean-Luc Godard. Ob er selbst ein Letterboxd-Konto besitzt, ist nicht bekannt – einige Stars halten ihr Profil dort geheim.
Müssen Schauspieler Filme schauen?
Die Debatte dahinter ist handfest: Auf der einen Seite steht ein als Cinephiler profilierter Weltstar, für den Filmgeschichte Teil der Schauspielausbildung ist. Auf der anderen eine der gefragtesten Schauspielerinnen ihrer Generation, die offen einräumt, den eigenen cinephilen Rückstand zu kennen – und den Druck mit einem Scherz abfedert.
In Hollywood existiert beides: Darsteller mit öffentlich sichtbaren Letterboxd-Profilen und Rezensionen, daneben Kollegen, die sich vom Filmesehen als Freizeitbeschäftigung fernhalten, weil der Beruf ohnehin den ganzen Tag um Film kreist. Offen ist, ob Zendaya ihr Versprechen einlöst – und ob aus dem Scherz über die vier Lieblingsfilme eine eigene Antwort wird.
