Susan Sideropoulos' GZSZ-Aus führte zum Serientod von Verena Koch
Zehn Jahre spielte Susan Sideropoulos die Verena Koch, dann wollte sie aufhören – und die Serie ließ ihre Figur sterben, damit es keine Rückkehr geben konnte. Am 11. August 2011 starb Verena in Folge 4802 nach einem Unfall.
Susan Sideropoulos (46) wollte 2011 nur aufhören – nach zehn Jahren, mit zwei kleinen Kindern. Die Serie ließ sie gehen, doch ihre Figur überlebte den Abschied nicht: Verena Koch wurde in den Tod geschrieben, damit eine Rückkehr ausgeschlossen blieb.
Am 11. August 2011 lief Folge 4802 von „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“. Es war der Tag, an dem Verena starb. Fast zeitgleich begann im echten Leben ein neues Kapitel: Sideropoulos' zweiter Sohn Liam Chaim kam im August 2011 zur Welt.
Verena war keine Randfigur. Am 24. Februar 2010 heiratete sie in der Serie Leon Moreno, gespielt von Daniel Fehlow. Am 11. November 2010 kam Seriensohn Oskar zur Welt – Verena war in Echtzeit rund 17 Monate lang schwanger, weil Sideropoulos' eigene Schwangerschaft eingebaut worden war.
Von der ersten Klappe bis zur Doppelgängerin
28. Februar 2001
Erster Auftritt als Verena Koch
In Folge 2179 debütiert Susan Sideropoulos in der RTL-Dailysoap.
24. Februar 2010
Hochzeit in der Serie
Verena heiratet Leon Moreno, gespielt von Daniel Fehlow.
3. Juni 2011
Ausstieg bestätigt
Sideropoulos sagt der „Bild“-Zeitung, sie höre nach zehn Jahren auf; die Drehbücher werden umgeschrieben.
11. August 2011
Serientod in Folge 4802
Verena erliegt nach einem Unfall auf dem Weg zu einer Schuhmesse im Krankenhaus ihren Verletzungen.
Februar 2022
Rückkehr ins GZSZ-Universum
Im Spin-off „Leon – Glaub nicht alles, was du siehst“ spielt sie Sarah Elsässer.
Januar 2023
Gastspiel in der Hauptserie
Sarah Elsässer, die Verena zum Verwechseln ähnlich sieht, taucht vorübergehend in GZSZ auf.
Der Entschluss kam von einem Tag auf den anderen
Anfang Juni 2011 bestätigte die Schauspielerin der „Bild“-Zeitung, was bis dahin nur Spekulation war – wie n-tv über den Ausstieg berichtete. „Nach zehn Jahren GZSZ habe ich mich entschlossen, aufzuhören“, sagte sie. Der Entschluss sei von einem Tag auf den anderen gefallen.
Vier Wochen Drehzeit lagen noch vor ihr, die Bücher wurden umgeschrieben. In einer Videobotschaft an die Fans sprach sie von Enttäuschung und Schock: „Ihr seid bestimmt sehr enttäuscht und schockiert, ich bin es auch. Aber ja, es stimmt: Verena verabschiedet sich nach zehn Jahren von GZSZ.“
Auf die Gründe angesprochen, verwies sie auch auf ihre Familie: „Ich hatte meine zwei Kinder bekommen, das ging einfach nicht mehr.“ Sohn Joel war im März 2010 geboren worden, die Schwangerschaft war in die Serie eingebaut worden.
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Ein Unfall statt einer Auszeit
Eine Reise, ein Umzug, ein Job in einer anderen Stadt: Es gäbe Wege, eine Figur verschwinden zu lassen, ohne sie zu töten. Die Produktion wählte keinen davon. Weil keine Hintertür für eine Rückkehr offenbleiben sollte, starb Verena Koch – der nachgezeichnete Serientod einer Dailysoap-Figur.
Auf dem Weg zu einer Schuhmesse blieb ihr Wagen liegen. In der Dunkelheit erfasste sie ein anderes Auto, im Krankenhaus erlag sie ihren Verletzungen. Am Steuer des Unfallwagens saß Serienfigur Philipp Höfer, gespielt von Jörn Schlönvoigt – kein Fremder, sondern ein Gesicht aus dem eigenen Ensemble.
Für Sideropoulos waren diese Szenen keine Routine. Sie sagte über die Dreharbeiten an Verenas Ende:
„Es war sehr belastend, das zu spielen. Nach der letzten Klappe habe ich geweint und meine Kollegen auch.“
Susan Sideropoulos, Schauspielerin und Moderatorin
Als Folge 4802 ausgestrahlt wurde, lag ihr letzter Drehtag bereits Wochen zurück. Sie hatte das Set im Juni 2011 verlassen; das Ende ihrer Figur sahen die Zuschauer erst im August.
Elf Jahre später als Doppelgängerin
Lange blieb Verena Koch tot. 2022 tauchte Sideropoulos im Spin-off „Leon – Glaub nicht alles, was du siehst“ wieder auf – als Sarah Elsässer, die Verena zum Verwechseln ähnlich sieht. Ab Januar 2023 war sie mit dieser Rolle auch in der Hauptserie zu sehen, ausdrücklich nicht als wiederauferstandene Verena.
Der Weg zurück an den Drehort war emotional, wie sie selbst beschrieb:
„Als ich im November zurück am Set war, habe ich vor Freude erst einmal geweint.“
Susan Sideropoulos, Schauspielerin und Moderatorin
Für die Serie war die Doppelgängerin der Ausweg: Das Gesicht kam zurück, die tote Figur blieb tot. Zuletzt war Sideropoulos im April 2024 in der Hauptserie zu sehen, danach widmete sie sich Buch-, Musik- und Bühnenprojekten.
Was nach dem Abschied kam
Der Ausstieg war nicht das Ende ihrer Karriere, aber ein Bruch. 2015 wurde die Sat.1-Vorabendserie „Mila“ mit ihr in der Hauptrolle nach zehn Ausstrahlungstagen abgesetzt. 2021 erschien ihr Buch „Rosarotes Glück“, in dem sie die Sinnkrise nach dem GZSZ-Aus verarbeitet.
Ob Sideropoulos nach ihrem Gastspiel 2024 noch einmal zu „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ zurückkehrt, sagt niemand verbindlich. Verena Koch wird es nicht sein – an ihrem Serientod von 2011 hat sich bis heute nichts geändert.