Sido schließt Svenni's Nachtshop bei 6.000 Euro Monatsmiete
Bild: KI-generiert
Gewerbemieten

Sido schließt Svenni's Nachtshop bei 6.000 Euro Monatsmiete

Die Miete für Svenni's Nachtshop ist seit 2021 von 4.000 auf 6.000 Euro gestiegen. Sido macht Schluss – und sagt, mit Getränken, Snacks und Blättchen sei das nicht zu bezahlen.

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6.000 Euro Monatsmiete sind Sido (45) zu viel. Der Rapper gibt seinen Spätkauf „Svenni's Nachtshop“ in der Neuen Bahnhofstraße in Berlin-Friedrichshain auf – die Schließung ist für Dezember 2026 angekündigt.

Bekannt gab er das Aus in der Podcast-Folge „Sido x Take Me Späti“ mit Moderatorin Sara Arslan. Die rund 35 Minuten lange Episode erschien am 1. November 2026; zwei Tage später griffen erste Medien die Meldung auf.

Von 4.000 auf 6.000 Euro

Seit der Eröffnung im Juni 2021 ist die Miete von 4.000 auf 6.000 Euro im Monat gestiegen – ein Plus von 2.000 Euro oder 50 Prozent. Aufgebaut hatte Sido den Laden nahe dem Ostkreuz gemeinsam mit dem Rapper Bozza und dem Kioskbetreiber Armin Bahari-Darakhshan, mitten in der Corona-Pandemie.

Monatsmiete für Svenni's Nachtshop

Angaben Sidos zur Ladenfläche in Berlin-Friedrichshain

Quelle: Sido im Podcast „Take Me Späti“, 1. November 2026

Sido macht die Miete für das Aus verantwortlich, nicht die Nachfrage. „Früher waren es 4.000“, sagt er über die Anfangszeit. Der Sprung um 2.000 Euro monatlich ist für ihn die Summe, die den Laden kippt.

Mit Blättchen ist die Miete nicht zu zahlen

In dem Laden laufen Getränke, Snacks und Zigaretten – bei Sido „Blättchen“ genannt. Mit diesem Sortiment lässt sich eine Miete von 6.000 Euro aus seiner Sicht nicht mehr erwirtschaften.

„„Mit Blättchen verkaufen lässt sich die Miete nicht mehr bezahlen“, sagt Sido.“
Sido, Rapper und Betreiber von Svenni's Nachtshop

Als Grund für das Aus nennt Sido die Miete: „Die Miete wird zu teuer. Wir können uns das nicht mehr leisten.“ Und er lässt keinen Zweifel, dass es nicht am Sortiment liegt: „Das kannst du mit einem Späti nicht finanzieren.“

Geheimraum hinter dem Zigarettenregal

Svenni's Nachtshop war kein gewöhnlicher Späti. Die Fläche war deutlich größer als bei üblichen Läden – Angaben schwanken zwischen knapp 100 und mehr als 100 Quadratmetern. Drinnen gab es eine Sofa-Ecke im Hinterzimmer, eine Jägermeister-Kühlschrankwand und Regale mit US- und Asien-Snacks.

Hinter dem selbst gebauten Zigarettenregal lag ein Geheimraum, den nur Zugangskarten-Inhaber betreten konnten – das beschrieb der Großhändler Lekkerland 2022 in einem Artikel über den Laden. Der Name „Svenni“ hat nichts mit einer realen Person zu tun; er geht auf einen Insiderwitz im Freundeskreis zurück.

„Weil wir uns zu der Zeit, wo wir den Laden gemacht haben, immer alle Svenni genannt haben.“
Sido, Rapper und Betreiber von Svenni's Nachtshop

Kein neuer Späti geplant

Einen neuen Laden an anderer Stelle wird es nicht geben. „Nö, nicht geplant“, sagt Sido auf die Frage nach einem Ersatzstandort; seine Zeit als Späti-Betreiber sei damit vorbei. Die Schließung in Friedrichshain ist für Dezember angekündigt.

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Am 3. November 2026 griffen erste Medien die Meldung auf; einen Tag später ordneten FAZ und Spiegel den Fall als Beispiel der Berliner Gewerbemietentwicklung ein. Der Tagesspiegel fragt, ob Gentrifizierung auch erfolgreiche Rapper trifft. Auch Michael Schanze muss sein Münchner Zuhause räumen. Offen bleibt, wer die Fläche an der Neuen Bahnhofstraße übernimmt.