Goldsucher findet 1,2-Kilo-Goldklumpen im australischen Outback
Tagelang zog ein Hobby-Sucher in New South Wales nur Bleikugeln und rostige Nägel aus dem Boden. Dann hob er ein 1218 Gramm schweres Nugget aus – geschätzter Wert: bis zu 200.000 Dollar. Seinen Namen will er nicht nennen.
Tagelang zog der Mann nur Bleikugeln, alte Nägel und verrostete Hufeisen aus dem roten Boden. Dann entdeckte er auf der Mount Stuart Station einen gelben Punkt im Dreck – und hob einen Goldklumpen von 1218 Gramm aus der Erde.
Der Fund gelang nahe Tibooburra im Nordwesten von New South Wales, rund 1200 Kilometer von Sydney entfernt. Tibooburra liegt tief im Outback.
Nach ersten Analysen stecken rund 940 Gramm reines Gold in dem Klumpen. Der Rest besteht aus Quarz, in den das Edelmetall eingewachsen ist. Ein Nugget ist also kein Barren, sondern ein Stück Gestein mit sehr hohem Goldanteil – hier sind es knapp 280 Gramm Gestein.
Der Klumpen heißt jetzt „Tibooburra Spud“
Der Finder möchte anonym bleiben. Seinem Fund gab er trotzdem einen Namen: „Tibooburra Spud“. „Spud“ ist im australischen Englisch das umgangssprachliche Wort für Kartoffel. Der Spitzname trägt den Fundort im Namen und ist inzwischen selbst Teil der Berichterstattung.
Bekannt wurde der Fund dennoch, obwohl sein Entdecker nicht in Erscheinung tritt. Seit dem 26. Oktober berichten Medien in Australien und Europa über den Klumpen; der ABC-Bericht über den Fund im Outback nennt Gewicht, Fundort und den Spitznamen. Auch deutsche und österreichische Portale griffen die Geschichte auf.
Zwischen 150.000 und 200.000 Dollar
Die Schätzungen zum Wert des Nuggets reichen von 150.000 bis 160.000 Dollar. Bei einer Auktion könnten bis zu 200.000 Dollar herausspringen. Deutsche Medien rechnen den Fund in mehr als 120.000 Euro um.
Für den Sucher ist das ein Glücksfall nach einer Serie von Fehlversuchen. Vor dem Spud hatte er tagelang nur Schrott gefunden: Bleikugeln, alte Nägel und Hufeisen. Solche Fundstücke sind für Hobby-Sucher der Normalfall – der Spud ist die Ausnahme.
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Seit den 1880ern wird dort Gold gesucht
Die Goldsuche rund um Tibooburra reicht bis in die späten 1880er-Jahre zurück. Heute ist sie ein Touristenziel: Wer in der Region sein Glück versucht, hofft auf einen Fund wie diesen. Der Spud ist der jüngste Beleg dafür, dass in der Region noch etwas zu finden ist.
Wem ein solcher Schatz gehört, ist nicht überall geklärt. In Belgien beschlagnahmten Behörden einen Goldschatz mit bis heute unklarem Eigentümer: Bauarbeiter hatten in Sint-Gillis-Dendermonde 4000 Goldmünzen und mehr als 40 Barren entdeckt. Der Fund liegt dort bei den Behörden, nicht bei den Findern.
Was mit dem Spud passiert
Ob der Finder seinen Klumpen verkauft, behält oder ausstellen lässt, ist nicht bekannt. Er möchte anonym bleiben, und über einen Termin für eine Versteigerung ist nichts überliefert.
Der Fund könnte für Goldsucher in Tibooburra zusätzliche Aufmerksamkeit bringen. Ob der Spud je in einem Auktionskatalog auftaucht, entscheidet allein sein Finder. Bis dahin bleibt der Klumpen das, was er beim Fund war: ein Stück Quarz mit 940 Gramm Gold darin – und ein Name, den jetzt viele kennen.