52-Jähriger zertrümmert Polizeiwache in Hagen mit einer Axt
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Gewalttat

52-Jähriger zertrümmert Polizeiwache in Hagen mit einer Axt

Ein 52-Jähriger zerschlägt in Hagen die Fensterfront einer Polizeiwache und geht anschließend mit Axt und Machete auf Beamte zu. Er verlangt, erschossen zu werden – die Polizisten überwältigen ihn ohne Schuss.

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Mit einer rund einen Meter langen Axt hat ein 52-jähriger Hagener in der Nacht zum 4. November die Fensterfront der Polizeiwache Haspe zertrümmert. Als Streifenwagenbesatzungen ihn kurz darauf stellten, ging der Mann mit Axt und Machete in der Hand auf die Beamten zu.

Die Tat begann am späten Dienstagabend gegen 21:30 Uhr an der Vollbrinkstraße. Der Mann schlug mehrfach mit der Axt gegen die Glasfront der Wache. Die Wache war zu diesem Zeitpunkt besetzt, nach Ermittlungsstand hielt sich noch ein Polizist im Gebäude auf.

Fünf große Sicherheitsscheiben und die Klingelanlage gingen zu Bruch, wie der WDR-Bericht über die zertrümmerte Wache beschreibt. Verletzt wurde in der Wache niemand.

Der Angreifer flüchtete zu Fuß, kam aber nicht weit: Bereits kurz nach 21:30 Uhr trafen mehrere Streifenwagenbesatzungen ihn in unmittelbarer Nähe der Wache. Dort forderte er die Beamten mehrfach auf, ihn zu erschießen, wie Radio Hagen den Zugriff schildert.

Ohne Schuss überwältigt

Zu einem Schusswechsel kam es nicht. Die Einsatzkräfte sprachen den Mann gezielt an und brachten ihn dazu, Axt und Machete wegzuwerfen. Anschließend überwältigten sie ihn, ohne ihn zu verletzen. Passanten und Einsatzkräfte blieben nach Polizeiangaben unverletzt.

Der 52-Jährige war bewaffnet und verlangte ausdrücklich nach Schüssen – die Lage hätte auch anders ausgehen können. Bei dem Polizeieinsatz gegen einen Messerangreifer in Hannover gab im September ein 24-jähriger Polizist mehrere Schüsse auf einen Mann ab, der mit einem Messer auf ihn zukam.

Vier Gegenstände und ein Gutachten

Vier Gegenstände kamen an diesem Abend zusammen: die Axt, mit der der Mann die Wache beschädigte, die Machete, mit der er auf die Beamten zuging, dazu ein Messer und ein Bunsenbrenner. Die letzten beiden fanden die Beamten bei der Durchsuchung in seinen Taschen.

Nach einer ärztlichen Begutachtung brachten Mitarbeiter des Hagener Ordnungsamtes und des Rettungsdienstes den 52-Jährigen noch in der Nacht in einer psychiatrischen Einrichtung unter. Damit endete der Einsatz an der Vollbrinkstraße.

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Schaden in erheblichem Umfang

Am Gebäude entstand „Schaden in erheblichem Umfang“, wie die Polizei Hagen mitteilte. Zur genauen Schadenshöhe konnte die Behörde noch keine Angaben machen.

Die Beamten vor Ort sprachen von einer „Spur der Verwüstung“. Das Motiv der Tat ist bislang unklar, die Ermittlungen laufen. Der Verdächtige ist öffentlich nicht namentlich benannt; die Polizei Hagen kommunizierte über ihre Pressestelle.

Für die Hagener Behörde ist es nicht der einzige größere Einsatz in diesem Herbst: Anfang Oktober hatte das SEK eine Dachgeschosswohnung in Hagen aufgesprengt und drei Männer in Hagen und Unna in Gewahrsam genommen.

Offen bleibt, ob die Ermittler ein Motiv benennen können und wie lange der 52-Jährige in der Klinik bleibt. An der Wache in Haspe müssen die zerstörten Scheiben ersetzt werden – die Schadenshöhe ist weiter offen.