Mark Keller nennt ältere Singlefrauen „verwelkt“ und erntet Kritik
Mark Keller löst mit einem Satz über angeblich „verwelkte“ Singlefrauen Empörung aus. Im Podcast „Beziehungsduell“ sagte der Schauspieler, Frauen mit hohen Ansprüchen würden später bereuen, keinen Partner gefunden zu haben. Keller hat sich bislang nicht geäußert.
Ein einziges Wort hat Mark Keller (61) eine Welle der Empörung eingebracht: „verwelkt“. Der Schauspieler, bekannt aus der ZDF-Serie „Der Bergdoktor“, beschrieb damit im Podcast „Beziehungsduell“ ältere Singlefrauen, die aus seiner Sicht zu hohe Ansprüche an einen Partner stellen. Seit dem 4. November wird er für den Satz scharf kritisiert.
In der Folge sagt Keller über Frauen, die lange nach einem Partner suchen, sie würden später merken, dass sie einen „ganz Guten“ verpasst hätten. Der Satz, der die Debatte auslöste, lautet:
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„Und später, wenn sie verwelkt sind, denken sie: ‚Mann, eigentlich hatte ich damals schon einen ganz Guten, aber jetzt ist es so, ich habe halt keinen.‘“
Mark Keller, Schauspieler
Die Gastgeberin Barbara Rynes hakte nach: „Wirke ich schon verwelkt für dich?“ Keller antwortete: „Nein, aber in 20 Jahren wird das dann so sein.“ Sie könne dann noch einen „Gleichgesinnten, der dann seine Frau verloren hat“ finden.
Die Folge selbst war schon vor dem 4. November entstanden. Die Kritik konzentrierte sich auf die Vokabel „verwelkt“, nicht auf den übrigen Verlauf des Gesprächs.
Kritik an einem einzigen Wort
Ein Ausschnitt der Folge wurde am 4. November veröffentlicht. Darin entzündet sich die Kritik vor allem an der Vokabel „verwelkt“. Kritiker nennen den Ton respektlos und werfen dem Satz vor, Frauen ab einem bestimmten Alter abzuschreiben. Die Kritik an Mark Kellers Wortwahl ist breit.
Keller hatte in der Folge mehrfach betont, viele Frauen wollten einen „absoluten König oder Kaiser“. Für seine Kritiker ist die Wortwahl deshalb kein Versehen, sondern Ausdruck eines Weltbilds, in dem Frauen mit Ansprüchen als Problem erscheinen. In der Debatte wird Frauen geraten, ihre Erwartungen gerade nicht zu senken.
Die Debatte wird seit dem 5. November fortgeführt. Im Zentrum steht die Frage, ob Frauen im Dating-Kontext Abstriche machen sollen.
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Keller sieht Frauen selbst im Weg
In dem Gespräch warf Keller Rynes vor, sich mit ihren Erwartungen selbst im Weg zu stehen. „Weil du was Spezielles suchst“, sagte er. Der Vorwurf richtet sich an die Gastgeberin, die nach eigenen Worten einen Partner im Alltag kennenlernen möchte.
Auf ihren Wunsch, einen Mann im Alltag kennenzulernen, hatte Keller eine klare Antwort:
„Ja, dann darfst du aber nicht auf Tinder dein Date suchen.“
Mark Keller, Schauspieler
Der Tinder-Satz und der „verwelkt“-Spruch stehen in derselben Folge. In beiden Sätzen geht es um die Frage, wer die Verantwortung für das Single-Dasein trägt.
Seine eigene Beziehung begann 2012; kennengelernt habe er Anna in einem Restaurant in Köln. Im Januar 2024 sagte er öffentlich, sie habe anfangs „überhaupt nicht meinem Schönheitsideal“ entsprochen.
Dating-Frust ist auch in anderen Promi-Podcasts ein Thema. Natascha Ochsenknecht und Regina Halmich klagten im August, es gebe keine gescheiten Männer; Ochsenknecht und Halmich klagen über Dating-Frust.
Zuspruch und offene Fragen
Neben der Kritik gab es Zuspruch, überwiegend von männlichen Nutzern. Sie stimmten Keller zu und fanden seine Worte zutreffend. Damit steht Aussage gegen Aussage: Die einen sehen eine Beleidigung, die anderen eine offene Meinung.
Keller selbst hat sich bislang nicht geäußert. Auch eine Entschuldigung oder eine Einordnung des Satzes gibt es nicht. Die Debatte um Mark Kellers Frauenbild hält an.
Für den „Bergdoktor“-Star ist der Satz zum Prüfstein geworden. Ob Keller sich entschuldigt, den Satz verteidigt oder ihn als Missverständnis abtut, ist offen. Seine nächste Äußerung wird zeigen, ob die Debatte um „verwelkt“ weitergeht oder abflaut.