Hausärztin ordnet König Charles' geschwollene Finger ein
Auf Fotos von der Karibikreise wirken die Finger von König Charles III. auffällig geschwollen. Im Netz wird über Krebs und Durchblutung spekuliert – der Palast schweigt, eine Hausärztin ordnet ein.
König Charles III. (77) ist seit dem 4. November zurück in London – doch die Schlagzeilen gehören nicht seinen Terminen, sondern seinen Händen. Aufnahmen aus Antigua zeigen rötlich glänzende, auffällig verdickte Finger. Der Buckingham-Palast schweigt bis heute dazu.
Auslöser waren die Feiern zum 45. Jahrestag der Unabhängigkeit von Antigua und Barbuda am 1. November in St. John's. Charles ist dort Staatsoberhaupt, Königin Camilla (79) war zu ihm gestoßen. Bei Gottesdienst und Empfängen entstanden zahlreiche Bilder – tanzend, lachend, im Gespräch. Ein Detail überlagerte alles andere: die Hände.
Was eine Hausärztin zu den Fingern sagt
Die Hausärztin Dr. Stephanie de Giorgio aus Kent nahm die Bilder am 3. November zum Anlass für eine allgemeine Einordnung. Sie erklärte die möglichen Ursachen geschwollener Hände und nannte Wassereinlagerungen, das Raynaud-Syndrom, Frostbeulen und eine Daktylitis.
Hitze, schwüle Luft und die Belastung einer langen Reise können Schwellungen begünstigen – Umstände, die zur Karibikreise passen. Zur Vorbeugung empfahl sie Bewegung, weniger Gewicht und ausreichend Flüssigkeit. Und sie sagte, wann ärztlicher Rat nötig ist.
„Suchen Sie ärztlichen Rat, wenn die Schwellung nicht zurückgeht oder weiter zunimmt.“
Stephanie de Giorgio, Hausärztin aus Kent
Ein Befund lässt sich aus Fotos nicht ableiten
Spekuliert wird über Durchblutungsstörungen, Wassereinlagerungen und einen Zusammenhang mit der Krebserkrankung, die Charles im Februar 2024 öffentlich gemacht hatte. Bei einer Daktylitis, im Volksmund „Wurstfinger“, kommen laut der Cleveland Clinic Schwellung, Wärmegefühl, Schmerzen und eingeschränkte Beweglichkeit zusammen.
Der Palast äußerte sich zu den Spekulationen nicht und machte keine neuen Angaben zum Gesundheitszustand. Berichte über die königlichen Hände stützen sich allein auf Fotos. Ob die Schwellungen mit der Krebstherapie zusammenhängen, ist offen; die behandelnden Ärzte haben sich nicht geäußert.
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Seit Jahrzehnten ein Gesprächsthema
Die auffälligen Hände begleiten Charles seit seiner Geburt. Seine Mutter Queen Elizabeth II. schrieb an ihre frühere Musiklehrerin, ihr Sohn habe „ein interessantes Paar Hände für ein Baby“. 1982 witzelte Charles nach der Geburt von Prinz William (44), sein Sohn habe „Wurstfinger“ wie er selbst.
Bei den Proben zur Krönung 2023 nahm er sich selbst aufs Korn – und sprach dabei Prinz William direkt an. Dass während der Zeremonie über einen einzelnen Handschuh spekuliert wurde, gehört zur selben Geschichte: Charles trägt seine Hände seit Langem offensiv zur Schau.
„Nein, du hast keine Wurstfinger wie ich.“
Charles III., König von Großbritannien
Die Reise endet, die Debatte nicht
Politisch verlief die Reise ohne offenen Eklat. Beim Commonwealth-Gipfel in Antigua sagte Charles am 3. November, der Sklavenhandel erfülle „mein Herz mit Entsetzen und meine Seele mit tiefster persönlicher Trauer“, vermied aber eine Entschuldigung. Am Abend gab er im Blue Waters Hotel das Abschlussdinner für 84 Gäste, darunter Andy Burnham, Bürgermeister von Greater Manchester.
Am 4. November flogen Charles und Camilla zurück nach London. Beim Einzug zur Unabhängigkeitsparade hatte König Charles im Starkregen ohne Schirm ausgeharrt. Am Wochenende stehen Remembrance-Termine an. Ob der Palast die Spekulationen bis dahin beendet, ist offen – die behandelnden Ärzte haben sich nicht geäußert.