Nach Brands Schuldspruch wird Perrys gestrichene Erwähnung bekannt
Katy Perry hat sich nie öffentlich zu den Vorwürfen gegen Russell Brand geäußert. Nach seinem Schuldspruch in London werden ihre Sätze von 2013 wieder zitiert – und es wird bekannt, dass die Anklage sie aus dem Verfahren heraushielt.
Katy Perry (42) hat sich zu den Vorwürfen gegen ihren Ex-Mann nie öffentlich geäußert. Einen Tag nach dessen Schuldspruch sind es nun ihre eigenen Sätze aus dem Jahr 2013, die die Debatte tragen – Sätze über eine Ehe, die sie „sehr kontrollierend“ nannte.
Am 5. November 2026 sprach eine Jury aus acht Männern und vier Frauen am Southwark Crown Court in London Russell Brand (51) in einem Punkt der Vergewaltigung und in drei Punkten des sexuellen Übergriffs schuldig. Angezeigt hatten ihn sechs Frauen, für Taten zwischen 1999 und 2009.
Freigesprochen wurde Brand von zwei weiteren Vergewaltigungsvorwürfen und einem versuchten sexuellen Übergriff; er hatte alle Vorwürfe bestritten, Russell Brands Bestreiten der sieben Vorwürfe zog sich über Stunden. Richter Joel Bennathan kündigte eine „erhebliche Haftstrafe“ an und ordnete Untersuchungshaft an. Das Strafmaß soll am Montag, 9. November 2026, verkündet werden.
Aus der Eröffnung gestrichen
Mit dem Schuldspruch endeten die Berichtsbeschränkungen. Erst jetzt wurde publik, wie die Anklage mit Brands Ex-Frau umging: Sie wollte Perry in ihrer Eröffnungsrede erwähnen und strich sie nach Einwänden der Verteidigung wieder – wie Variety über die gestrichene Erwähnung berichtet.
„Die Anklage erkennt an, dass Vorgänge nach 2009 im Zusammenhang mit seiner Beziehung zu Katy Perry heikel sein können, ebenso seine früheren Glaubensrichtungen, und wir sind damit einverstanden, sie aus der Eröffnung herauszunehmen.“
Riel Karmy-Jones, leitende Anklägerin
Die britische Crown Prosecution Service bestätigte, dass Perry nie um eine Zeugenaussage gebeten wurde. Der leitende Crown-Anwalt David Roberts verteidigte das: „Wir sind allen vernünftigen Ermittlungsansätzen in Erklärungen nachgegangen, die für die konkreten Anklagepunkte relevant gewesen wären, und ich bin überzeugt, dass alle vernünftigen Ermittlungsansätze abgedeckt wurden.“
Im vierwöchigen Verfahren fiel Perrys Name nur einmal – als Brand selbst die Ehe erwähnte und von „staggering fame“ sprach. Seine jahrelange Alkohol- und Drogensucht, seine früheren religiösen Praktiken und seine Taufe 2024 in der Themse blieben draußen – was die Jury nicht hörte. Die Aussage seiner früheren Assistentin Helen Berger wurde so redigiert, dass Hinweise auf einen Aufenthalt in einer Sexsuchtklinik fehlten.
Die „real truth“ in Perrys Safe
Das Interview, um das es geht, gab Perry 2013 der US-„Vogue“ für die Juli-Ausgabe. Darin sagte sie über die Ehe: „Er mochte die Atmosphäre nicht, dass ich auf Tour der Boss war. Das war sehr verletzend, und es war sehr kontrollierend, was bestürzend war.“ An anderer Stelle beschrieb sie einen Mann, der eine Partnerin auf Augenhöhe wollte und sie nicht aushielt.
Perry sagte auch, sie habe die Schuld für das Ende zunächst bei sich gesucht, dann aber „die wahre Wahrheit“ erfahren: „Ich kann sie nicht unbedingt preisgeben, weil ich sie in meinem Safe für einen regnerischen Tag verschlossen halte.“ Was diese Wahrheit ist, hat sie nie öffentlich gemacht. Das Interview war nicht Teil des Strafverfahrens, ein Zusammenhang mit den verhandelten Taten ist nicht belegt.
Von der Hochzeit in Indien zum Schuldspruch in London
2009
Kennenlernen am Set von „Männertrip“
Perry hat einen Cameo-Auftritt in der Komödie, in deren Umfeld sich beide treffen.
Oktober 2010
Hochzeit in Rajasthan
Traditionelle hinduistische Zeremonie im Ranthambore-Tigersanatorium in Indien.
31. Dezember 2011
Scheidung per Textnachricht
Brand teilt Perry per SMS mit, dass er die Ehe beenden will – laut Perry hört sie danach nichts mehr von ihm.
Februar 2012
Scheidung vollzogen
Nach 14 Monaten Ehe wird die Trennung einvernehmlich abgeschlossen.
Juni 2013
Das „Vogue“-Interview erscheint
Perry spricht über kontrollierendes Verhalten und eine „wahre Wahrheit“, die sie für sich behält.
Juli 2026
„Er sollte im Gefängnis sein“
Bei der Eröffnung ihrer „Out of Office“-Tour in Blenheim Palace sagt Perry: „Ich hoffe, mein Ex ist nicht hier, er sollte im Gefängnis sein.“
5. November 2026
Schuldspruch in London
Eine Jury am Southwark Crown Court befindet Brand der Vergewaltigung und dreier sexueller Übergriffe für schuldig.
Ein Satz in Blenheim Palace
2023 wurde Perry nach den Enthüllungen von „The Times“, „The Sunday Times“ und Channel 4s „Dispatches“ in sozialen Netzwerken bedrängt, Stellung zu nehmen; Kommentatorinnen hielten entgegen, dass die Verantwortung für Brands Verhalten nicht bei seiner Ex-Frau liege. Im Juli 2026 sagte sie bei der Eröffnung ihrer „Out of Office“-Tour in Blenheim Palace: „Ich hoffe, mein Ex ist nicht hier, er sollte im Gefängnis sein.“
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Brand hat die Ehe später in seinem Podcast relativiert: Mit Perry sei nichts verkehrt gewesen, die Beziehung sei aus gewöhnlichen menschlichen Gründen zerbrochen. Von ihrem Vorwurf des kontrollierenden Verhaltens war dort keine Rede. Perry schweigt weiter. Am Montag will der Richter das Strafmaß verkünden; die Metropolitan Police ermittelt parallel wegen weiterer Vorwürfe zweier Frauen.