Der Sohn überholt den Vater
Prinz William (44) hat die Milliarden-Marke geknackt und ist damit offiziell reicher als sein Vater, König Charles III. (77). Wie aus aktuellen Finanzberichten hervorgeht, beläuft sich das Privatvermögen des britischen Thronfolgers auf rund 1,2 Milliarden Pfund – umgerechnet etwa 1,4 Milliarden Euro. König Charles wird in der Sunday Times Rich List lediglich mit 640 Millionen Pfund (ca. 741 Millionen Euro) geführt, weniger als die Hälfte des Vermögens seines Sohnes.
Das Herzogtum Cornwall als Geldquelle
Die Hauptquelle von Williams Reichtum ist das Herzogtum Cornwall, ein riesiges Immobilien- und Landbesitz-Portfolio mit einem geschätzten Gesamtwert von 1,2 Milliarden Pfund. Der Prinz erbte es im September 2022, als sein Vater nach dem Tod von Queen Elizabeth II. den Thron bestieg. Zum Herzogtum gehören rund 130.000 Hektar Land in mindestens 20 englischen und walisischen Grafschaften, landwirtschaftliche Flächen, Wohn- und Gewerbeimmobilien sowie der berühmte Londoner Oval Cricket Ground. Im laufenden Finanzjahr erzielte William daraus private Einkünfte von etwa 21,6 Millionen Pfund (25 Millionen Euro).
Charles zahlt Miete an den eigenen Sohn
Eine kuriose Wendung in den königlichen Finanzen: Weil das Landgut Highgrove in Gloucestershire zum Herzogtum Cornwall gehört, muss König Charles nun jährlich rund 800.000 Euro Miete an seinen Sohn überweisen, um die Immobilie weiter nutzen zu können. Dieser Umstand unterstreicht die veränderten Eigentumsverhältnisse innerhalb der königlichen Familie.
Erstmals detaillierte Steuerzahlen öffentlich
Im Zuge der Veröffentlichung des Sovereign-Grant-Berichts legten sowohl der König als auch der Thronfolger erstmals ihre persönlichen Steuerzahlungen offen. William zahlte demnach im Steuerjahr 2024/25 rund 7,76 Millionen Pfund an Einkommens- und Kapitalertragssteuer. Charles entrichtete im selben Zeitraum 12,9 Millionen Pfund an die britische Steuerbehörde HMRC – genug, um unter die 100 größten Steuerzahler des Landes aufzusteigen. Williams Privatsekretär Ian Patrick erklärte dazu: „Der Prinz erkennt das Interesse an diesen Vereinbarungen und die Bedeutung einer angemessenen Transparenz.“
Seit der Thronbesteigung von Charles III. haben Vater und Sohn gemeinsam bereits mehr als 50 Millionen Pfund an Steuern gezahlt. Rechtlich wären die Royals nicht dazu verpflichtet; die freiwilligen Zahlungen gehen auf einen Beschluss von Queen Elizabeth II. aus dem Jahr 1993 zurück.
Gemeinnützige Gesten und Zukunftspläne
William kündigte zudem an, auf die jährlichen Mieteinnahmen aus dem leerstehenden Dartmoor-Gefängnis in Höhe von etwa 1,5 Millionen Pfund zu verzichten. Das Geld soll nach der Schließung der Haftanstalt in einen Fonds für die örtliche Gemeinde Princetown fließen. Darüber hinaus sickerte im Mai 2026 durch, dass der Prinz plant, in den nächsten zehn Jahren rund 20 Prozent des Herzogtums zu verkaufen. Der Erlös – geschätzt etwa 670 Millionen US-Dollar – soll in Projekte aus den Bereichen Umweltschutz, erneuerbare Energien und soziale Entwicklung reinvestiert werden. Der CEO des Herzogtums, Will Bax, sprach von einem Wandel von der reinen Vermögensverwaltung hin zu aktiver gesellschaftlicher Verantwortung.
Ob die milliardenschwere Vermögenskonzentration beim Thronfolger die Debatte über die Finanzierung der Royals neu entfacht, bleibt offen. Fest steht: Innerhalb der Familie hat sich das finanzielle Machtgefüge spürbar verschoben.





