13-Millionen-Dollar-Urteil gegen Chris Brown nach Hundeattacke auf Haushälterin
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PromisHundeangriff in LA

13-Millionen-Dollar-Urteil gegen Chris Brown nach Hundeattacke auf Haushälterin

Ein Geschworenengericht in Los Angeles verurteilte den R&B-Sänger zur Zahlung von Schmerzensgeld und Schadensersatz, nachdem sein 90-Kilo-Wachhund eine Haushälterin schwer verletzt hatte. Brown muss umgerechnet 13,8 Millionen Dollar zahlen.

Hundeattacke in Tarzana

Im Dezember 2020 arbeitete Maria Avila als Haushälterin im Anwesen des R&B-Sängers Chris Brown im kalifornischen Tarzana. Als sie in den Hinterhof ging, wurde sie plötzlich von Hades attackiert – einem 90 Kilogramm schweren Kaukasischen Schäferhund, den Brown als Wachhund hielt. Der Hund biss ihr „große Fleischstücke“ aus Gesicht, Arm und Bein, wie später vor Gericht berichtet wurde.

Maria Avila musste mehrere Tage im Krankenhaus bleiben und sich zwei Operationen unterziehen. Chirurgen transplantierten Haut von ihrem Bauch auf den Arm; ihr Gesicht wurde mit Dutzenden Stichen genäht. Sie leidet bis heute unter posttraumatischer Belastungsstörung, Nervenschäden und Narben, die ihr Gesicht und ihren Arm entstellen.

Ich werde nie wieder dieselbe sein.
Maria Avila

Verteidigung und Vorwürfe

Der Zivilprozess begann im Juni 2026 und platzte zunächst wegen des Fehlverhaltens eines Geschworenen. Eine neue Jury hörte die Vorwürfe der Klägerin: Brown habe die Schwestern nicht ausreichend vor der Gefahr gewarnt. Der Sänger räumte eine Teilschuld ein, bestritt aber das volle Ausmaß der Verletzungen. Er gab an, die Haushälterinnen seien angewiesen worden, nur in Begleitung von Sicherheitspersonal in den Garten zu gehen. Die Avilas bestritten dies und verwiesen auf Sprachbarrieren, wie die Los Angeles Times berichtete.

Vor Gericht zeigte Maria Avila ihre Narben. Ihr Anwalt dokumentierte die anhaltenden physischen und psychischen Folgen: Sie kann ihren Beruf nicht mehr ausüben und meidet öffentliche Auftritte. Die Tochter schilderte, wie die Attacke die Persönlichkeit ihrer Mutter verändert habe.

Millionen-Urteil

Am 30. Juni 2026 sprach die Jury ihr Urteil: Chris Brown und seine Firma Black Pyramid LLC müssen insgesamt rund 13,8 Millionen Dollar zahlen. 12,9 Millionen Dollar davon gehen an Maria Avila für Fahrlässigkeit, medizinische Kosten und Verdienstausfall. Ihre Schwester Patricia erhält 885.000 Dollar für emotionalen Stress, und der Ehemann Oscar Olivo 50.000 Dollar.

Nach mehr als fünf Jahren Rechtsstreit gegen Chris Brown sind wir begeistert, dass wir Gerechtigkeit für unsere Mandantin erlangen konnten. Wir sind so glücklich für sie und ihre Familie nach allem, was sie an diesem schrecklichen Tag durchgemacht haben.
Michael C. Murphy Jr., Anwalt von Patricia Avila

Ob Brown in Berufung gehen wird, ist unklar; sein Anwalt reagierte bislang nicht auf Medienanfragen. Ebenfalls offen ist, ob seine Versicherung für den Schaden aufkommt. Der Hund Hades war bereits wenige Tage nach der Attacke von den Behörden als gefährlich eingestuft und eingeschläfert worden.

Die Attacke hatte bereits Ende 2020 für Schlagzeilen gesorgt (BBC); Brown hatte das Grundstück damals noch vor Eintreffen der Rettungskräfte verlassen, um einen „Medienzirkus“ zu vermeiden.

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