AfD klettert auf 40 Prozent – Regierung braucht Viererbündnis
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PolitikThüringen-Umfrage

AfD klettert auf 40 Prozent – Regierung braucht Viererbündnis

Laut neuer Insa-Umfrage erreicht die AfD in Thüringen 40 Prozent und damit einen Rekordwert. CDU, BSW und SPD kommen gemeinsam nur noch auf 35 Prozent. Ohne ein Bündnis aus vier Parteien wäre eine Mehrheit gegen die AfD nicht mehr möglich.

Höchster Wert aller Zeiten

Die AfD hat in Thüringen einen neuen Höchststand erreicht. In der aktuellen Insa-Umfrage im Auftrag der Funke-Mediengruppe Thüringen kommt sie auf 40 Prozent. Das ist ein Plus von einem Punkt gegenüber April und der höchste jemals gemessene Wert für die Partei im Freistaat.

Befragt wurden zwischen dem 23. und 30. Juni 1.000 Wahlberechtigte, die maximale Fehlertoleranz liegt bei ±3,1 Prozentpunkten. Die vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Partei baut damit ihren Vorsprung vor den anderen Parteien weiter aus.

Koalition verliert an Boden

Die Regierung von Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) verliert dagegen an Zustimmung. Die CDU büßt zwei Punkte ein und kommt auf 22 Prozent, BSW (7 Prozent) und SPD (6 Prozent) bleiben unverändert. Gemeinsam erreicht die Koalition noch 35 Prozent – fünf Punkte weniger als die AfD allein.

Die Linke kann sich um zwei Punkte auf 16 Prozent verbessern, während Grüne und FDP an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.

Viererbündnis als letzte Hürde

Um eine Mehrheit gegen die AfD zu bilden, wäre nach Berechnung von Insa-Chef Hermann Binkert ein Bündnis aus vier Parteien nötig.

Um eine Anti-AfD-Mehrheit sicherzustellen, wäre ein Viererbündnis notwendig.
Hermann Binkert, Insa-Chef

Die AfD in Thüringen wird vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. Eine Zusammenarbeit mit der Partei schließen alle anderen Fraktionen im Landtag aus. Bis zur nächsten Landtagswahl 2029 dürfte sich die Debatte um eine stabile Regierungsbildung noch verschärfen.

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