Höchster Wert aller Zeiten
Die AfD hat in Thüringen einen neuen Höchststand erreicht. In der aktuellen Insa-Umfrage im Auftrag der Funke-Mediengruppe Thüringen kommt sie auf 40 Prozent. Das ist ein Plus von einem Punkt gegenüber April und der höchste jemals gemessene Wert für die Partei im Freistaat.
Befragt wurden zwischen dem 23. und 30. Juni 1.000 Wahlberechtigte, die maximale Fehlertoleranz liegt bei ±3,1 Prozentpunkten. Die vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Partei baut damit ihren Vorsprung vor den anderen Parteien weiter aus.
Koalition verliert an Boden
Die Regierung von Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) verliert dagegen an Zustimmung. Die CDU büßt zwei Punkte ein und kommt auf 22 Prozent, BSW (7 Prozent) und SPD (6 Prozent) bleiben unverändert. Gemeinsam erreicht die Koalition noch 35 Prozent – fünf Punkte weniger als die AfD allein.
Die Linke kann sich um zwei Punkte auf 16 Prozent verbessern, während Grüne und FDP an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.
Viererbündnis als letzte Hürde
Um eine Mehrheit gegen die AfD zu bilden, wäre nach Berechnung von Insa-Chef Hermann Binkert ein Bündnis aus vier Parteien nötig.
Um eine Anti-AfD-Mehrheit sicherzustellen, wäre ein Viererbündnis notwendig.Hermann Binkert, Insa-Chef
Die AfD in Thüringen wird vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. Eine Zusammenarbeit mit der Partei schließen alle anderen Fraktionen im Landtag aus. Bis zur nächsten Landtagswahl 2029 dürfte sich die Debatte um eine stabile Regierungsbildung noch verschärfen.





