Seil vergessen: Tourguides stoßen Studentin (21) von 40-Meter-Brücke – sie stirbt
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PanoramaBungee-Tragödie

Seil vergessen: Tourguides stoßen Studentin (21) von 40-Meter-Brücke – sie stirbt

Bei einem illegalen Bungee-Sprung in Brasilien wurde die 21-jährige Maria Eduarda Rodrigues de Freitas kopfüber in die Tiefe geworfen, ohne dass das Sicherungsseil an ihrem Körper befestigt war. Sie starb an den schweren Verletzungen, drei Männer wurden festgenommen.

Tödlicher Sturz an der „Skelettbrücke“

Am 13. Juni 2026 endete ein illegaler -Sprung an der stillgelegten „Ponte do Esqueleto“ (Skelettbrücke) zwischen Limeira und Cordeirópolis tödlich. Die 21-jährige Sportwissenschaftsstudentin Maria Eduarda Rodrigues de Freitas aus Jandira wurde von drei Männern kopfüber von der rund 40 Meter hohen Brücke geworfen. Das Sicherungsseil lag zu diesem Zeitpunkt noch zusammengerollt auf der Plattform – es war nicht an ihrem Körper befestigt. Sie schlug auf dem harten Boden auf und erlitt schwerste Verletzungen.

Noch Stunden zuvor hatte de Freitas ihren waghalsigen Plan auf Instagram angekündigt. Sie postete ein Foto ihres Identifikationsarmbands sowie Bilder mit Mitarbeitern des Anbieters und kommentierte aufgeregt: „Wer war der Verrückte, der mich von einer Brücke springen ließ?“ Ein von Zeugen aufgenommenes Video dokumentiert den fatalen Moment. Panische Rufe sind zu hören: „Leute, das Seil!“ und „Oh shit!“ Unter den Umstehenden befand sich auch ihr Verlobter.

Krankenschwester eilte zur Hilfe – vergeblich

Die Krankenschwester Rayza Dias, die zufällig vor Ort war, stieg unverzüglich zur Unglücksstelle hinab. Sie erreichte die noch bei Bewusstsein befindliche junge Frau und versuchte, sie zu beruhigen. Gegenüber dem brasilianischen Fernsehsender Domingo Espetacular schilderte sie die dramatischen Minuten:

„Ich habe sogar mit ihr gesprochen. Ich habe die Angewohnheit zu scherzen und zu sagen: ‚Auf meiner Schicht stirbt niemand.‘ Ich sagte zu ihr: ‚Duda, auf meiner Schicht stirbt niemand‘ – obwohl ich dort nicht im Dienst war.“
Rayza Dias, Krankenschwester

Doch die Verletzungen waren zu schwer. De Freitas starb noch an der Unfallstelle. Die Betreiber des Sprungs versuchten nach dem Unglück zu fliehen. Während zwei Verdächtige mit einem Militärhubschrauber aufgespürt werden mussten, gelang weiteren zunächst die Flucht.

Drei Festnahmen – Ermittlungen wegen Totschlags

Noch am 14. Juni nahm die Polizei drei Männer fest. Sie wurden wegen „homicídio com dolo eventual“ (Tötung mit bedingtem Vorsatz) angeklagt, wie die BILD berichtet. Dieser Vorwurf greift, wenn der Täter den Tod eines Menschen billigend in Kauf nimmt. Drei weitere Verdächtige wurden vorläufig festgenommen, mangels dringenden Tatverdachts jedoch wieder freigelassen.

Der Fall offenbart die Gefahren illegaler Extremsport-Angebote in der Region. Die „Ponte do Esqueleto“ ist als inoffizieller Hotspot für Bungee-Springer bekannt. Ob weitere Anklagen folgen, ist derzeit unklar.

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