Mette-Marit unter Tränen: »Ich wurde manipuliert« – Umfragewerte abgestürzt
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Mette-Marit unter Tränen: »Ich wurde manipuliert« – Umfragewerte abgestürzt

Nach der Veröffentlichung von Epstein-Dokumenten bricht die Zustimmung zur norwegischen Monarchie ein. Kronprinzessin Mette-Marit entschuldigt sich unter Tränen – doch das Vertrauen ist erschüttert.

Emotionale Beichte im Fernsehinterview

Die Zustimmung zur norwegischen Monarchie ist innerhalb eines Monats von 70 auf 60 Prozent abgestürzt. Auslöser waren im Januar veröffentlichte Millionen Seiten aus den Gerichtsakten des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein. Sie zeigen: Kronprinzessin Mette-Marit pflegte jahrelang engen Kontakt zu Epstein – weit mehr als bislang bekannt.

Am 20. März 2026 brach die 52-Jährige in einem Interview mit dem norwegischen Sender NRK ihr wochenlanges Schweigen. Unter Tränen gestand sie: »Ich wurde manipuliert und getäuscht.« Sie habe den Kontakt über einen gemeinsamen Freund geknüpft und sei zu gutgläubig gewesen. »Natürlich wünschte ich, ich hätte ihn nie getroffen«, sagte sie. Ein Rücktritt steht jedoch nicht zur Debatte.

Jahrelanger Austausch trotz Verurteilung

Die US-Justizdokumente belegen, dass Mette-Marit von 2011 bis 2014 einen intensiven Austausch mit Epstein hatte – obwohl er bereits 2008 wegen Anstiftung Minderjähriger zur Prostitution verurteilt worden war. In einer E-Mail von 2011 schrieb die Kronprinzessin an Epstein, sie habe ihn gegoogelt, und es sehe nicht gut aus.

Trotz dieser Erkenntnis reiste sie 2013 für vier Tage auf sein Anwesen nach Palm Beach – nach eigenen Angaben ohne Epsteins Anwesenheit. Im NRK-Interview räumte sie ein: »Ich bereue, dass ich nicht mehr Leuten davon erzählt habe, denn das hätte ich tun sollen.«

Er nutzte die Tatsache, dass wir einen gemeinsamen Freund hatten, und dass ich leichtgläubig bin. Ich glaube gerne das Beste über Menschen. Aber ich entschied mich auch, den Kontakt zu beenden.
Kronprinzessin Mette-Marit im NRK-Interview

Politischer Druck und fallende Umfragewerte

Ministerpräsident Jonas Gahr Støre forderte die Kronprinzessin öffentlich zu einer vollständigen Erklärung auf. Mehrere gemeinnützige Organisationen, darunter Sex og Politikk und das Amandus-Festival, beendeten ihre Zusammenarbeit mit Mette-Marit als Schirmherrin.

Eine Umfrage von NRK und Norstat im Februar 2026 offenbarte das ganze Ausmaß der Krise: Nur noch 60 Prozent der Befragten sprachen sich für die Monarchie aus, 27 Prozent für die Republik. Die Affäre fällt zudem mit dem Strafprozess gegen Mette-Marits Sohn Marius Borg Høiby zusammen, was das Königshaus zusätzlich unter Druck setzt.

Ob Kronprinz Haakon, der bei dem Interview stumm an der Seite seiner Frau saß, den Vertrauensverlust stoppen kann, bleibt abzuwarten. Die nächste Feuerprobe steht bereits bevor: Das Urteil im Fall Høiby könnte die Debatte um die Zukunft der norwegischen Monarchie weiter verschärfen.

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