Nach Aussage zu 9-jährigen Bräuten: Italien schiebt Imam ab
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Nach Aussage zu 9-jährigen Bräuten: Italien schiebt Imam ab

Ein pakistanischer Imam in Brescia erklärte verdeckten Reportern, dass eine Ehe mit einem neunjährigen Mädchen korrekt sei. Italiens Behörden reagierten schnell und konsequent.

Aufdeckung mit versteckter Kamera

Ende Januar 2026 strahlte das italienische Fernsehprogramm „Fuori dal Coro“ auf Rete 4 eine brisante Reportage aus. Ein Journalist hatte sich als Student ausgegeben, der Interesse an einer Annäherung an den Islam bekundete. Mit versteckter Kamera besuchte er zwei islamische Zentren in Brescia, darunter jenes der Minhaj Ut Quran Association in der Viale Piave. Dort begegnete er dem damals 25-jährigen pakistanischen Imam Ali Kashif.

Auf die Frage, ab welchem Alter ein Mädchen nach koranischer Auffassung ehefähig sei, antwortete Kashif unmissverständlich: Ein Mädchen werde mit Eintritt der ersten Menstruation automatisch zur Frau. Er präzisierte, dass selbst in der Wissenschaft ein Kind mit neun Jahren als erwachsen betrachtet werden könne. Ein anwesender Gläubiger verwies ergänzend auf die Ehe des Propheten Mohammed mit einem zwölfjährigen Mädchen als Vorbild.

Es ist richtig, ein 9-jähriges Mädchen zu heiraten.
Ali Kashif (Imam) in der verdeckten Reportage

Ausweisung binnen weniger Monate

Die Aufnahmen gelangten unmittelbar auf den Schreibtisch des Polizeipräsidenten von Brescia, Paolo Sartori. Er leitete ein administratives Ausweisungsverfahren ein, basierend auf zwei entscheidenden Gründen: Zum einen stufte er Kashif als „sozial gefährlich“ gemäß Artikel 4, Absatz 3 des italienischen Einwanderungsgesetzes ein. Zum anderen fehlte dem Imam jede legale Aufenthaltsgrundlage – eine Aufenthaltserlaubnis war nie erteilt worden.

Sozial gefährlich.
Paolo Sartori (Polizeipräsident von Brescia) über die Einstufung des Imams

Anfang April 2026 wurde der Vollzug gemeldet: Beamte des Einwanderungsamtes eskortierten Kashif zum Flughafen Mailand-Malpensa. Von dort startete er um 14 Uhr an Bord eines Direktflugs nach Islamabad mit einem One-Way-Ticket – sein endgültiger Abflug aus Italien, wie der Corriere della Sera berichtete.

Politische Rückendeckung für die Entscheidung

Der Polizeipräsident Sartori erhielt für sein zügiges Handeln ausdrücklich politische Unterstützung. Premierministerin Giorgia Meloni und die rechte Lega-Partei sprachen dem Questore ihren Beifall aus. Brescia gilt in italienischen Sicherheitskreisen als eine Hochburg des politischen Islam – die Abschiebung wurde als klares Signal gewertet, dass die Befürwortung von Kinderehen nicht toleriert wird.

Die pakistanischen Behörden, in deren Land Kashif abgeschoben wurde, stehen selbst seit Jahren in der Kritik. Menschenrechtsorganisationen berichten regelmäßig über systematisch ignorierte Fälle von Zwangsverheiratungen und erzwungenen religiösen Konversionen, die besonders Mädchen aus christlichen und hinduistischen Minderheiten betreffen. Oft werden die Täter nicht konsequent verfolgt.

Die Ausweisung ist ein deutlicher Schritt Italiens gegen extremistische Positionen. Ob und in welcher Form die pakistanischen Behörden auf die Rückkehr des Imams reagieren, bleibt offen. Der Fall zeigt die Dringlichkeit, Kinderehen international zu bekämpfen – und die Spannungen zwischen religiösen Überzeugungen und rechtsstaatlichen Grundwerten.

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