Tritte gegen Kopf: Journalisten bei Anti-AfD-Protest attackiert
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Tritte gegen Kopf: Journalisten bei Anti-AfD-Protest attackiert

Bei Ausschreitungen am Rande des AfD-Parteitags in Erfurt wurden drei Reporter verfolgt und zusammengeschlagen. Politiker verurteilen die Gewalt, das Protestbündnis rechtfertigt die Tat mit den Worten: „Faschisten mit Presseausweis“.

Bei einer Demonstration gegen den AfD-Bundesparteitag in Erfurt sind am Samstag drei Reporter des Portals „Apollo News“ von einer Gruppe Protestierender gejagt, geschlagen und getreten worden. Einem Journalisten wurde mehrfach gegen den Hinterkopf getreten, als er bereits am Boden lag.

Videoaufnahmen, über die WELT berichtet, zeigen, wie die Reporter von rund 50 Personen verfolgt werden. Im Laufen werden ihnen Beine gestellt, sie stürzen. Am Boden wird weiter auf sie eingetreten. Alle drei Teammitglieder wurden verletzt und mussten ärztlich behandelt werden.

Polizei ermittelt nach Angriffen

Der Erfurter Polizeipräsident Thomas Quittenbaum bestätigte, dass die Beamten den Reportern Hilfe leisteten. Zwei Journalisten seien durch Flaschenwürfe verletzt worden, einer kam mit einem Krankenwagen ins Krankenhaus. Die Polizei leitete Ermittlungen ein.

Wir lehnen jede Form von Gewalt auf solchen Demonstrationen ab. Wir bedauern diesen Einzelfall und wünschen gute Genesung. Der Schutz der Pressefreiheit ist ein unverhandelbares Grundrecht.
Franziska Brantner (Grünen-Co-Vorsitzende) gegenüber BILD

Weitere Politiker schlossen sich der Verurteilung an. Wie BILD zitiert, erklärte CDU-Innenexperte Alexander Throm, Gewalt gegen Journalisten sei ein Angriff auf die Demokratie. FDP-Vize Wolfgang Kubicki forderte strafrechtliche Konsequenzen.

Protestbündnis spricht von „Faschisten mit Presseausweis“

Am Tag danach rechtfertigte das Protestbündnis „Widersetzen“ auf einer Pressekonferenz die Tat. Eine Entschuldigung blieb aus.

Faschisten mit einem Presseausweis sind immer noch Faschisten.
Noa Sander (Protestteilnehmer des Bündnisses „Widersetzen“)

Das Bündnis wird von Jusos, Grüner Jugend und der Linkspartei offiziell unterstützt. Auf seiner Website betont es, der Konsens der Kampagne schließe eine Gefährdung von Menschen aus. Die Polizei hat bisher keine Festnahmen im Zusammenhang mit dem Angriff auf die „Apollo News“-Reporter bekannt gegeben. Die Ermittlungen dauern an.

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