Busfahrer unterbricht Fahrt für Gebet – Fahrgäste warten minutenlang
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Busfahrer unterbricht Fahrt für Gebet – Fahrgäste warten minutenlang

Mitten im Linienbetrieb hält ein Busfahrer in Ergolding an, um zu beten. Die Stadtwerke stellen klar: Private Angelegenheiten dürfen den Fahrplan nicht stören.

Der Vorfall

Drei Fahrgäste saßen am Dienstag, dem 30. Juni 2026, gegen 17:30 Uhr im Linienbus 612 in Ergolding fest – der Fahrer hatte die Fahrt in Richtung Landshuter Innenstadt unvermittelt unterbrochen. Er verließ seinen Sitz und begab sich in den hinteren Teil des Busses, um das islamische Gebet in Richtung Mekka zu verrichten. Die Weiterfahrt verzögerte sich um mehrere Minuten.

Erste Berichte, unter anderem von Idowa und Sat.1 Bayern, sprachen von einem ausgerollten Gebetsteppich. Eine Sprecherin der Stadtwerke Landshut widersprach dieser Darstellung später gegenüber dem Merkur: Der Mann habe in einer leeren Fahrgastsitzreihe „still gebetet“.

Klare Ansage der Stadtwerke

Während des Linienbetriebs sind ausschließlich dienstliche Aufgaben wahrzunehmen, private Angelegenheiten dürfen diese nicht stören.
Sprecherin der Stadtwerke Landshut

Man respektiere selbstverständlich den Glauben der Angestellten und das Recht auf Religionsfreiheit, betonten die Stadtwerke. Doch während der Arbeitszeit gelte: Der Fahrbetrieb dürfe für ein Gebet nicht unterbrochen werden. Private Andacht sei in den Pausen möglich.

Der Vorfall werde „intern aufgearbeitet“, hieß es. Ob der Fahrer arbeitsrechtliche Konsequenzen zu befürchten hat, blieb zunächst offen.

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