Weimer: AfD in direkter Kontinuität der Nazis
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Weimer: AfD in direkter Kontinuität der Nazis

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer weist den Vorwurf zurück, ein konservativer Kulturkämpfer zu sein. Sein einziger Kampf gelte der AfD, der er beim Bauhaus Dessau eine direkte Kontinuität zur NS-Zeit vorwirft. Der Streit heizt den Wahlkampf in Sachsen-Anhalt weiter an.

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Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) wehrt sich gegen den Vorwurf, ein konservativer Kulturkämpfer zu sein. „Der einzige Kulturkampf, den ich führe, richtet sich gegen diese Partei“, sagte er am 5. August 2026 dem RND – und meint die AfD. Den AfD-Umgang mit dem Bauhaus Dessau rückte er in direkte Kontinuität der Nationalsozialisten.

Die Äußerungen fallen kurz vor der Landtagswahl am 6. September, bei der die AfD laut Infratest dimap mit 41 Prozent deutlich vorn liegt. Die CDU kommt auf 24 Prozent, Linke (13 %), SPD (7 %) und Grüne (5 %) folgen. Das BSW würde mit 4 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.

Bauhaus im Fadenkreuz

Die AfD-Fraktion im Magdeburger Landtag hat das Bauhaus wiederholt als „Irrweg der Moderne“ bezeichnet und will den Landesslogan „#moderndenken“ durch „#deutschdenken“ ersetzen. Weimer sagte dem RND: „Die AfD in Sachsen-Anhalt steht in direkter Kontinuität der Nazis, was das Bauhaus angeht.“

Die AfD in Sachsen-Anhalt steht in direkter Kontinuität der Nazis, was das Bauhaus angeht.
Wolfram Weimer, Kulturstaatsminister (parteilos)

Die Nationalsozialisten schlossen das Bauhaus 1933 und verfolgten Künstler wie Feininger, Kandinsky, Klee und Schlemmer. „Wer das attackiert, der knüpft direkt an die Verfolgung des Bauhauses durch die Nationalsozialisten an“, sagte Weimer der Augsburger Allgemeinen.

Bauhaus: Von der Gründung zum politischen Zankapfel

  1. 1919
    Bauhaus wird gegründet

    Walter Gropius eröffnet die Kunstschule in Weimar. Später zieht sie nach Dessau.

  2. 1933
    Nationalsozialisten schließen das Bauhaus

    Das NS-Regime beendet die Arbeit und verfolgt Bauhausmeister wie Kandinsky, Klee und Feininger.

  3. Mai 2025
    Wolfram Weimer wird Kulturstaatsminister

    Bundeskanzler Friedrich Merz ernennt den parteilosen Verleger und Publizisten.

  4. Juli 2026
    Erster Nazi-Vergleich Weimers

    In einem Interview warnt er vor der AfD-Politik gegen christliche Feiertage und zieht Parallelen.

  5. 5. August 2026
    Interview im RND

    Weimer weist Vorwurf des konservativen Kulturkampfs zurück und sagt: „Die AfD in Sachsen-Anhalt steht in direkter Kontinuität der Nazis.“

  6. 6. September 2026
    Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

    Die AfD liegt in Umfragen mit 41 Prozent vorn, die CDU mit 24 Prozent.

Weimer warnt vor Rechtsruck

Wer das attackiert, der knüpft direkt an die Verfolgung des Bauhauses durch die Nationalsozialisten an, die Bauhausmeister wie Feininger, Kandinsky, Klee oder Schlemmer brutal verfolgten.
Wolfram Weimer, Kulturstaatsminister (parteilos)

„Uns rutscht das Land nach Rechtsaußen ab, das will ich verhindern“, warnte Weimer im Interview. Er sei kein Ideologe, aber ein „intellektuell-kulturelles Vorgehen gegen Rechtsextremisten“ sei dringend geboten. Der Kulturstaatsminister hatte bereits im Juli einen Nazi-Vergleich zur AfD gezogen und betonte nun erneut seine Sorge um die Demokratie.

Uns rutscht das Land nach Rechtsaußen ab, das will ich verhindern, und das erkennen manche vielleicht nicht.
Wolfram Weimer, Kulturstaatsminister (parteilos)

Kritiker von links halten ihm konservative Positionen vor – etwa seine Ablehnung von Gendersternen oder das neue Gedenkstättenkonzept, das NS- und SED-Unrecht parallel behandelt. Weimer konterte: „Linke Leute halten mir vor, ich sei ein konservativer Kulturkämpfer. Das stimmt nicht.“

Linke Leute halten mir vor, ich sei ein konservativer Kulturkämpfer. Das stimmt nicht.
Wolfram Weimer, Kulturstaatsminister (parteilos)

Aktuelle Umfragen für Sachsen-Anhalt

Laut dem aktuellen „Sachsen-AnhaltTREND“ (Infratest dimap, August 2026) liegt die AfD mit 41 Prozent klar vorn. Die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze erreicht 24 Prozent, die Linke 13 Prozent. SPD (7 %), Grüne (5 %) und BSW (4 %) liegen teils in Schlagdistanz zur Fünf-Prozent-Hürde.

Sachsen-AnhaltTREND (Infratest dimap)

Sonntagsfrage zur Landtagswahl am 6. September 2026

Quelle: Infratest dimap, August 2026

Finanzierung auch bei AfD-Sieg?

Eine Sprecherin Weimers erklärte, der Bund werde das Bauhaus Dessau „verlässlich“ fördern. Auch wenn die AfD die Regierung stellt, bleibe das Land in der Verantwortung: „Das Land Sachsen-Anhalt steht weiterhin in der Pflicht und Verantwortung für unser Welterbe.“

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