Henning Krautmacher: Ärzte sagten, sie sei nicht zu retten – jetzt spricht er über die Wende
In der ZDF-Sendung „Volle Kanne“ gab der frühere Höhner-Frontmann ein bewegendes Update zum Krebskampf seiner Frau Anke. Einst aufgegeben, schöpft das Paar neue Hoffnung – doch ein normales Leben ist nicht mehr möglich.
Sie sollte sterben. Bei Anke Krautmacher diagnostizierten Ärzte im Jahr 2022 Magenkrebs im Stadium T4 – die Prognose war vernichtend: Die 67-Jährige sei „nicht mehr zu retten“, lediglich eine palliative Behandlung möglich. Doch das Paar gab nicht auf. Knapp vier Jahre später zeigt sich: Die Ärzte lagen falsch.
Am 31. Juli 2026 trat Henning Krautmacher (69) in der ZDF-Sendung „Volle Kanne“ vor die Kamera und sprach so offen wie selten über den Albtraum, den er und seine Frau durchlebt haben. Der frühere Höhner-Frontmann, der sich Ende 2022 vorzeitig von der Kultband verabschiedete, widmete sich in den vergangenen Jahren ganz der Pflege – eine Selbstverständlichkeit, wie er heute sagt.
Nach der Schockdiagnose holte das Paar eine Zweitmeinung ein. „Wir haben gesagt: Ja, vielen Dank, wir holen uns noch mal eine Zweitmeinung", erinnert sich Krautmacher im ZDF. Diese Entscheidung rettete Anke womöglich das Leben. Die Ärzte fanden einen Weg, den Tumor zu operieren – und der Eingriff gelang.
Der Kampf gegen den Krebs
2022
Diagnose Magenkrebs T4
Ärzte teilen Anke Krautmacher mit, dass sie nicht mehr zu retten sei.
2022
Zweitmeinung und Operation
Ein zweiter Arzt ebnet den Weg zur erfolgreichen Magen-Entfernung.
Ende 2022
Krautmacher verlässt die Höhner
Der Sänger zieht sein Karriereende vor, um seine Frau zu pflegen.
2022 – 2023
Schnauzbart ab
Aus Solidarität zur haarlosen Anke rasiert Krautmacher sein Markenzeichen.
2024
Schnauzbart wieder dran
Mit Zustimmung seiner Frau lässt er den Bart wieder wachsen.
31. Juli 2026
ZDF-Update
In „Volle Kanne“ spricht Krautmacher über Ankes Genesung.
ca. Anfang 2028
Krebsfreiheit?
Ärzte rechnen mit der offiziellen Krebsfreiheit in etwa eineinhalb Jahren.
Kein Magen, kein altes Leben
„Ich war überzeugt davon: Wir kriegen das hin.“
Henning Krautmacher, Ex-Frontmann der Höhner
Die letzten Jahre waren ein Martyrium. Ankes Magen wurde entfernt, die Chemotherapie raubte ihr die Haare. Henning Krautmacher beschreibt die ersten Monate nach der Diagnose als Zeit des Rückzugs: „Wir haben uns eingeigelt, irgendwie war es eine Scham, eine Unsicherheit.“ Über die Plattform „YesWeCan!cer“ fanden sie schließlich Halt und die Erkenntnis: „Krebs braucht Kommunikation.“
„Das Leben ist nicht mehr dasselbe, wie das vorher der Fall war – kann man ja nachvollziehen, wenn man keinen Magen mehr hat.“
Henning Krautmacher
Trotz allem geht es Anke Krautmacher heute „wirklich merklich besser“, betont der 69-Jährige. Doch die Angst bleibt – bis zur offiziellen Krebsfreiheit dauert es noch rund eineinhalb Jahre. Erst dann, so hofft er, könne das Paar einen Schlussstrich ziehen.
Pflege und Schnauzbart
Dass er sich Tag für Tag um seine Frau kümmerte, war für Krautmacher keine Heldentat. „Für mich war das selbstverständlich", sagt er in der Sendung. Er habe sofort Ankes ungebrochenen Lebenswillen erkannt: „Da hab ich mich eigentlich nur eingereiht.“
„Und dann bricht eine neue Zeit an. Dann ist nämlich der Kopf auch frei.“
Henning Krautmacher
Bundesweit sorgte Krautmacher für Schlagzeilen, als er sich von seinem berühmten Schnauzbart trennte – ein Akt der Solidarität, nachdem Anke durch die Chemotherapie ihre Haarpracht verloren hatte. Heute lacht er darüber: „Ich hab mich selber nicht erkannt." Mittlerweile sprießt der Bart wieder. „Die Anke hat es dann auch befürwortet – und da ist er wieder!“
Ausblick
Neben der Pflege fand Krautmacher auch zurück ins Berufsleben. In der ZDF-Komödie „Andere Eltern – Die 1. Klasse“ ist er als Lehrer zu sehen. Privat zählt jedoch weiterhin jeder Tag. Bis die Ärzte Anke für krebsfrei erklären, werde es noch etwa anderthalb Jahre dauern – einen Zeitpunkt, dem das Paar mit vorsichtigem Optimismus entgegenblickt.