71 Prozent für Migrationsbegrenzung – AfD mit 28,5 Prozent vorn
Eine neue INSA-Umfrage zeigt: 71 Prozent der Deutschen wollen eine Begrenzung der Migration. Die AfD baut ihren Vorsprung in der Sonntagsfrage auf 28,5 Prozent aus, die Union fällt auf 20,5 Prozent.
Die Deutschen wollen eine grundlegende Wende in der Migrationspolitik – doch die Bundesregierung hält an ihrem Kurs fest. 71 Prozent der Wahlberechtigten sprechen sich in einer neuen INSA-Umfrage für eine Begrenzung der Zuwanderung aus, wie die Junge Freiheit meldet.
Noch deutlicher wird das Votum bei den Befragten, die sich nach eigenen Angaben intensiv mit dem Thema beschäftigen: 84 Prozent von ihnen fordern einen Kurswechsel, nur 14 Prozent sind dagegen. Das widerlegt das Argument, die Ablehnung ungesteuerter Migration sei vor allem ein Reflex der Uninformierten.
Umfrage
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Die Umfrage, die zwischen dem 7. und 10. August unter 2.010 Wahlberechtigten online durchgeführt wurde, hat eine maximale Fehlertoleranz von ±3,1 Prozentpunkten. Neben der Migrationspolitik ermittelte das Institut auch die Zustimmung zu anderen zentralen Forderungen.
Auch in anderen Politikfeldern wünscht Mehrheit Kurswechsel
78 Prozent der Befragten verlangen eine Entlastung der Wirtschaft, ebenso viele einen besseren Schutz von Umwelt und Natur. 72 Prozent sind für eine Stärkung der Verteidigungsfähigkeit Deutschlands. Auch hier gilt: Die Zustimmung steigt mit der selbst eingeschätzten Informiertheit.
Zustimmung zu politischen Forderungen
INSA-Umfrage, August 2026
Quelle: INSA / Bild
Das Muster setzt sich fort: Unter informierten Bürgern wächst die Unterstützung für diese Forderungen auf 85 Prozent (Wirtschaft), 83 Prozent (Umwelt) und 77 Prozent (Verteidigung).
Sonntagsfrage: AfD legt zu, Union auf historischem Tief
In der Sonntagsfrage zur Bundestagswahl setzt die AfD ihren Höhenflug fort und erreicht 28,5 Prozent – ein halber Punkt mehr als in der Vorwoche. Die Union verliert erneut und kommt auf nur noch 20,5 Prozent, den niedrigsten INSA-Wert seit November 2021, wie Apollo News berichtet. Die Partei hatte bereits Anfang Juli in einer Umfrage 29 Prozent erreicht, wie jux.news berichtete.
Sonntagsfrage Bundestagswahl
INSA, 11. August 2026
Quelle: INSA / Bild
Eine Regierungsbildung wird damit immer schwieriger. Die amtierende Koalition aus Union und SPD käme nur noch auf 33 Prozent. Rechnerisch möglich wären eine Kenia-Koalition aus Union, SPD und Grünen mit 46 Prozent oder eine Zusammenarbeit von AfD und Union mit 49 Prozent – doch die Union hält an ihrer Brandmauer zur AfD fest.
FDP und BSW würden den Einzug in den Bundestag verpassen: Die FDP fällt auf 4,5 Prozent, das BSW auf 3 Prozent.
Ministerpräsidenten-Präferenz: Deutsche gespalten
Gefragt, ob sie sich einen Wahlsieg von Ulrich Siegmund (AfD) in Sachsen-Anhalt oder von Elif Eralp (Linkspartei) in Berlin wünschen, zeigt sich das Land tief gespalten. 23 Prozent hoffen auf Siegmund, 22 Prozent auf Eralp. 26 Prozent wollen keinen von beiden im Amt, 9 Prozent beide. In Ostdeutschland liegt Siegmund mit 32 Prozent vorn, während Eralp nur in den eigenen Reihen überzeugt: Lediglich 64 Prozent der AfD-Anhänger und 62 Prozent der Linken-Sympathisanten unterstützen ihren Kandidaten.