Julian F.M. Stoeckel warnt vor AfD – „Rattenfänger von Hameln“
Bild: KI-generiert
Landtagswahl

Julian F.M. Stoeckel warnt vor AfD – „Rattenfänger von Hameln“

Kurz vor der Wahl in Sachsen-Anhalt warnt CDU-Mitglied Julian F.M. Stoeckel eindringlich vor der AfD – und vergleicht ihre Strategie mit dem Rattenfänger von Hameln. Eine Koalition schließt er aus.

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Mit einem drastischen Vergleich warnt Julian F.M. Stoeckel kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vor der AfD: „Ich habe das Gefühl, dass die AfD wie der Rattenfänger von Hameln nur Menschen einfängt.“ Der 39-jährige Entertainer und CDU-Mitglied äußerte sich im Interview mit KUKKSI – und machte klar, dass er eine Regierungsbeteiligung der Partei verhindern will.

Ich habe das Gefühl, dass die AfD wie der Rattenfänger von Hameln nur Menschen einfängt.
Julian F.M. Stoeckel, Entertainer und CDU-Mitglied

Am 6. September 2026 wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. In Umfragen liegt die AfD weit vor der CDU, zeitweise ist sogar von einer möglichen absoluten Mehrheit die Rede. Genau davor warnt Stoeckel, der seit 2024 der CDU angehört.

Der Reality-Star war nach eigener Aussage jahrelang SPD-Wähler. Ein Engagement bei den Sozialdemokraten scheiterte an der Anrede „Genosse“ – auch Grüne und Linke kamen für ihn nicht infrage. „GRÜNE/LINKE sind nicht infrage gekommen, deswegen habe ich mich dann für die CDU entschieden“, sagt er.

Der Weg zur CDU

Stoeckel war nach eigenen Angaben ursprünglich von der Einführung des Kulturstaatsministers unter Gerhard Schröder im Jahr 1998 beeindruckt. Der Parteieintritt erfolgte 2024. Seither positioniert er sich als prominentes CDU-Mitglied – und als scharfer AfD-Kritiker.

So kam es zur Warnung

  1. 2024
    CDU-Eintritt

    Julian F.M. Stoeckel tritt in die CDU ein.

  2. 2025
    AfD als Verdachtsfall

    Das Bundesverwaltungsgericht stuft die AfD als rechtsextremistischen Verdachtsfall ein.

  3. 18.08.2026
    KUKKSI-Interview

    Stoeckel warnt im Promi-Portal vor der AfD und vergleicht sie mit dem Rattenfänger von Hameln.

  4. 06.09.2026
    Landtagswahl

    In Sachsen-Anhalt wird ein neuer Landtag gewählt.

Warum Stoeckel die AfD ablehnt

Der Kern seiner Kritik: Viele Wähler wüssten gar nicht, was im AfD-Programm stehe. Zahlreiche Forderungen seien finanziell nicht umsetzbar. „Das bedeutet, dass die AfD nur sagt, was die Leute hören wollen“, so Stoeckel.

Eine Zusammenarbeit oder Koalition mit der AfD lehnt er klar ab. Zwar hält er grundsätzlich nichts von Brandmauern zwischen demokratischen Parteien, bei der AfD aber ziehe er eine Grenze. Er verweist auf das Bundesverwaltungsgericht, das die Partei 2025 als rechtsextremistischen Verdachtsfall eingestuft hat.

Die Aussicht auf eine mögliche absolute AfD-Mehrheit beunruhigt ihn weniger, als man erwarten könnte. „Eine absolute Mehrheit wären 100 Prozent; erreiche die AfD 40 Prozent, könne sie regieren, aber es gibt genug Opposition, die es ihnen nicht so einfach macht“, sagt Stoeckel.

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Kritik an Merz und der Bundesregierung

Auch mit der allgemeinen Lage in Deutschland ist Stoeckel unzufrieden. „Im Moment bin ich nicht so glücklich mit der Politik! Wir müssen, glaube ich, wieder Politik für die Bürger machen“, sagt er. Er beklagt explodierende Mieten – „Wie kann es sein, dass eine 60-QM-Wohnung in Berlin nicht unter 1.500 € zu bekommen ist?“ – sowie lange Wartezeiten für Kassenpatienten und fehlende Entlastungen für Unternehmen.

Ich habe mir sehr viel versprochen von Friedrich Merz – ich habe gedacht, dass er wirklich eine wirtschaftliche Wende voranbringt.
Julian F.M. Stoeckel über Kanzler Friedrich Merz

Merz kenne die Wirtschaft und wisse, „wie man Geld verdient“ und „wie man Erfolg generiert“ – dennoch habe Stoeckel nicht den Eindruck, dass der Kanzler seine Vorstellungen umsetzen könne. Zugleich räumt er ein, dass politische Veränderungen Zeit brauchten und man in einer Demokratie Mehrheiten finden müsse.

Konkret fordert Stoeckel Entlastungen für Unternehmen bei Strom, Steuern und Abgaben, Veränderungen im Bildungswesen und eine breitere Basis der Rentenfinanzierung. „Wir könnten/sollten nicht weiter zuschauen, wie unsere Wirtschaft den Bach heruntergeht“, mahnt er.

Das steht jetzt an

Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt findet am 6. September 2026 statt. Stoeckels Warnung reiht sich ein in eine Serie prominenter Stimmen – zuletzt hatte auch Dieter Hallervorden die AfD scharf attackiert. Ob die Appelle Wirkung zeigen, entscheidet sich an der Wahlurne.